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Digitales Zuhause: Im Winter sicher sein

Wenn es jetzt kalt, grau und ungemütlich ist, der eisige Wind durch die Straßen peitscht, man morgens im Dunkeln zur Arbeit geht und sich am Nachmittag im Dunkeln auf den Nachhauseweg macht, dann ist ein wohliges Heim geradezu Gold wert.

Alle viereinhalb Minuten wird in Deutschland irgendwo eingebrochen und die Polizei erteilt regelmäßig Ratschläge, wie man sich im Dunkeln vor Einbrechern schützen kann.

Gut, die Zeit der Ofenheizungen ist längst vorbei, als man mit Zeitungspapier und Kienspan
die Wärme erst einmal mühsam vorbereiten musste, während man bibbernd in der kalten Wohnung saß.

Heute sorgen meistens Zentralheizungen für wohlige Wärme, die man per Zeitschaltuhr einstellen kann. Doch auch diese Art der Heizungssteuerung ist inzwischen von gestern. Zunehmend setzt sich auch hierzulande der Trend zum Smart Home durch.

Dabei geht es in erster Linie nicht nur um die wohlige Wärme, die man per Smartphone-App schon auf dem Weg nach Hause gradgenau einstellen kann oder die Jalousien, die sich per App öffnen oder schließen lassen. Das ist nur eine Seite der Medaille.

Smart Home bedeutet die Vernetzung und Kommunikation aller Hausgeräte miteinander. Noch ist es eher eine Nische, in der sich das Thema bewegt, doch alle Anbieter von Haus- und Elektrogeräten haben Angebote, die Smart-Home-Lösungen betreffen. Der Grund: Die Digitalisierung erfordert neue Geschäftsmodelle und zunehmend werden vor allem die Inhalte zu neuen Geschäftsmodellen.

Ob Smart Home Living, Connected Living oder Home Connect, die Begriffe für den smarten Haushalt sind vielfältig und variieren von Anbieter zu Anbieter. Experten sind überzeugt: Beim Smart Home und den entsprechenden Dienstleistungen steht man erst am Anfang einer Entwicklung. Schon jetzt bieten Apps beispielsweise Hilfe beim Einkaufen an, indem sie Rezepte bieten, deren Zutaten man bequem beispielsweise beim Tiefkühllieferanten online bestellen kann, um beispielsweise den Sonntagsbraten oder den Festtagskuchen zu präparieren. Apropos Kuchen: –In Kombination mit einer Smartwatch können auch Fitnessziele und Kalorienverbrauch festgelegt werden, sodass die App beispielsweise eher kalorienarme Gerichte vorschlägt oder gleich die Bestellung dafür ausführt. Ganz zu schweigen von Sprachsteuerungen, die inzwischen zum State of the Art werden.

Doch gerade im Winter geht es ja nicht nur um das leckere Kochen und Backen zu Weihnachten, sondern vor allem um das Thema Digitale Sicherheit. Denn alle viereinhalb Minuten wird in Deutschland irgendwo eingebrochen und die Polizei erteilt regelmäßig Ratschläge, wie man sich im Dunkeln vor Einbrechern schützen kann.

Auch wenn die Kriminalstatistik nicht für eine gehäufte Anzahl von Einbrüchen während der Dunkelheit spricht, so hat die Vorsorge gegen Einbruchdiebstahl und Vandalismus doch sehr viel mit unserem passiven Sicherheitsgefühl in den dunklen Tagen zu tun. Hier bietet die Digitalisierung eine Reihe von Möglichkeiten, die einem Einbrecher zumindest vorspielen können, dass jemand zu Hause ist, auch wenn man sich eben doch auf Reisen befindet oder noch im Büro.

Licht und Lichtsteuerung sind da Möglichkeiten. Wobei die Zeiten der Schaltuhr, die sich immer zu einer bestimmten Uhrzeit einschaltet, längst passé sind. So kann man inzwischen aus der Ferne bequem per Smartphone-App eine steuerbare Beleuchtung, Rollläden und etwa auch Musikanlagen ein- und ausschalten, über zu Hause installierte Videokameras oder Bewegungsmelder Eingänge, Türen, Treppenhäuser und digital überwachen und so potenzielle Einbrecher abschrecken.

Natürlich sind auch „Ede und seine Freude“ inzwischen mit dieser Entwicklung gegangen und einige arbeiten nicht mehr mit Kuhfuß und Stemmeisen, sondern haben technisch aufgerüstet. Umso wichtiger ist deshalb bei jeder digitalen Sicherheitstechnik darauf zu achten, dass die Datenübertragung verschlüsselt stattfindet, denn sonst können die bösen Buben sie gerade bei der zunehmenden Vernetzung von Gerät zu Gerät abfangen. Insofern spielt die Übertragungssicherheit, die der Hersteller von digitaler Sicherheitstechnik anbietet, eine entscheidende Rolle. Dazu gehört auch, dass die voreingestellten Passwörter, die die Anbieter mitliefern, verändert werden sollten. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, doch immer wieder wird dies von den Nutzern vernachlässigt. Und wie heißt es so schön: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Doch vor diesem Spott kann man sich rechtzeitig schützen.

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Journalist

Frank Tetzel

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