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Sorgenfrei – immer ein neuer Firmenwagen

Immer häufiger entscheiden sich die Fuhrparkmanager für ein Full Service Leasing. Die Vorteile liegen auf der Hand – die monatlichen Kosten sind leichter überschaubar und es spart viel Aufwand in der Verwaltung der Firmenflotte.

Beim Fahrzeugleasing spielten vor allem die von den Leasing-Gesellschaften angebotenen Servicepakete eine große Rolle.   

Der Leasingmarkt in Deutschland boomt. Mit 41 Prozent war der Anteil der Leasingfahrzeuge bei den Neuzulassungen noch nie so hoch wie im Jahr 2017 (Quelle: Kraftfahrtbundesamt). Etwa 80 Prozent dieser Leasingverträge werden mit gewerblichen Kunden abgeschlossen. Nach einer Studie der Corporate Vehicle Observatory (CVO) finanzieren 64 Prozent der befragten Unternehmen mittels Leasing ihren Fuhrpark, 6 Prozent über einen Autokredit und 30 Prozent kauften die Fahrzeuge für den Fuhrpark in bar oder über einen Kredit.

Dabei wird das sogenannte Full Service Leasing immer beliebter. Hier wird nicht nur das reine Fahrzeug geleast. Der zusätzliche Service und Mehrwert für die Fuhrparkmanager gibt immer öfter den Ausschlag. Ob Wartungsarbeiten in einer Werkstatt, Inspektionen, Reifenwechsel oder die gesamten Versicherungsleistungen, immer öfter gilt ein Vertrag für alles außer Tanken.

Das entlastet vor allem viele kleinere und mittelständische Unternehmen im Verwalten ihres Fuhrparks. Sogar ein externes Schadensmanagement und ein Outsourcing des Fuhrparks wird inzwischen von vielen Leasinganbietern geboten. So ein Service schafft Freiräume für das Kerngeschäft der Kunden. „Beim Fahrzeugleasing spielten vor allem die von den Leasing-Gesellschaften angebotenen Servicepakete eine große Rolle“, erklärt Horst Fittler, Hauptgeschäftsführer des BDL Bundesverband Deutscher Leasing Unternehmen. Services wie Wartung, Schadensmanagement oder eine Mobilitätsgarantie geben für viele Kunden den Ausschlag, ihr Fahrzeug mittels Leasing anzuschaffen.


Horst Fittler, Hauptgeschäftsführer des BDL Bundesverband Deutscher Leasing Unternehmen, Foto: fotostudio-charlottenburg

Es sind besonders die kalkulierbaren monatlichen Kosten, die für viele Kunden attraktiv sind. Schon ab einer Flotte von zehn Fahrzeugen bieten die unterschiedlichen Anbieter Fahrzeuge und Finanzierungen zu besonders günstigen Konditionen. Hier bietet sich für viele Firmen die Möglichkeit, einen neuen und schicken Firmenwagen als zusätzlichen Anreiz für die Mitarbeiter zu leasen.

Alle großen Autohersteller haben eigene Leasingabteilungen, die sich um die Kunden kümmern. Hinzu kommen Anbieter wie Sixt, Arval oder die Deutsche Leasing des Sparkassenbundes. Die Digitalisierung hat auch längst diese Branche erfasst und sorgt für einen kräftigen Schub am Markt. „Wir gehen davon aus, dass das Fahrzeugleasing weiterwachsen wird und die Kunden noch stärker Serviceangebote nutzen“, sagt Horst Fittler.

Auch im privaten Sektor boomen die Full-Service-Angebote. Es ist für viele Kunden einfacher zu kalkulieren, man muss sich um nichts kümmern und hat immer ein fast nagelneues Autos vor der Tür stehen. Nur im Markt der E-Mobile ist das Leasing noch kein großer Faktor. 56 861 Fahrzeuge gab es im Jahr 2017, der Anteil der Neuzulassungen lag unter einem Prozent und hier wird die Mehrheit im gewerblichen Bereich angeschafft. „Der Anteil der E-Fahrzeuge wird sich in den nächsten fünf Jahren nicht signifikant erhöhen“, so Fittler.

Auch wenn das Full Service Leasing einen großen Teil des Fuhrparkmanagements ersetzen und vereinfachen kann, Bußgelder wegen zu schnellen Fahrens oder falschen Parkens müssen auch weiter vom Leasingnehmer bezahlt werden.

Fakten

Im wachsenden deutschen Leasingmarkt bieten die Autohersteller und großen Leasingfirmen inzwischen ein Full Service Leasing an – einen Vertrag für alles außer Tanken. Doch nicht nur gewerbliche Kunden nutzen den umfangreichen Service. Immer mehr private Leasingnehmer entscheiden sich heute schon für einen Full-Service-Vertrag.

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Journalist

Jörg Wernien

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