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Reich mit (Beton-)Gold?

Das niedrige Zinsniveau lässt viele Menschen über lohnendere Geldanlage-Möglichkeiten nachdenken. Gerade weil Geld derzeit noch relativ günstig zu haben ist, liebäugeln viele Privatanleger mit Immobilien als Kapitalanlage. Ob die Investition in „Betongold“ allerdings so renditestark (und risikoarm) ist, wie erhofft, hängt davon ab, ob die Wert- und Mietpreisentwicklung eines Objekts richtig einschätzt wurde. Sowohl für eine geplante Vermietung, als auch bei der Option eines Verkaufs ist vor allem das Kriterium der Lage bedeutend. In jedem Fall sollte der Bauträger oder Makler eine Musterberechnung zur Rendite der Immobilie vorweisen können, die es sorgfältig hinsichtlich Kaufkosten, Erhaltungsaufwand, angenommenem Wiederverkaufspreis und Steuern zu prüfen gilt. Anleger mit langfristigen Vermietungsabsichten sollten zudem einkalkulieren, dass hohe Unterhaltungs- und Reparaturkosten die Rendite erheblich schmälern können. Die langfristige Anlage in Immobilienfonds verheißt keine Riesenrenditen, da diese Fonds verhältnismäßig teuer in der Verwaltung sind.

Auch die Anlage in Gold und Edelmetalle empfehlen Vermögensberater nicht unter dem Rendite-Aspekt, sondern zur Stabilisierung des Gesamtportfolios. In Zeiten volatiler Finanzmärkte kann es sinnvoll sein, sein Depot mit dem Kauf von Goldmünzen oder Barren abzusichern, da sich der Goldpreis häufig entgegengesetzt zu den Aktienkursen entwickelt. Ein Mix mit anderen Edelmetallen wie Silber, Platin und Palladium streut das Risiko abermals. Anders als Gold werden diese Rohstoffe zur industriellen Verarbeitung genutzt und unterliegen deshalb anderen Preisschwankungen als Gold. Analog zu dessen Handelsformen können aber auch die Edelmetalle sowohl in physischer Form, als auch beispielsweise via ETFs, Fonds oder Zertifikaten erworben werden. Allerdings wird empfohlen, nicht mehr als zehn Prozent des Gesamtvolumens in diese Rohstoffe zu investieren.

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Journalist

Kirsten Schwieger

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