European Media Partner
Alexandra Schneider, Portalbetreiberin www.aktion-pro-eigenheim.de und www.energie-fachberater.de HAUSBAU & ENTWICKLUNG

Entlastung dringend gesucht – heißer Herbst auf dem Immobilienmarkt

Vom Traumhaustraum verabschieden, möchten sich die Wenigsten.

Wann kommt es denn endlich? Und steht es mir zu?

Fragen über Fragen zum Thema Nummer eins unter Bauherren und Immobilienkäufern in den letzten Monaten. Es geht um das Baukindergeld. Ein so großes Echo schon vor der Einführung hat bisher wohl keine Förderung ausgelöst. Sehnsüchtig erwartet von allen, die den Anschluss verloren haben auf einem Immobilienmarkt, bei dem das untere Ende der Preisskala bei „eigentlich schon viel zu teuer“ liegt – nach oben hin offen. Andererseits aber auch viel kritisiert als die Preisspirale anheizend. Familien ficht das nicht an. Der hohe Zuschuss – pro Kind und Jahr erhält jede Familie zehn Jahre lang 1200 Euro – verspricht etwas Luft in der schwierigen Phase der Finanzierung. Denn vom Traumhaustraum verabschieden, möchten sich nur die Wenigsten. Zumal auch nicht nur die Bau- und Kaufkosten steigen, sondern auch die Mieten!

Die zunehmende Anspannung auf dem Wohnungsmarkt haben in den vergangenen Jahren viele am eigenen Leib erfahren. Die eigenen vier Wände sollen ihnen einen Ausweg aus der Spirale der knappen Wohnungen und teuren Mieten ermöglichen, so der Wunsch. Ob das klappen wird? In den Großstädten ist Wohneigentum kaum noch bezahlbar. Es gilt in vielerlei Hinsicht flexibel zu sein. So hat sich der Fokus vom Neubau auch hin zu Immobilien im Bestand verlagert. Attraktive Lage, gewachsenes Umfeld – die Vorteile sind nicht zu übersehen. Und die Preise entsprechend hoch, trotz oftmals noch nötiger Sanierungsmaßnahmen. In jedem Fall gilt: genau hinschauen und konservativ kalkulieren. Das verhindert, dass finanzielle Engpässe den Wunsch vom Eigenheim unschön beenden.

Apropos Engpässe: Nicht ohne Grund gibt es in Bayern einen „Nachschlag“ in Sachen Förderung. In vielen Regionen ist hier die Situation besonders angespannt, zusätzliche Zuschüsse sollen für Entlastung sorgen. Zum einen das bayerische Baukindergeld Plus als Aufstockung des bundesweiten Baukindergelds. Zusätzlich, schon Anfang September gestartet, die bayerische Eigenheimzulage, die nicht nur von Familien beantragt werden kann.

Ist das der Startschuss für einen heißen Herbst auf dem Immobilienmarkt? Ob die Kritiker Recht behalten oder die positiven Effekte überwiegen, wird sich schnell zeigen, denn das Baukindergeld gibt es nur für einen begrenzten Zeitraum von drei Jahren. Entspannt wird die Marktsituation in den kommenden Jahren also eher nicht!

Teile diesen Artikel

Journalist

Alexandra Schneider

Weitere Artikel