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Wenn es um nachhaltige Mobilität geht, führt mittlerweile kein Weg mehr an der Elektromobilität vorbei. BUSINESS MOBILITY

E-Autos im Blick nach vorne

Um die Herausforderungen des Klimawandels als Gesellschaft zu meistern, muss letztendlich jeder einzelne von uns seinen Teil dazu beitragen.

Ein entscheidender Beitrag hierzu liegt in der Elektromobilität. 100 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr stößt der Pkw-Verkehr allein in Deutschland aus. Um diese Menge abzubauen, wäre ein Wald nötig, der größer ist als die gesamte Fläche von Deutschland. Doch statt sinkender Emissionen verzeichnen wir weiterhin einen CO2-Anstieg. Da nun mal Klimawandel und Auto miteinander verbunden sind, kommt man um das Thema „Elektromobilität“ nicht mehr herum. Das gilt für den Privatverkehr wie für die gewerbliche Nutzung: E-Autos fahren komplett CO2-neutral und sind dank des leisen Antriebs nahezu ohne Lärmbelästigung unterwegs. 

Mittlerweile nimmt der Verkauf von Elektroautos in Deutschland zunehmend Fahrt auf. Zusammen mit Plug-in-Hybriden war jede dritte Neuzulassung im November ein Elektroauto. Sie liegen in Deutschland auf Platz zwei der beliebtesten Fahrzeuge mit alternativen Antrieben. Das steigende Umweltbewusstsein der Autofahrer, die staatliche Förderung und nicht zuletzt der Fahrspaß, den die Elektroautos mit ihrer Spurtkraft und Antrieb haben, führen zu diesem Erfolg. Hinzu kommt, dass auch die Modellangebote der Hersteller immer attraktiver und überzeugender werden.

Bei der aktuellen Marktübersicht von Elektroautos gibt es schon 72 Modellreihen. Zählt man noch Modellversionen mit unterschiedlichen Karosserieformen, Batteriegrößen und anderer Leistungen und Reichweiten dazu, sind es schon rund 170 Modelle. „Selbst wer knallhart rechnet, fährt mit einer ganzen Reihe von Elektromodellen heute schon billiger als mit einem vergleichbaren Verbrenner – die Gesamtkostenbilanz von der Anschaffung über den Betrieb bis hin zu Wartung und Pflege ist beim Elektromodell in vielen Fällen besser“, schreibt der ADAC.

Um allen Antriebskonzepten im Vergleich des Energieverbrauch gerecht zu werden, gibt es eine sogenannten Well-to-Wheel („vom Brunnen zum Rad“)-Betrachtung. Damit können Elektro- oder Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge fair mit Gas, Benzin- und Dieselfahrzeugen verglichen werden. Die am Fahrzeug gemessenen CO2-Emissionen und die Emissionen, die für die Bereitstellung des jeweiligen Kraftstoffs/Stroms entstehen, werden addiert. 

Bei der Lebenszyklus-Analyse kommen die CO2-Emissionen, die bei der Produktion des jeweiligen Fahrzeugs anfallen, noch hinzu. Hier zeigt sich, dass das Elektroauto einen CO2-Rucksack mit ins Leben schleppt, der deutlich größer ist als der von Autos mit einem Verbrennungsmotor. Grund dafür ist die energieaufwendige Produktion der Batteriezellen.

Im Fahrbetrieb jedoch baut das Elektroauto den Rucksack wieder ab – je sauberer der Betriebsstrom hergestellt wird, umso schneller. Die CO2-Bilanz des ADAC ergibt, dass der CO2-Nachteil von Batterieautos ab Fahrleistungen von 50.000 bis 100.000 Kilometern ausgeglichen wird. 

Schaut man allein auf die Bruttolistenpreise, sind Elektroautos teuer, aber betrachtet man die gesamten Betriebskosten, also Steuern, Versicherung, Wartung und Energiekosten, und rechnet die Umweltboni mit, dann fährt man mit einem Elektroauto oft überraschend günstig im Vergleich zu einem entsprechenden Pkw mit Verbrennungsmotor. 

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Journalist

Christiane Meyer-Spittler

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