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Selbst fertige Tomatensoßen gehen, angereichert mit frischen Tomaten, Kapern und Kräutern, glatt als selbst gemacht durch. ESSEN&TRINKEN

Creative Convenience Cooking

Täglich frisch zu kochen ist im Homeoffice genauso unrealistisch, wie Takeaway teuer und Fertiggerichte unsexy sind. Der Mix macht’s: Convenience goes Cooking.

Quarantänekochen ist in aller Munde. Kein Wunder, Restaurants sind schon seit Monaten dicht und jeden Tag Takeaway gibt das Portemonnaie auch nicht wirklich her. Doch auch der Faktor Zeit ist im Homeoffice begrenzt – insbesondere dann, wenn „nebenbei“ noch Schulaufgaben- oder Kinderbetreuung auf dem Stundenplan stehen. Jeden Tag frisch kochen ist also unrealistisch. Selbst mit Kochboxen (Fresh Convenience), die zudem auch schon in Richtung Takeaway-Budget tendieren. Damit die lieben Kinder – und man selbst auch – also täglich was Gesundes auf den Teller bekommen, heißt es entweder in größeren Mengen Vorkochen („Och nö, schon wieder der Eintopf von gestern und vorgestern?“) oder Upcycling. Letzteres meint das Aufmotzen von Fertigprodukten.

Pimp-Ideen für Fertiggerichte gab es auch schon vor Corona, aber in der Pandemie läuft dieser Trend zu Höchstform auf. Auf Pinterest und Instagram über-bieten sich Hobbyköche gegenseitig mit dicht und jeden Tag Takeaway gibt das Portemonnaie auch nicht wirklich her. Doch auch der Faktor Zeit ist im Homeoffice begrenzt – insbesondere dann, wenn „nebenbei“ noch Schulaufgaben- oder Kinderbetreuung auf dem Stundenplan stehen. Jeden Tag frisch kochen ist also unrealistisch. Selbst mit Kochboxen (Fresh Convenience), die zudem auch schon in Richtung Takeaway-Budget tendieren. Damit die lieben Kinder – und man selbst auch – also täglich was Gesundes auf den Teller bekommen, heißt es entweder in größeren Mengen Vorkochen („Och nö, schon wieder der Eintopf von gestern und verfeinern – egal ob italienisch, asiatisch oder als klassische Hausmannskost. Zum Beispiel Pilze anbraten, Olivenöl mit geriebener Zitronenschale über die erhitzten, frischen Tagliatelle geben und mit geriebenem Parmesan überstreuen – das toppt jede rosa-Mittelklasseitaliener-Soße. Selbst fertige Tomatensoßen gehen, angereichert mit frischen Tomaten, Kapern und Kräutern, glatt als selbst gemacht durch.

Sogar Instantnudeln können sich mit frischem Gemüse und/oder Fleisch sehen lassen. Als Asia-Style mit Tofu genauso wie als italienische Carbonara mit frischem Ei und Parmesan. Mit Butter und frisch geriebener Muskatnuss aufgepeppt schmeckt auch Kartoffelpüree aus der Tüte fast wie selbstgemacht. Daraus lassen sich sogar zünftige Kartoffelpuffer machen – oder Aufläufe mit Brokkoli und Blumenkohl.

Auch der Inbegriff des Fertiggerichts, der Tiefkühlpizza, lässt sich geschmacklich und optisch pimpen. Wer eine Pizza Margherita aus dem Tiefkühlfach mit frischem Gemüse wie Paprika, Zucchini, Champignons und Tomaten aufpeppt, bekommt sogar die tägliche Vitaminration in seine Kinder geschummelt. Salami ginge natürlich auch, allerdings bilden sich bei der heißen Kombi von gepökelter Wurst und Käse gesundheitsschädliche Nitrosamine.

Selbst mit Konserven lassen sich nahrhafte und ansehnliche Gerichte zaubern. Zum Beispiel Linseneintöpfe, verfeinert mit frischem Lauch, Karotten oder Kochwurst. Oder kalter Linsensalat mit klein gehackter Paprika und Tomaten in einer Olivenöl-Vinaigrette. Auch eine Dose Thunfisch kann die Basis eines Pasta-Gerichtes mit Sahne und TK-Spinat darstellen. Oder zusammen mit einem hartgekochten Ei und ein paar Walnüssen einen eintönigen grünen Salat in eine Kreation der französischen Riviera verzaubern. 

Fakten

Laut Statista verzehren 41 Prozent der Deutschen gerne Fertigprodukte. Beliebtestes TK-Produkt hierzulande ist Gemüse. Über eine Million Deutsche verwenden mehrmals in der Woche fertiges Kartoffelpürree.

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Journalist

Kirsten Schwieger

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