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Eine Norm für die Financial Wellness

Wie eine DIN-Norm helfen kann, sich finanziell krisenfest aufzustellen.

Viele Menschen wollen die Lehren für die Zukunft ziehen und sich für die Zukunft krisenfest aufstellen.

Am 18. Januar 2019 wurde die DIN-Norm 77230 „Basis-Finanzanalyse für Privathaus-halte“ veröffentlicht – eine von rund 35.000 Normen in der gut 100-jährigen Geschichte des Deutschen Instituts für Normung und dennoch eine Sensation. Die 77230 ist nämlich die erste in Deutschland erarbeitete Norm für die Verbesserung der Finanzberatung.

Es dauerte nicht weniger als vier Jahre, bis sich Vertreter der größten Banken, Versicherungen, Vertriebe, Verbände und Organisationen, einschließlich Verbraucherschützern und Wissenschaftlern, auf einen einheitlichen Standard dafür verständigten, wie zukünftig die finanzielle Situation von Privatpersonen analysiert werden soll. Wie Finanzmakler, Bankberater und Versicherungsvermittler der eigentlichen Beratung und dem Verkauf eine objektive Analyse voranstellen können, die unabhängig ist von ihren eigenen Vorlieben, Schwerpunkten und Vertriebsvorgaben und sich ausschließlich an der Lebenssituation der von ihnen beratenen Verbraucher orientiert. Oder wie die Verbraucher selbst sich einen Überblick über ihre finanzielle Situation in Bezug auf Absicherung, Vorsorge und Vermögensplanung machen können.

Versicherungsagenten verkaufen Versicherungen, Bänker verkaufen Konten, Darlehen und Anlageprodukte und Bausparkassen-Vertreter verkaufen Bausparverträge. Und alle sind zutiefst davon überzeugt, dass ihre Produkte für jeden Kunden die wichtigsten sind. Wer sagt einem eigentlich objektiv und unvoreingenommen, was am wichtigsten ist und wirklich ganz oben auf der Prioritätenliste steht?

„Glücklicherweise gibt es jetzt die Norm, die verspricht, (…) Struktur in die Unstrukturiertheit, Ordnung ins Chaos zu bringen. Alle relevanten Risiken zu erfassen, zu bewerten, zu quantifizieren und ins Verhältnis zu meiner aktuellen finanziellen Lebenssituation zu setzen“, sagt Holger Rohde, Wissenschaftlicher Leiter Versicherungen und Recht der Stiftung Warentest. „Die Norm ist für eine gute Analyse nützlich. Eine Analyse ist unentbehrlich für eine gute Beratung. Der Nutzen einer genormten Analyse liegt in ihrer Orientierungskraft über Vertriebsorganisationen, Beratertypen und Produkteanbieter hinaus.“

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie und dem folgenden Lockdown sind in Deutschland mehr Menschen als jemals nach dem 2. Weltkrieg in Kurzarbeit. Nicht wenigen drohen sogar Kündigung oder Arbeitslosigkeit. Die Zukunft ganzer Branchen wie der Touristik und der Gastronomie ist ungewiss, in vielen Haushalten ist die verfügbare Liquidität schlagartig zurückgegangen. Ob und wann die alte Normalität zurückkehrt, ist offen.

Viele Menschen stellen sich daher derzeit ganz grundlegende Fragen wie: „Habe ich genügend Liquiditätsreserve, um für die nächsten Wochen oder Monate über die Runden zu kommen? Erdrücken mich demnächst meine Kredite? Habe ich überflüssige oder weniger wichtige Versicherungen, die mir jetzt ein Loch in das Budget reißen? Fehlen mir wichtige Versicherungen, um Krisen wie die aktuelle zu überstehen?“

Und dieses Bedürfnis stellt sich ihnen nicht nur für den Moment. Sie wollen vielmehr – von den aktuellen Ereignissen sensibilisiert – die Lehren für die Zukunft ziehen, sich für die Zukunft krisenfest aufstellen. Dazu sind ehrliche Antworten und neutrale, unvoreingenommene Experten elementar und werden erwartet.

Diese Erwartung hat aktuelle Parallelen – und aktuelle Gründe. Die Süddeutsche Zeitung hat Melanie Brinkmann und Christian Drosten zu neuen „Sexsymbolen“ gekürt, Brinkmann zur „Virologin fürs Herz“ und Drosten zum „Posterboy der Stunde“. Die Fachleute sind auf dem Vormarsch in unserer Gesellschaft und auf der ganzen Welt. In den USA hat der mahnende und Trump-kritische Virologe Anthony Fauci einen Zustimmungswert von über 80 Prozent, Präsident Donald Trump liegt selbst nur noch bei unter 42 Prozent.

Wenn die Wirtschaftsweisen formulieren: „Die Unsicherheit ist immens“ und damit ihre sehr fundierten Prognosen meinen, dann beschreibt das den Grad der Verunsicherung in unserer Gesellschaft. Und es ist verständlich, dass dieser Verunsicherung ein starkes Bedürfnis nach echter, begründeter Sicherheit entspringt. Neben Sicherheit sind aber auch Transparenz und Kundenorientierung zentrale Aspekte, welche für Privatpersonen und Kunden von entscheidender Rolle sind.

Was leiten wir daraus für die Analyse unserer privaten Finanzen ab? Die DIN 77230 bietet als Hilfsmittel viel Objektivität, Verlässlichkeit, Vertrauenswürdigkeit sowie Expertenstatus. Mit ihr gelingt eine umfassende Finanzanalyse für Privathaushalte.

Sie ist frei von jedwedem Verdacht, andere als die Verbraucherinteressen, in den Vordergrund zu stellen. Sie zeigt verlässlich tatsächliche Defizite und echte Prioritäten auf und schafft Sicherheit sowie Transparenz. „Sie dient als Erkenntnisinstrument zur Einschätzung der eigenen Situation“, sagt Holger Rohde. Sie ermöglicht den Verbrauchern, krisenfest in die Zukunft zu gehen und ist damit der Star der privaten Finanzanalyse.

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Journalist

Alicia Steinbrück

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