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Eine Brille stört beim Sport und viele vertragen keine Kontaktlinsen. WELLBEING

Laser – Hilfen bei Fehlsichtigkeit

Rund 150.000 Menschen lassen sich pro Jahr an den Augen operieren. Das Geschäft mit der Korrektur der Augen boomt

Bei Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung gibt es unterschiedliche Verfahren, bei Weitsichtigkeit kommt ausschließlich das LASIK-Verfahren in Frage.

Jürgen Klopp, der Trainer des FC Liverpool, steht seit neuestem ohne Brille an der Seitlinie des Stadions an der Anfield Road. Der BILD-Zeitung verriet er vor wenigen Tagen, dass er dank einer OP jetzt keine Brille mehr tragen muss. Wie Jürgen Klopp lassen sich viele Deutsche pro Jahr an den Augen operieren. 

Kurz- oder Weitsichtigkeit oder eine Verkrümmung der Hornhaut, Probleme, die sich nur mit einer Brille oder Kontaktlinsen behelfen lassen. Doch eine Brille stört beim Sport und viele vertragen keine Kontaktlinsen. Eine Möglichkeit ist das Lasern der Augen, eine OP-Methode, die die Fehlsichtigkeit beheben kann.

Aktuell gibt es drei unterschiedliche Verfahren, das bekannteste ist die LA-SIK-Methode. Vor jeder OP steht eine ausführliche Vorbesprechung und gründliche Untersuchung der Augen. Hier spielt die Dicke der Hornhaut eine Rolle, die Weite der Pupillen und ob es andere Erkrankungen am Auge gibt und gab. 

Die LASIK-Methode wird überwiegend mit einem Femto-Sekundenlaser durch-geführt, der besonders kurze Lichtimpulse auf die Hornhaut abgibt. Mit Hilfe des Lasers wird von der Hornhaut eine dünne Scheibe abgetrennt und nach oben geklappt. Bei einer Behandlung von Kurzsichtigkeit wird dann die Hornhaut mit der Hilfe des Laserns abgeschliffen, dann wird die Scheibe zur Abdeckung wieder zurückgeklappt. Noch schonen-der funktioniert eine Weiterentwicklung. Hier wird nur ein zwei Millimeter großer Zugang zur Hornhaut geschnitten, dann löst der Laser das Gewebe und entfernt es durch den kleinen Schnitt.

Sollte der Patient eine besonders dünne Hornhaut haben, kommt die LASIK-Methode nicht zum Zuge, dann müssen andere OP-Methoden gewählt werden. Bei Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung gibt es unterschiedliche Verfahren, bei Weitsichtigkeit kommt ausschließlich das LASIK-Verfahren in Frage.

Allerdings gibt es auch Risiken. Es ist ein Eingriff an einem gesunden Organ. „Am häufigsten klagen die Patient:innen nach einem solchen Eingriff über trockene Au-gen“, gibt die Klinik für Augenheilkunde der Uniklinik Freiburg weiter an. „Meist ist dies ein vorübergehendes Problem, das mit künstlichen Tränen behandelt wird. Möglich sind auch Entzündungen oder Schwierigkeiten beim nächtlichen Sehen.

Auch die Diagnose „Glaukom“, eine unheilbare Augenkrankheit und im Volksmund „Grüner Star“ genannt, ist für viele ein Schock. Oft werden die Symptome erst spät erkannt. Auch hier kann eine Laser-OP Abhilfe schaffen, denn viele Patienten müssen täglich Tropfen gegen den Augeninnendruck nehmen. „Augen-tropfen können den erhöhten Augeninnendruck senken“, sagt Professor Verena Prokosch-Willing. „Wir wissen aber, dass viele Patienten dem täglichen Tropfen nicht nachkommen“, fügt die Oberärztin für Glaukom Erkrankungen am Zentrum für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Köln hinzu. Nicht zuletzt für diese Patienten stellen Lasertherapien eine Alternative dar. Noch eines gibt es zu bedenken, alle Operationen sind private Leistungen und müssen privat bezahlt werden. Es gibt in Deutschland zahlreiche Angebote und mit 1.000 € muss Mann oder Frau mindestens rechnen. Für Jürgen Klopp hat es sich gelohnt, er hat jetzt ohne Brille, den Weitblick auf das Spiel seiner „Reds“ in der Coaching Zone. 

Fakten

Nicht jede Fehlsichtigkeit lässt sich mit einem Laser einfach korrigieren. Aber inzwischen gibt es viele gute Möglichkeiten, um Brille oder Kontaktlinsen auf Dauer zu verbannen.

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Journalist

Jörg Wernien

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