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E-Mobilität nimmt an Fahrt auf

Immer mehr Unternehmen überlegen derzeit, ihren Fuhrpark mit Elektroautos aufzustocken oder diesen vollständig auf E-Mobilität umzustellen.

Beim Umstieg auf die Elektromobilität spielen auch emotionale Kriterien eine wichtige Rolle.
Inhalt: E-Mobilität    

Ein Grund dafür sind die Steuererleichterungen der Bundesregierung. Diese will bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straßen zu bringen. Und das zu erreichen, hat sie am 1. Juli die Umweltprämie für Elektroautos und Plug-in-Hybride bis Ende 2020 verlängert. Die Prämie wird mit je 50 Prozent von der Bundesregierung
und der Autoindustrie finanziert. Beim
Kauf eines Batterieautos bedeutet dies einen Zuschuss von bis zu 4.000
Euro, für Hybridautos 3.000 Euro.
Prämien sind allerdings nur für Modelle mit einem Listenpreis von maximal 60.000 Euro möglich. Die Kaufprämie habe sich bewährt, die Zahl der Anträge steige stetig an, teilte Bundeswirtschaftsminister Peter
Altmaier
zur neuen Förderrichtlinie mit. Zudem kommen Unternehmen derzeit noch zehn Jahre in den Genuss einer Kfz-Steuer-Befreiung für Elektrofahrzeuge, das Laden beim Arbeitgeber ist von der Einkommensteuer befreit. Und auch die Ladeinfrastruktur bezuschusst die Bundesregierung.

Elektroautos, E-Transporter und Busse haben gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor drei wesentliche Vorteile. Sie sind leise, sie fahren emissionsfrei und ihr Motor ist nicht sehr wartungsintensiv. Skepsis bezüglich der Reichweite ist nicht angebracht: Denn Elektrofahrzeuge sind heute bereits mit knapp 600 Kilometern Reichweite erhältlich. Das reicht allemal für Unternehmen, deren Fahrzeuge vor allem im Stadtverkehr unterwegs sind. Auf kürzeren auf Fahrten spart die umweltschonende Alternative jedoch nicht nur CO2, sondern auch Spritkosten. Flotten von Handwerksbetrieben, Pflegediensten, Kurierservices oder Paketauslieferern sind somit für den Einstieg in die Elektromobilität geradezu prädestiniert. Weitere Pluspunkte: Die Akkukapazitäten werden ständig weiterentwickelt, die Ladegeschwindigkeit verbessert sich kontinuierlich. Viele Elektroautos lassen sich in weniger als 30 Minuten aufladen. Auch das deutsche Ladenetz nimmt an Fahrt auf. Dienstwagen lassen sich daher auf längeren Strecken problemlos aufladen. Smarte Apps zeigen den Fahrern die Ladesäulen unterwegs an.

Beim Umstieg auf die Elektromobilität spielen auch emotionale Kriterien eine wichtige Rolle. Viele Unternehmen setzen auf Elektromobilität, weil sie einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und den CO2-Ausstoß reduzieren wollen. Daneben können drohende Fahrverbote in Städten entscheidende Argumente sein. Und nicht zuletzt führt das umweltbewusste Fahren zu einer positiven Wahrnehmung bei Kunden und in der Öffentlichkeit. Denn nachhaltiges Handeln kommt in der Gesellschaft gut an. Auch wenn die Kosten in der Anschaffung häufig höher sind als bei Dieselfahrzeugen und Benzinern und bei der Öko-Bilanz noch Luft nach oben ist, wird sich auf lange Sicht der Einsatz von grünen Autos in der Flotte lohnen.

Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich auch E-Scooter und E-Bikes. Mitarbeiter kommen damit emissionsfrei von einem Unternehmensstandort zum anderen oder zu Terminen. Kleinere Lieferungen lassen sich mit einem E-Lastenrad einfach erledigen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Parkplatzsuche fällt weg, Fahrräder und Scooter brauchen weniger Platz als Firmenwagen und innerstädtisch kommen die elektronischen Zweiräder meistens sogar schneller ans Ziel als Autos.

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Journalist

Chan Sidki-Lundius

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