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Wir brauchen mehr Venture Capital für Tech-Startups in Deutschland

Innovative Startups sind die Zukunft unserer Wirtschaft!


Frank Thelen, Founder & CEO Freigeist Capital, Foto: EYECATCHME.Photography

Bei mir kommen bei der Betrachtung der aktuellen Startup-Szene gemischte Gefühle auf. Einerseits gab es nie eine bessere Zeit zu gründen. Neue Technologien bieten unzählige Möglichkeiten, man muss sie nur richtig einsetzen und nutzen. Technologien wie Distributed Ledgers (Blockchain, Ethereum und Co.), Künstliche Intelligenz und Big Data werden in absehbarer Zukunft sämtliche Industrien umwälzen, und es ist wirklich wichtig, dass Deutschland neben den USA und China endlich wieder mitmischt. Wir müssen in einem dieser Bereiche einen Weltmarktführer hervorbringen – sonst werden wir wirtschaftlich endgültig abgehängt. 

Die Kompetenzen dazu haben wir bereits, denn unsere Ingenieure und Entwickler gehören nach wie vor zu den besten weltweit. Woran es uns fehlt, ist die nötige Risikobereitschaft, sich an solche neuen Themen zu wagen. Wir brauchen mehr Risikokapital für junge Tech-Unternehmen, das von Unternehmern verwaltet wird. Wir haben deutlich zu wenig Venture Capital, und das Vorhandene fließt in kalkulierbare Projekte. In den USA fließen bis zu 3 % der Kranken- und Rentenversicherungen in die Venture-Capital-Szene und somit in Startups – das ist verdammt viel Geld, wenn man bedenkt, wie viele Menschen da einzahlen. 

Hinzu kommt, dass die Bedingungen für Venture Capital in Deutschland zurzeit noch wirklich unterirdisch sind. Strenge Regularien, komplexe Verträge und hohe Gebühren machen es für Privatanleger beinahe unmöglich, in Startups zu investieren – und das in einer Zeit, in der Geldanlage immer wichtiger wird, da man bei den Banken keine Zinsen mehr bekommt. 

Da muss sich schnell etwas tun, denn ich bin mir sicher: Innovative Startups sind die Zukunft unserer Wirtschaft!

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Journalist

Frank Thelen

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