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Viele Vorteile – gerade in Krisenzeiten

Das Leasen der Betriebsausstattung sichert Unternehmen eine hohe Flexibilität, schont die finanziellen Ressourcen und verbessert die Kreditchancen.

Die Leasing-Wirtschaft ist für den Neustart der Wirtschaft unverzichtbar.

Dr. Claudia Conen, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL), Foto: Presse 

Leasen liegt nach wie vor im Trend und die Leasing-Branche war im Jahr 2019 Deutschlands größter Investor mit einem Investitionsvolumen von 74,4 Milliarden Euro. Besonders kleine und mittlere Unternehmen schätzen die Flexibilität, die das Leasen der Betriebsausstattung verspricht. Denn wer Firmenwagen, Maschinen, Computer, Softwareprogramme oder Gebäude least, statt sie zu kaufen, findet oftmals speziell auf die Bedürfnisse seines Unternehmens maßgeschneiderte Lösungen. Und da Leasingverträge zeitlich befristet sind, ist die Betriebsausstattung stets auf dem neuesten technischen Stand. 

Noch wichtiger dürfte für viele Unter-nehmen aber ein anderer Vorteil des Leasings sein: Es verschafft Investitionsspielräume, denn das Unternehmen ist nicht gezwungen, auf einen Schlag eine große Summe für eine Anschaffung aufzubringen, sondern kann die laufenden Raten aus den erwirtschafteten Erträgen begleichen. Das wirkt sich auch positiv auf die Bilanz und das Rating der Banken für den Fall aus, dass ein Kredit aufgenommen werden soll. Denn Leasing-Objekte tauchen ebenso wenig wie die Verpflichtungen aus dem Vertrag in der Bilanz des Unternehmens auf. Dieser positive Effekt hat seit der Finanzkrise 2008 noch an Bedeutung gewonnen, da die Banken seit-dem aufgrund gesetzlicher Regelungen (Basel II und III) zurückhaltender bei der Vergabe von Krediten sind. So erweitert Leasing die Investitionsmöglichkeiten des Unternehmens. Zugleich bietet es eine verlässliche Kalkulation. Und für Unter-nehmen werden heute auch die breiten Angeboten von zusätzlichen Serviceleistungen immer interessanter.

Das Jahr 2020 hat mit der Corona-Pandemie die Vorteile des Leasings nochmals stärker in den Vordergrund gerückt. Da viele Unternehmen wirtschaftliche Verluste hinnehmen mussten und müssen, sind ihre Spielräume beschränkter als vor der Krise – da ist es sehr hilf-reich, flexibel agieren zu können und trotzdem auf dem neuesten Stand zu bleiben. Immerhin sei die Leasing-Wirtschaft selbst verhältnismäßig stabil durch die Krise gekommen, betont Dr. Claudia Conen, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unter-nehmen e.V. (BDL). Davon profitierten jetzt die Unternehmen, von denen sich in der Krise viele verschulden mussten, um überleben zu können. Während der Krise hat die KfW ihre Sonderprogramme auch für die Leasing-Gesellschaften geöffnet, wovon Leasing-Geber und ihre Kunden profitieren. Leasing ermögliche den Unternehmen in dieser Situation, liquiditätsschonend zu investieren und verringere dadurch die langjährige Verschuldung durch erzwungene Kreditaufnahmen. Und gerade in der Corona-Zeit und ihren Nachwirkungen gibt es für Unternehmen noch eine Möglichkeit, sich Liquidität zu verschaffen. Denn mittels Sale-and-lease-back (SLB) können Unternehmen ihre stillen Reserven, wie zum Beispiel gebundenes Eigenkapital, in Immobilien oder Maschinen nutzen. Beim SLB-Vertrag kauft die Leasing-Gesellschaft das Objekt – also die Maschine oder Produktionsanlage, den Lkw oder das Produktionsgebäude – vom künftigen Leasing-Nehmer und verleast es diesem anschließend wieder zurück. 

Für BDL-Hauptgeschäftsführerin Claudia Conen ist klar: „Die Leasing-Wirtschaft ist für den Neustart der Wirtschaft unverzichtbar.“ Die hohe Flexibilität kann für Unternehmen überlebenswichtig werden, vor allem, falls es zu einer neuen Pandemie kommen sollte.

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Journalist

Armin Fuhrer

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