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Effektiver Schutz gegen Einbrüche

In der dunklen Jahreszeit herrscht für Einbrecher Hochkonjunktur. Doch es gibt viele Möglichkeiten, sein Eigenheim oder seine Wohnung gegen Diebe zu schützen. 

Einbrecher werden von der Dunkelheit angezogen wie Insekten vom Licht.

Der Schutz gegen Einbrecher ist zu jeder Jahreszeit wichtig – aber besonders gilt das für die dunklen Monate, denn jetzt haben Einbrecher Hochsaison. Einen Einbruch in das Eigenheim oder die Wohnung kann man zwar niemals völlig ausschließen, aber mit gezielten Maßnahmen lässt sich die Gefahr deutlich reduzieren. Das zeigt der Rückgang der Einbruchzahlen seit einiger Zeit. Wurden 2016 rund 151 000 Einbrüche registriert, so waren es im Jahr 2017 noch 116 000. 45 Prozent davon waren erfolglos. Den Rückgang werten Kriminalexperten als Erfolg der verschiedenen Präventionskampagnen der vergangenen Jahre. Doch die Zahl ist natürlich noch immer erschreckend hoch.

Dabei gibt es ganz verschiedene und zum Teil sehr einfache, mit wenig Aufwand verbundene Maßnahmen, um Einbrecher abzuschrecken. Erste Regel: Einbrecher werden von der Dunkelheit angezogen wie Insekten vom Licht. Wer also zu Hause während seiner Abwesenheit eine oder mehrere Lampen anlässt, suggeriert potenziellen Dieben, dass jemand daheim ist. Die Folge: Für gewöhnlich machen sie einen großen Bogen um das Haus. Das gilt sowohl nachts als auch in der dunklen Jahreszeit für die Stunden des Tages, in denen die Sonne untergegangen ist. Auch Außenbeleuchtung ist ein wirksamer Schutz. Ebenso kann man mit speziellen, im Handel erhältlichen Lampen den Eindruck erwecken, im Haus flimmere ein Fernseher. Daneben bietet natürlich auch eine Alarmanlage Schutz.

Das größte Einfallstor für Diebe sind Fenster und Türen. Ein offenes oder auf Kipp gestelltes Fenster ist quasi eine Einladung für einen Einbrecher, die er gern annimmt. Um sich Zutritt zu verschaffen, benötigt er bei einem gekippten Fenster meist nur wenige Handgriffe und Sekunden. Das gilt naturgemäß besonders für Fenster im Erdgeschoss oder im Keller. Aber auch höher gelegene Fenster können dem Dieb Zutritt bieten, wenn sich nämlich beispielsweise eine Leiter in der Nähe befindet, die er für den Einstieg benutzen kann.

Um Einbrüche über die Fenster zu verhindern, ist aber auch eine moderne Sicherheitstechnik nötig. Dafür gibt es im Fachhandel spezielle Angebote. Fenster, die nach der DIN-Norm EN 1627 mit speziellen Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet sind, können je nach Widerstandsklasse bis zu fünf Minuten einem Einbrecher standhalten, ehe er den Aufbruch bewerkstelligen konnte – oftmals hat er in der Zwischenzeit längst aufgegeben. Sie sind zwar etwas teurer, aber wer hier nicht an der falschen Stelle spart, kann vielleicht hohe Kosten vermeiden, die durch einen Einbruch entstehen können. Auch spezielle Sicherheitstürbeschläge bieten mehr Sicherheit. Informationen für Interessierte gibt es bei den polizeilichen Beratungsstellen vor Ort.

Es ist immer billiger, an solche Maßnahmen gleich beim Bau eines Hauses zu denken. Doch auch die Umrüstung von Häusern oder einzelnen Wohnungen ist natürlich möglich, aber zumeist mit etwas höheren Zusatzkosten verbunden. Damit die Sicherheit keine Frage des Geldes ist, bietet der Staat über die Kreditanstalt für Wiederaufbau Förderungen in Form von zinsgünstigen Krediten. Die Anforderungen basieren auf Empfehlungen der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention sowie der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Fakten

Die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche in Deutschland ist zwar gesunken, aber der Schutz davor bleibt trotzdem sehr wichtig. Schon mit einfachen Mitteln können potenzielle Einbrecher abgehalten werden. Moderne Sicherheitstechnik bietet zusätzlichen guten Schutz. Der Staat bietet finanzielle Förderung.

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Journalist

Armin Fuhrer

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