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Rund um die Welt – Unser Blogger Special


Benjamin Jaworskyj bloggt auf lernvonben.de

Wie wird man ein erfolgreicher Reisefotograf?

Man muss viel Reisen, viel Zeit in Warteschlangen auf Flughäfen verbringen. Im Ernst: Es braucht auch viel Neugierde und Leidenschaft für andere Menschen, andere Kulturen. Idealerweise inspiriert man seine Umwelt, wird geteilt und dann kommt eins zum anderen.

Was war das Verrückteste, was du für ein Foto gemacht hast?

Mich an einen schlafenden Eisbären heranzupirschen. Einen Grizzly habe ich auch schon fotografiert, mit Teleobjektiv natürlich. Tiere sind immer spannend. Und Wetterphänomene oder raue Landschaften, die sich ständig verändern. Gerade habe ich in Island einen irren Schneesturm fotografiert. Das ist toll, da ist Bewegung drin.

Wo fährst du als nächstes hin und welchen Ort möchtest du unbedingt noch sehen?

Ich bin gerade auf dem Weg nach Südspanien, wo ich einen Teil des Jahres über lebe. Meine nächste Fotoreise geht nach Norwegen in zwei Wochen. Als Reiseveranstalter organisieren ich und mein Team, dass unsere Teilnehmer dort an tollen Orten geniale Fotos schießen können. Mich selber würde Patagonien sehr reizen. Aber auch in die Bretagne und nach Nordspanien will ich bald mal hin zum Fotografieren. 

Deine schönste Reise?

Hm. Also letztes Jahr war ich auf Mauritius, das war sehr schön. Ich war zwei Monate dort und konnte auf diese Weise die Insel und die Menschen dort richtig gut kennenlernen. Mit Airbnb ist man noch näher dran. Besonders beeindruckend war das Fotografieren unter Wasser. Ich bin dort getaucht und konnte Delfine fotografieren.


Franz Neumeier bloggt auf www.cruisetricks.de

Wie kam es zum Schwerpunkt „Kreuzfahrten“?

Ich habe lange Schiffsmodelle gebaut, Mississippi-Raddampfer. Meine ersten Dutzend Kreuzfahrten waren dementsprechend auf Raddampfern in den USA, bevor ich das erste Mal von New Orleans mit einem Hochseeschiff gefahren bin. Diese Eindrücke haben mich gefangen genommen.

Wie findet man ein passendes Schiff?

Ein Kreuzfahrterfahrenes Reisebüro, das mehr als nur zwei, drei Reedereien aus eigener Erfahrung kennt, ist da sehr hilfreich. Es gibt für nahezu jeden das ideale Schiff und Konzept. Aber wenn man sich nicht beraten lässt und zu sehr auf Schnäppchen fixiert ist, landet man leicht auf einem Schiff, das nicht zu einem passt. Am besten Ziel aussuchen, sich etwas informieren und dann ausführlich beraten lassen.

Was sollte man als Kreuzschifffahrer beachten?

Vor allem: genießen und die Dinge nicht so verbissen sehen, wenn mal was schief geht. Wer sich um Seekrankheit sorgt, solle sich vor der Reise bei seinem Hausarzt entsprechende Medikamente besorgen. Ansonsten Reisebedingungen und Katalog genauer lesen, denn auf Kreuzfahrt sind manche Dinge anders als an Land.

Der schönste Kreuzfahrthafen, Ihre schönste Reise?

Auch wenn man das vielleicht nicht sagen sollte, weil die Stadt – längst nicht nur wegen der Kreuzfahrt – im Massentourismus buchstäblich ertrinkt: Venedig ist unübertroffen. Aber traumhafte Routen gibt es sehr viele, da fällt es schwer, nur eine herauszupicken. Meine bislang schönste war die Fjordlandschaft Nordost-Grönlands mit einem kleinen Expeditionsschiff.


Vanessa Pur bloggt auf pureGLAM.tv und VanessaPur.com

Wie kamst du zum Bloggen?

Gestartet bin ich im Jahr 2010, ursprünglich um mit Freunden, die sich durch das Reisen der letzten zehn Jahre gesammelt haben, in Kontakt zu bleiben. Quasi als Alternative zu Facebook. Weil es zu schade war, wenn man sich dann nach Monaten (oder teilweise Jahren) nur für wenige Stunden sehen konnte und primär die Erlebnisse und Reisefotos der letzten Jahre gezeigt hat.

Was bedeutet Reisen für dich?

Reisen bedeutet für mich persönlich in erster Linie Lernen. Etwas über neue Kulturen zu erfahren, neue Menschen und unterschiedliche Ansichten kennenzulernen. Ich liebe es unterwegs zu sein, für spannende Geschichten oder um interessante Reiseziele zu testen. Das Leben aus dem Koffer ist Teil meines Lebens geworden und im Moment möchte ich es gar nicht tauschen.

Was macht ein gutes Hotel für dich aus?

Guter Service durch zufriedene Mitarbeiter, ein gelungenes Wohlfühlklima. Es müssen nicht immer 5 Sterne Luxushotels sein, obwohl die auch ihren Reiz haben ;-). Spa & Wellness-Bereiche oder auch tolle Restaurants sind schon schön – gehören aber oft schon zum Standard. Manchmal sind es dann kleine Details, die den Unterschied ausmachen. 

Deine Lieblingsstadt und warum?

Definitiv New York! Hier hat man tatsächlich jederzeit die Möglichkeit, etwas Neues zu entdecken. Im wahrsten Sinne des Wortes eine Stadt, die sich täglich neu erfindet.


