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Petfluencerin Sina Pollok lässt auf Instagram an ihrem Leben mit den niedlichen Vierbeinern teilhaben WELLBEING

Augen auf beim Katzenkauf

Katzeninfluencerin Sina Pollok gibt Tipps zur Anschaffung, Zusam-menführung, Haltung und Ernäh-rung der kuscheligen Samtpfoten.

So süß habe er ausgesehen mit einem Herzchen-Muster im Fell, dass sie nicht widerstehen konnte. Seit ein paar Monaten ist Toffee das neueste Mitglied in der nun fünfköpfigen British Kurzhaar Katzenfamilie von Sina Pollok. Selbst ein Profi wird offenbar schwach beim Anblick einer niedlichen Samtpfote. Doch anders als viele andere Katzenkäufer hat sich die 23-jährige Petfluencerin nicht zu einem Spontankauf aus dubioser Quelle hinreißen lassen. „Ich kannte die Züchterin schon lange, wusste dass sie einem Züchterverein angehört und habe mir natürlich die Papiere von Toffee aushändigen lassen“, berichtet Pollok und fügt hinzu: „Viele wissen das leider nicht, weil sie sich im Vorweg nicht ausreichend informieren. Dazu kann ich allerdings nur jedem raten, der mit dem Gedanken spielt, eine Katze anzuschaffen – egal ob ein Rassetier vom Züchter oder eine Katze aus dem Tierheim.“


Bei Tierheimkatzen sind naturgemäß andere Dinge zu beachten. Hier liegt der Fokus nicht auf dem Stammbaum, sondern auf der individuellen Biografie. „Meist sind das ja keine Babykatzen wie beim Züchter, sondern erwachsene Tiere mit einer, nicht selten problematischen, Vergangenheit“, betont Pollok und ergänzt: „Die Katze sollte auf jeden Fall zu einem passen.“ Die Auswahl dort ist jedenfalls groß. Mit dem Nachlassen der Corona-Pandemie und der Homeoffice-Arbeit steigt im ganzen Bundesgebiet die Zahl abgegebener Katzen. Die ersten Tierheime verhängten bereits Aufnahmestopps.

Worüber müssen sich zukünftige Katzenhalter also informieren beziehungsweise im Klaren sein? „Dass eine Katze nicht nur Zeit, sondern auch einiges an Geld kostet. Pro Monat und Katze ungefähr 50 Euro im Unterhalt, ohne Tierarztkosten“, gibt die gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau zu bedenken und fügt hinzu: „Auf keinen Fall sollte aber beim Futter gespart werden, wobei hochwertig nicht gleichbedeutend mit teuer ist. Es gibt durchaus gutes Mittelklassefutter mit einem ordentlichen Fleischanteil und dafür ohne Getreide, Zucker und Zusatzstoffe.“ Um plötzliche Kostenexplosionen zu vermeiden, rät Pollok zudem zu einer OP-Krankenversicherung: „Not-Operationen mit eventuellen Klinikaufenthalten können richtig ins Geld gehen.“

Und was ist zu beachten, wenn schon eine Katze im Haushalt lebt? „Ehrlich gesagt gab es bei mir nie Probleme mit der Zusammenführung, allerdings hatte ich ja auch immer Babykatzen. Die habe ich einfach zusammengesetzt und nur beobachtet. Ein bisschen Fauchen ist ja ganz normal. Wenn die Katzen allerdings richtig aufeinander losgehen und sich verletzen, sollte man natürlich dazwischen gehen“, rät Pollok. Auf jeden Fall sei das Internet eine gute Quelle für allgemeine Informationen zur Katzenhaltung und auch bei konkreten Fragestellungen. „Es gibt jede Menge super Facebook-Gruppen, an die man sich bei Problemen wenden kann“, verrät die Petfluencerin, die unter instagram.com/amy_simba immer ein offenes Ohr für British Kurzhaar-Fans hat.

Fakten

Katzen-Zahlen:

15,7 Millionen Katzen gab es 2020 in 26 Prozent der deutschen Haushalte, etwa eine Million mehr als noch im Vorjahr. Laut dem Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands geben ihre Halter 1.680 Millionen Euro für Katzenfutter, 292 Millionen für Katzenstreu und 218 Millionen für Bedarfsartikel und Zubehör aus.

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Journalist

Kirsten Schwieger

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