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Die Tankkarte wird als Instrument im Fuhrparkmanagement immer wichtiger. BUSINESS MOBILITY

Alles auf eine Karte

Kraft- und Schmierstoffe, Strom, Maut- und Parkgebühren, Bistro-
Artikel und Autowäschen: All das und mehr lässt sich heute mit Tankkarten zahlen.

Das Zahlen von Vorschüssen und das Prüfen von Spesenabrechnungen gehören dank der bargeldlosen Tankkarten der Vergangenheit an.

Tankkarten sind im Flottenalltag längst Usus. Viele Unternehmen nutzen sie, um Mitarbeitern und Fahrern das lästige Sammeln von Belegen zu ersparen: Monatliche Sammelrechnungen sind für alle Beteiligten eben weitaus praktischer. Ein weiterer Vorteil: Das Zahlen von Vorschüssen und das Prüfen von Spesenabrechnungen gehören dank der bargeldlosen Tankkarten der Vergangenheit an. Außerdem versetzen Tankkarten das Flottenmanagement in die Lage, Tankvorgänge gezielt auszuwerten und sich per Knopfdruck einen Überblick über anfallende Kosten zu verschaffen. Der administrative Aufwand wie auch der Aufwand für das Controlling reduzieren sich dadurch extrem.

Dienstwagenfahrer haben meistens die Möglichkeit, die Tankstelle aus dem jeweiligen Verbund frei zu wählen und sind nicht daran gebunden, ausschließlich beim Herausgeber der Karte beziehungsweise einer bestimmten Tankstellenkette zu tanken. Zu diesen Ergebnissen kommt die Dataforce-Analyse „Tankkarten 2018“, für die mehr als 20 000 Fuhrparkprofile ausgewertet und mehr als 500 Fuhrparkleiter befragt wurden. Ferner zeigt die Analyse, dass knapp zwei Drittel der Befragten ihre Tankkarten auch für die Autowäsche nutzen. Etwa die Hälfte rechnet Öl damit ab und ein gutes Viertel lässt die Mautgebühren darüber laufen. Wie selbstverständlich die Plastikkarten für die verschiedenen Services und Dienstleistungen verwendet werden, steht in einem direkten Zusammenhang mit der Fuhrparkgröße: Je größer ein Fuhrpark ist, desto häufiger und umfassender sind die Karten im Einsatz. Wirft man einen Blick auf den Stand der Digitalisierung im Unternehmen selbst, fällt eine weitere Korrelation auf: Je mehr elektronische Unterstützung insgesamt eingesetzt wird, umso selbstverständlicher werden weitere Leistungen außer Tanken abgerechnet. Die Analyse wirft auch die Frage auf, ob der Trend zum mobilen Bezahlen nicht nur für Verbraucher, sondern mittelfristig auch für Flotten in Deutschland von Interesse ist. Tatsächlich stoßen digitale Zahlungsoptionen bei den über 500 teilnehmenden Flottenmanagern noch auf wenig Gegenliebe. Befragt nach der Präferenz in der Zukunft, bevorzugt die deutliche Mehrheit die klassische Tankkarte. Nur rund acht Prozent würden sich wünschen, dass das Auto selbst mit dem Kassensystem kommuniziert und abrechnet. Und noch weniger erwärmen sich für eine Tank-App via Smartphone.

Eines steht fest: Die Tankkarte wird als Instrument im Fuhrparkmanagement immer wichtiger. Über Leasinganbieter wird der administrative Aufwand noch einmal reduziert. Fazit: Unternehmen, die noch keine Tankkarte nutzen, verschenken Geld und berauben sich der Option, ihre Mitarbeiter mobiler und zumindest ein bisschen zufriedener zu machen.

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Journalist

Chan Sidki-Lundius

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