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Die Welt braucht Smarties

Die Smart City wird unsere Lebensqualität unseren Energieverbrauch und unsere Vorstellung traditioneller Städte verändern.


Unter dem Begriff Smarties stellen wir uns ja erstmal viele viele bunte kleine Schokolinsen vor, die vor allem Kinder, aber auch Erwachsenen eine Menge Freude bereiten. Der aus dem Englischen entlehnte Begriff hat in jüngster Zeit eine revolutionäre Entwicklung hingelegt. Smartphones, eine Automarke namens Smart,   smarte Fitness-Gadgets oder eine smarte Steuerung von Hausgeräten sind nur einige Beispiele. Die bunte Welt smarter Anwendungen aber erreicht einen zukunftsweisenden Höhepunkt, wenn wir auf die Möglichkeiten der Smart City blicken, die unsere Lebensweisen und unseren Energieverbrauch in revolutionärer Weise verändern werden.

Wir leben in einer Zeitenwende, wo klimaneutrales Denken nicht mehr ein Wunschtraum sein darf, sondern eine lebensnotwendige Voraussetzung für unsere Zukunft ist. Dabei helfen uns digitale Technologien, die die Interaktion von Mensch und Maschine verbessern, kognitive Systeme und künstliche Intelligenz einbeziehen und nachhaltige Lösungen für die Mobilität der Zukunft schaffen. Maschinen erobern immer mehr Einsatzbereiche unserer Umwelt. Die International Data Corporation (IDC) etwa rechnet mit weltweiten Ausgaben für kognitive Lösungen in Höhe von über 40 Mrd. US-Dollar bis zum Jahr 2020.

Für die Smart City hat das eine Vielzahl von Auswirkungen und ein enormes Entwicklungspotenzial. Wir müssen unsere Städte fortschrittlicher, grüner und effizienter ausstatten. Die Technik gibt uns faszinierende Mittel an die Hand. Es kommt aber darauf an, all die Smart Cities, die Smart Grids und und die sogenannten Smarten Quartiere als Unterform der Smart City auf die Bedürfnisse der Menschen abzustimmen. Schließlich stehen bei jedem Projekt Menschen im Mittelpunkt, die die Auswirkungen von Innovationen unmittelbar zu spüren bekommen. Das ist am spürbarsten in den eigenen vier Wänden. Von einem Smart Home sprechen wir ja, wenn die Haustechnik wie Heizung, Licht, Wassererwärmung und vieles andere vollautomatisiert und kostensparend ist. Das Smart Home nun kann Teil eines Smarten Quartiers und schließlich einer Smart City auf dem Weg zu einer (in noch weiter Zukunft liegenden) Smart World sein. Viele, viele bunte Smarties müssen dabei aber erst noch produziert, optimiert und erprobt werden!

Große Player der Forschung arbeiten dabei mit Großunternehmen sowie kleinen und mittleren Unternehmen bis zu öffentlichen Stellen und Institutionen eng zusammen. Cognitive Computing, Blockchain, autonomes Fahren und IoT-Plattformen, Produktinnovationen, Prozessverbesserungen und neue Geschäftsmodelle bieten ein gigantisches Aufgabenfeld.

Um die Chancen und Risiken der Digitalisierung auf kommunaler Ebene zu steuern, hat die Bundesregierung auf Beschluss des Staatssekretärsausschusses für nachhaltige Entwicklung bereits im Jahr 2016 die Dialogplattform Smart Cities eingerichtet. Sie soll helfen, den nationalen und internationalen Austausch zu stadtentwicklungspolitischen Fragen der Digitalisierung zu verbessern. Auf dieser Plattform diskutieren nationale Experten aus Städten, Landkreisen und Gemeinden mit kommunalen Spitzenverbänden, den entsprechenden Bundesressorts, Stadtbauministerien und Wissenschaftsorganisationen.

Fakten

Die Digitalisierung gibt uns Möglichkeiten an die Hand, Prozessverbesserungen unseres Zusammenlebens zu gestalten. Mt Smart Cities im Großen, Smarten Quartieren im Kleinen und Smart Homes im privaten Umfeld schaffen wir uns ein klimaschonendes und kostensparendes Lebensumfeld. 

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Journalist

Helmut Peters

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