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Gute Möbel sollten Ästhetik, Langlebigkeit und damit auch Nachhaltigkeit vereinen. HAUSBAU & ENTWICKLUNG

Großer Nachholbedarf

Innovationen bei den Materialien ermöglichen Möbel, die sowohl langlebig als auch ästhetisch sind, erklärt Lutz Dietzold, CEO German Design Council. 

Ergonomie und Benutzerfreundlichkeit, Qualität und zeitloses Design entscheiden letztlich über die Lebensdauer.

Lutz Dietzold, CEO German Design Council; Foto: Presse

Welche Rolle spielt heute das Thema Nachhaltigkeit bei Möbel und Möbeldesign?

Der Ruf nach Nachhaltigkeit ist zwar überall präsent, aber für die Möbelindustrie besteht noch eine Menge Nachholbedarf. Das Ziel ist ein sehr komplexes: Nachhaltig zu produzieren ist ein Widerspruch in sich, aber wir sehen beständig neue Materialinnovationen, die bei um-weltschonendem Ressourceneinsatz qualitativ hochwertige Möbel ermöglichen, die Langlebigkeit und Ästhetik vereinen. 

Was macht ein Möbelstück nachhaltig? 

Das fängt bei formalen Kriterien an, wie schadstofffreie Herstellung mit recyclingfähigen oder besser noch bereits recycelten Materialien, und Verzicht auf Verbundstoffe, die sich später nicht mehr trennen und daher nicht recyceln lassen. Nachhaltigkeit ist aber mehr als Materialwahl im Herstellungsprozess. Ergonomie und Benutzerfreundlichkeit, Qualität und zeitloses Design entscheiden letztlich über die Lebensdauer. Und das nachhaltigste Möbel ist das mit dem längsten Lifecycle. Designikonen, die an Wert gewinnen und über Generationen im Kreislauf bleiben, sind in Sachen Ökobilanz konkurrenzlos.

Liegt Holz im Trend?

Konsumenten legen Wert auf die Verwendung von natürlichen und umweltfreundlichen Materialien, dazu gehört natürlich auch Holz. Zudem ist Massivholz langlebig und enthält keine Schadstoffe. Aber Naturmaterialien sind begrenzte Ressourcen, weshalb wir aktuell viele Materialinnovationen beobachten können, die gerade aus Verzicht auf Holz ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. 

Haben Markenmöbeln Vorteile?

Premiummarken im Möbeldesign sind Benchmarks, wenn es um die Anforderungen an nachhaltiges Design geht. Da steckt unglaublich viel Produktions- und Material-Know-how in den Prozessen, das hinterher im Produkt erlebbar wird und dazu führt, dass so ein Möbel lange im Gebrauch bleibt.

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Journalist

Armin Fuhrer

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