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Professor Dr. med. Frank Sommer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit e. V. HEALTHCARE

Männergesundheit ist weit mehr als Penis und Prostata

„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“ Der Leitsatz des Philosophen Arthur Schopenhauer ist gerade für Männer eine oft schmerzliche Erfahrung.

Bewegung in sein Leben einzubauen, kann so viel Spaß machen und die Lebensfreude aktivieren.

Ich stehe morgens beim Zähneputzen einbeinig auf dem linken Bein und abends dann einbeinig auf dem rechten Bein, so dass ich täglich zweimal zwei Minuten Balance trainiert habe. Jetzt fragen Sie sich sicherlich, warum ich Ihnen das erzähle. Weil es eine einfache, aber sehr effektive Übung ist, etwas Gutes für Körper und Geist zu tun. Bewegung in sein Leben einzubauen, kann so viel Spaß machen und die Lebensfreude aktivieren.

Männer mögen es nicht sonderlich, wenn ihr Gesundheitsverhalten kritisiert wird: Fakt ist aber, dass Männer deutlich weniger gut auf ihren Körper achten als es beispielsweise Frauen tun! Mann betreibt viel lieber eine Reparaturmedizin, er geht also meist erst dann zum Arzt, wenn es weh tut.

Dabei ist Vorsorge auch für Männer gut: Wussten Sie z. B., dass Erektionsstörungen, wenn diese auf Gefäßerkrankungen wie die Arteriosklerose zurückgehen, ein früher Hinweis dafür sein können, dass man in den nächsten vier bis acht Jahren einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erleiden oder sogar erblinden kann? Mit der einfachen und schmerzfreien farbkodierten Doppler-Duplex-Sonografie am Penis kann die Ärztin/der Arzt ein entsprechendes Risikoprofil erstellen.

Der Mann braucht darüber hinaus auch keine Angst zu haben, sich bei Erektionsproblemen so früh wie möglich an einen Arzt zu wenden, denn mittlerweile muss keiner mehr unter Erektionsstörungen leiden. Beim Männerarzt gibt es neben einer umfangreichen Diagnostik der Nerven mittels Biothesiometrie auch eine Möglichkeit, um die Potenzmuskelkraft anhand eines EMGs zu ermitteln, welches die elektrischen Signale der Penis- und Beckenbodenmuskulatur misst.

Weiß der Arzt schließlich, woran es dem Mann fehlt, lassen sich daraus entsprechende Trainingsprogramme ableiten, um die Manneskraft nachhaltig zu stärken. Wichtig ist aber immer: Keine Therapie ohne Diagnostik!

Besonders wichtig für die Männergesundheit sind ferner eine lebenslange körperliche Aktivität und ein gesunder Lebensstil, wobei die Ernährung und hygienische Maßnahmen auch eine zentrale Rolle spielt. Wer dies beherzigt, wird es sehr wahrscheinlich schaffen, 20 Jahre lang 40 Jahre alt zu sein.

Zu einer guten Vorsorgemedizin gehört der regelmäßige Check-up der Prostata, die sich gerade mit zunehmendem Alter wortwörtlich zum wunden Punkt des Mannes auswächst.

Nicht zu vergessen sind zudem die männliche Psyche und die mentale Gesundheit des Mannes. Stress und berufliche wie private Herausforderungen spielen heutzutage eine immer größer werdende Rolle für das Allgemeinbefinden. Deshalb, liebe Männer, kümmern Sie sich bitte auch um Ihr mentales Wohlergehen. Auf diese Weise und mit regelmäßiger Vorsorge fügt Ihr Eurem Leben nicht nur mehr Tage hinzu, sondern werdet an den gewonnenen Tagen sogar mehr Leben erfahren.

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Journalist

Prof. Dr. med. Frank Sommer

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