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Professor Dr. med. Frank Sommer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit e. V. und der erste Professor für Männergesundheit in Deutschland WELLBEING

Der Penis ist die Antenne des Herzens

Frauen sind bekanntlich sehr an Vorsorgemedizin interessiert, sie gehen daher auch zum Arzt, um eben nicht ernsthaft krank zu werden. Gesundheitsvorsorge tut ebenso Männern gut! Jedoch achten Männer deutlich weniger auf sich und ihre Gesundheit, als es Frauen tun. Der Mann betreibt sehr viel lieber eine Reparaturmedizin, er geht also immer nur dann zum Arzt, wenn es etwas zu reparieren gibt.

Ein beliebtes Beispiel dafür sind Erektionsstörungen. Der Mann sieht meist über die anfängliche Schwäche des Gliedes hinweg, erst ist der Stress Schuld daran, später das zunehmende Alter. Erst wenn gar nichts mehr geht, findet der Mann seinen Weg zum Arzt – ein gefährliches Spiel mit der Gesundheit!

Nicht selten verstecken sich nämlich hinter Erektionsstörungen – neben einem Testosteronmangel oder psychischen Problemen – beginnende Gefäßerkrankungen, wie z. B. die Arteriosklerose. In einem solchen Fall wird die Erektionsstörung plötzlich zum meist im Frühstadium einzig sichtbaren Hinweis auf einen drohenden Schlaganfall oder Herzinfarkt – und das zwischen vier und acht Jahren vorher!

Der Urologe oder spezialisierte Männerarzt ist in der Lage, mit der farbcodierten Doppler-Duplex-Sonografie am Penis ein persönliches Risikoprofil zu erstellen. Deshalb sollten Männer mit Problemen der Erektionsfähigkeit zur Abklärung immer einen entsprechenden Arzt oder eine Ärztin für Männergesundheit aufsuchen.

Ist die Ursache für die Potenzschwäche schließlich gefunden, lassen sich daraus Maßnahmen ableiten und entsprechende Trainingsprogramme erstellen, um zum einen das Herz zu schützen, zum anderen aber, um die Manneskraft nachhaltig zu stärken. Wichtig ist dabei immer: Keine Therapie ohne Diagnostik!

Besonders wichtig für die Männergesundheit sind ferner eine lebenslange körperliche Aktivität und ein gesunder Lebensstil. Wer dies beherzigt, wird es sehr wahrscheinlich schaffen, 20 Jahre lang wie 40 Jahre zu wirken und sich seine geistige, körperliche und sexuelle Gesundheit zu bewahren.

Männer müssen dafür auch keinesfalls zum Ironman werden. In den meisten Fällen genügt es bereits, kleine Trainingsprogramme regelmäßig durchzuführen. Die Deutsche Gesellschaft für Mann und Gesundheit e. V. (DGMG) hat hierzu beispielsweise ein 3-minütiges Trainingsprogramm entwickelt, das Mann lediglich 3-mal wöchentlich durchführt.

In diesem Sinne, liebe Männer, hören Sie auf Herz und Penis und gehen Sie regelmäßig zur Gesundheitsvorsorge!

 

Herzliche Grüße,

Ihr Professor Dr. med. Frank Sommer

Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit e. V. und der erste Professor für Männergesundheit in Deutschland

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Journalist

Professor Dr. med. Frank Sommer

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