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3 Fragen an Dr. Trudi Schaper

Die Expertin spricht über Möglichkeiten, Nebenwirkungen von Chemotherapien zu lindern.

Dr. rer. nat. Trudi Schaper, Klinische Studien, Vorsitzende ISI e.V. und Patientenbeauftragte am Luisenkrankenhaus Düsseldorf; Foto: Presse

Sie haben eine Möglichkeit gefunden, Nervenschädigungen als Nebenwirkungen von Chemotherapie zu vermeiden? 

Ja, der Einsatz kontrollierter 

Hand-Fußkühlung kann schwere Nervenschädigungen infolge von Chemotherapie reduzieren, größtenteils sogar verhindern. Konkret geht es um die schmerzliche Langzeitkomplikation Chemotherapie-induzierte Polyneuropathie (CIPN).

Wie funktioniert das genau? 

Durch ein spezielles, mit Hand- und Fußmanschetten ausgestattetes, Gerät der Firma Hilotherm werden die Extremitäten kontinuierlich gekühlt. So werden die Blutgefäße, welche die Nervenendigungen in Händen und Füßen versorgen, enggestellt und dadurch die Nervenschädigung reduziert. Wichtig ist, dass die Kühlung immer am Tag der Chemotherapie vor, während und nach der Chemotherapie-Behandlung erfolgt, damit keine Nervenschäden entstehen.

Ist die kontrollierte Kühlung auch für weitere Nebenwirkungen onkologischer Therapien geeignet?

Ja. Ab Anfang nächsten Jahres wird die Firma ein tragbares Modul zur Kopfhautkühlung gegen Chemotherapie induzierten Haarausfall etablieren.

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Journalist

Kirsten Schwieger

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