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Karrierechancen für Bildungshungrige

Fortbildung im Beruf macht Sinn und bindet Arbeitnehmer und Arbeitgeber enger aneinander. Die Kosten übernehmen häufig der Chef oder der Staat. 

Wenn Mitarbeiter sich fortbilden, profitieren Arbeitnehmer und Arbeitgeber davon. Der Angestellte erwirbt sich in seinem Berufsfeld neue Kenntnisse. Das erhöht sein Ansehen bei seinen Vorgesetzten - und zwar nicht nur, weil er nach der Fortbildungsmaßnahme mehr Kenntnisse hat, sondern auch, weil er Engagement und Motivation gezeigt hat. Beides sind gute Gründe, ihn bei der nächsten Gelegenheit zu befördern oder das Engagement zumindest schon einmal mit einer kleinen Gehaltsspritze zu belohnen. Der Arbeitgeber wiederum profitiert vom neuen Wissen des Mitarbeiters. Er kann zudem weiter auf ihn bauen und ist nicht gezwungen, eine neue Fachkraft einzustellen und einzuarbeiten, wenn er sie überhaupt aufgrund des steigenden Fachkräftemangels findet. Eine Fortbildung des Mitarbeiters, die vom Arbeitgeber entweder bezahlt oder zumindest ermöglicht wird, bindet nämlich häufig beide Seiten enger aneinander.

Dabei ist die Palette möglicher Fortbildungsmaßnahmen sehr vielfältig. Der klassische Weg geht über das eigene Unternehmen. Immerhin 77 Prozent der Unternehmen nutzten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2015 Weiterbildungsmaßnahmen zur Qualifizierung ihrer Mitarbeiter – ein Plus von vier Prozent im Vergleich zu 2010. Infolge der zunehmenden Digitalisierung fokussieren Unternehmen ihre Fortbildungsmaßnahmen zurzeit vor allem auf diesen Bereich. Denn viele, zumal ältere Mitarbeiter, die keine digital natives sind, haben hier Defizite. Immerhin 70 Prozent der deutschen Unternehmen bieten Schulungen im Bereich Software-Programme an, wie eine Umfrage von TNS Infratest unter 300 Personalentscheidern von 2017 ergab. 

Die Kosten für solche Weiterbildungsmaßnahmen sollten im Normalfall vom Unternehmen übernommen werden. Unterstützung gibt es aber auch von ganz anderer Seite: vom Staat. Bund und Länder haben zahlreiche Programme aufgelegt, um Bildungshungrige zu fördern.

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Journalist

Armin Fuhrer

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