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Aktienoptionen: interessante Alternative für die, die sich auskennen

Aktien haben – über längere Zeiträume betrachtet – gute Gewinnperspektiven.

In börsennotierten Unternehmen werden Aktienoptionen gern auch als zusätzliches Vergütungsmittel für Mitarbeiter eingesetzt, um sie an das Unternehmen zu binden.

Für diejenigen, die ein gewisses solides Grundwissen im Aktienmarkt besitzen, können darüber hinaus Aktienoptionen ein interessantes Finanzinstrument sein. Bei dieser Anlageform gilt grundsätzlich, dass das Risiko eines Verlustes proportional zu den möglichen Renditen ansteigt. Auch wenn es eine Milchmädchenrechnung ist: Immer wieder muss betont werden, dass es ein risikoloses Geschäft mit sehr guten Ertragswerten nicht gibt. Insofern gehören Aktienoptionen zu den spekulativen Geldanlagen.

Aktienoptionen ermöglichen den Kauf von Aktien zu einem bestimmten Übernahmepreis, der auch Ausübungspreis genannt wird. Die Aktienoption gehört zu den sogenannten Derivaten, da die Preisentwicklung einer Aktienoption von der Kursentwicklung der Aktie abhängt. Grundsätzlich wird zwischen Kauf (Put)- und Verkaufsoptionen (Call) unterschieden.

Wer also Aktienoptionen erwerben möchte, kann zwischen den Calls und Puts wählen. Bei Calls kauft man eine Option auf den Kauf einer bestimmten Aktie und profitiert daher, wenn deren Basiswert steigt. Bei Puts kann man die Aktie zu einem bestimmten Preis veräußern. Je niedriger der Basiswert sinkt, desto höher ist der Gewinn, den man einstreichen kann.

Übrigens: Der Käufer einer Aktienoption muss diese nicht ausführen, wenn dies für ihn ungünstig wäre. Deswegen spricht man bei Aktienoptionen von einem bedingten Termingeschäft.

Aktienoptionen als Mitarbeiterbindung

In börsennotierten Unternehmen werden Aktienoptionen gern auch als zusätzliches Vergütungsmittel für Mitarbeiter eingesetzt, um sie an das Unternehmen zu binden. Dann wird ein Teil des Entgeltes in Call-Aktienoptionen eingesetzt, die den Mitarbeiter zum Kauf von Unternehmensanteilen in der Zukunft berechtigen. Dabei unterscheidet man zwischen sogenannten handelbaren und nicht handelbaren Optionen.

Es ist zwischen nicht handelbaren und handelbaren Aktienoptionen zu unterscheiden. Erzielt der Arbeitnehmer beim Einlösen einer nicht handelbaren Option einen geldwerten Vorteil, also einen Gewinn, dann wird dieser als Arbeitslohn betrachtet und normal auch so besteuert. Ein Gewinn wird dann erzielt, wenn der Kurswert der Aktie den Übernahmepreis übersteigt. Übrigens ist der Bundesfinanzhof der Auffassung, dass die Einlösung der nicht handelbaren Option und somit der verbilligte Aktienbezug grundsätzlich besteuert werden muss. Deshalb kommt es zu keiner Besteuerung beim Einräumen der Option durch den Arbeitgeber. Bei handelbaren Optionen sieht dies allerdings anders aus, denn zum Zeitpunkt der Optionsgewährung erfolgt auch der Zufluss zum Arbeitslohn und wird als geldwerter Vorteil bewertet. 

Der Markt der Aktienoptionen ist riesig, und sie unterscheiden sich in Preis, Laufzeit und dem vordefinierten Preis des Basiswertes. Zudem gibt es beispielsweise amerikanische Optionen, bei denen der Käufer innerhalb einer bestimmten Laufzeit die Möglichkeit hat, die festgelegte Anzahl des Basiswertes zu kaufen oder zu verkaufen. Oder die selteneren europäischen Optionen, bei denen die Aktien zu einem festgelegten Zeitpunkt gekauft oder verkauft werden können. Allerdings muss man auch europäische Optionen nicht bis zum Laufzeitende halten, sondern kann sie vorzeitig verkaufen.

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Journalist

Frank Tetzel

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