Ingo Busch schreibt auf reise-wahnsinn.de

Wie kamst du zum Bloggen?

Ich habe schon während des Studiums als freier (Foto-) Journalist gearbeitet. Als Software-Entwickler habe ich 2007 die Lust verspürt, mein Wissen weiter zu geben. Irgendwann ergab es sich, dass ich auf dem Blog vermehrt über Reisen schrieb, was dann 2009 der Startschuss für Reise-Wahnsinn.de war.

Wie findet man günstige Flüge von guten Airlines?

Zum einen über die Flugsuchmaschinen. Ich schaue dann aber immer auch auf den Websites der Airlines direkt nach, ob der Flug dort noch etwas günstiger ist. Und auf den Websites der Partner-Airlines der gleichen Allianz. Als „Codeshare“ sind nämlich manche Flüge noch günstiger. Z.B. ein Flug mit Delta gebucht über Air France oder KLM.

Drei landestypische Speisen, die dich total vom Hocker gehauen haben?

Auf Martinique war es Hühner-Colombo. Colombo ist ein ähnliches Gewürz wie Curry, jedoch nicht so scharf. In den USA esse ich wahnsinnig gerne Clam Chowder. Bei jeder Reise in die USA muss ich mindestens einmal diesen Muscheleintopf essen. Alaska hat mich mit fangfrischem Lachs begeistern können: Vom Kutter auf den Grill und dann auf den Tisch. Lecker!

Deine schönste Reise und warum?

Mit Sicherheit war meine Reise nach Martinique im letzten November ein Highlight! Ich hatte wenig Vorstellung was mich tatsächlich erwarten würde. Aber diese Erwartungen wurden bei weitem übertroffen. Die Blumeninsel in der Karibik hat eben nicht nur malerische Strände und Buchten, sondern auch viel Grün und Dschungel zu bieten.


Debi Flügge bloggt auf debiflue.com

Wie bist du (eine so erfolgreiche) Reisebloggerin geworden?

Anfangs habe ich meine Reisefotos bei Instagram hochgeladen, um Freunde und Familie an meiner Reise nach Südafrika (dort habe ich für 3 Monate für ein Praktikum gelebt) teilhaben zu lassen. Mit steigender Followerzahl kamen dann viele Anfragen nach einem Blog. Bis vor 1,5 Jahren war bloggen dann tatsächlich noch ein Hobby, mittlerweile blogge ich Vollzeit.

Hast du als Travel-Blogger das ganze Jahr „Urlaub“ oder nimmst du dir auch mal eine Auszeit?

So komisch es vielleicht klingen mag, aber leider habe ich NIE wirklich Urlaub. Auf all den Reisen shoote ich sehr viele Kooperationen, kümmere mich um den Blog, habe Emails zu beantworten und bin ständig auf Achse.

Was macht dir am Bloggen am meisten Spaß?

Ich habe soooo so viele unglaublich tolle Menschen auf meinen Reisen kennengelernt. Es ist so schön sich mit anderen kreativen, talentierten und inspirierenden Menschen zu treffen und auszutauschen. Dabei meine ich nicht nur andere Blogger oder Influencer, sondern auch meine Follower, die ich überall auf der Welt treffe. 

Deine schönste Reise?

Ich habe bereits so viele schöne und faszinierende Orte auf der Welt gesehen, da fällt es mir wirklich schwer, eine einzelne Reise herauszupicken. Wenn ich jedoch die Augen schließe und mich „wegbeame“, habe ich spontan Hawaii vor Augen. Insbesondere die atemberaubende Landschaft und der hawaiianische Lifestyle haben mich total umgehauen.


Christoph Karrasch schreibt auf christophkarrasch.de

Wie fühlt es sich an bei -17 Grad in ein finnisches Eisloch zu springen?

Beim Reinspringen in das vier Grad kalte Wasser dachte ich „Ui, das tut ja weh.“ Es war ein einziger stechender Schmerz in meinem Körper. Was ich da noch nicht ahnte: Das Rauskommen in die -17 Grad kalte Luft ist noch schlimmer. Ich wurde krebsrot und spürte dann die berühmten 1000 Stecknadeln.

Wie schafft man es, eine Woche kostenlos in Kroatien Urlaub zu machen?

Das war ein Experiment für Galileo. Durch Wohnungstausch spart man die Hotelkosten, Mitfahrgelegenheiten und Kurierdienste holen das Spritgeld wieder rein – und durch das Erstellen von Strandtests für die Website „Beach-Inspector“ kann man vor Ort Geld verdienen. Allerdings: Alles zusammen fühlt sich dann doch eher nach Arbeit als nach Urlaub an.

In 10 Tagen um die Welt: Was bleibt da in guter Erinnerung?

Für dieses interaktive Buchprojekt haben mir meine Follower unterwegs Aufgaben gestellt. Den Mix aus adrenalingeladenen Spaß-Challenges und ernsteren Charity-Aufgaben fand ich schön. Am allerschönsten war allerdings der Schlaf nach meiner Rückkehr.

Und wo ist man bei einem Gewitter während des Hurricane-Festivals eigentlich am sichersten?

„Am sichersten seid ihr im Auto“! Diesen Satz musste ich als einer der Moderatoren des Hurricane-Radios „CampFM“ 2016 immer wieder durchsagen. Daraus habe ich dann kurzerhand einen Song gemacht, der später auf Platz eins der Spotify-Viral-Charts stand.

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Journalist

Isabel von Vegesack

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