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Horst Fittler, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) BUSINESS MOBILITY

Drei Experten zum Fuhrparkmanagement

Leasing

Horst Fittler, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL)

Ob Transporter, Dienstwagen oder Flottenfahrzeuge - zu den beliebtesten Leasing-Gütern gehört alles, was Räder hat. Inzwischen ist mehr als jedes dritte neu zugelassene Fahrzeug geleast. Zahlreiche gute Gründe sprechen für Leasing: Stets das neueste, umweltfreundlichste Modell zu fahren oder keine Mühe mit der Vermarktung des Gebrauchtwagens zu haben, sind nur zwei davon. Neben besserer Planbarkeit und Kostenkalkulation sorgt Leasing auch für mehr Flexibilität. Zudem ist Leasing ist seit Langem mehr als reine Finanzierung, besonders beim Fahrzeugleasing. Wenn es um ergänzende Dienstleistungen (Inspektion, Wartung, Schadensmanagement etc.) rund um die Fahrzeugnutzung geht oder um das komplette Fuhrparkmanagement, schätzen die Kunden bereits das Angebot aus einer Hand: der Leasing-Gesellschaft.

Darüber hinaus beobachten wir einen Trend zu einer ganzheitlichen Betrachtung des Mobilitätsbedarfs, der sich derzeit vor allem auf die Ballungsräume konzentriert. Es werden Kilometer eingekauft, unabhängig davon, ob diese Kilometer in der Bahn, dem Flugzeug oder mit dem Auto zurückgelegt werden. Denkt man weiter in Richtung Mobilitätsdienstleistungen, ist es vorstellbar, dass Leasing-Gesellschaften auch Carsharing oder Travelmanagement im Rahmen von Plattform-Angeboten integrieren. Viele Leasing-Gesellschaften entwickeln entsprechende Mobilitätslösungen.


Foto: Presse

Carsharing im Fuhrpark

Gunnar Nehrke, Geschäftsführer Bundesverband CarSharing e.V. (bcs)

Carsharing hat gegenüber klassischen Dienstwagen-Lösungen mehrere Vorteile. Es sorgt für eine effizientere Auslastung im Fuhrpark und hilft Fahrzeuge und Kosten einzusparen. Zudem verbessert es die Kostentransparenz. Durch Corporate-Carsharing-Lösungen können Mitarbeiter*innen Poolfahrzeuge online selbstständig buchen. Eine Kontaktaufnahme mit dem Fuhrpark- oder Reise-Management ist nicht mehr notwendig. Abgerechnet wird automatisch pro Nutzung. Die Rechnungen werden Mitarbeiter*innen, Kostenstellen oder Abteilungen entsprechend zugeordnet. Das senkt den Zeitaufwand und die Kosten.

Unternehmen können Carsharing nur firmenintern anbieten oder auf öffentliche Carsharing-Angebote zurückgreifen. Durch die Teilnahme am öffentlichen Carsharing ergeben sich nicht selten Kosteneinsparungen von bis zu 50 Prozent im Vergleich zu Fahrzeugen im eigenen Fuhrpark. Denn es wird nur noch für die tatsächliche Nutzung bezahlt. Öffentliche Carsharing-Angebote gibt es in rund 740 Städten und Gemeinden. Die Stationen sind dezentral über das Stadtgebiet verteilt. Für größere Kunden richten die Anbieter auch Stationen direkt an Unternehmensstandorten ein. Zudem können feste Zeiten vereinbart werden, in denen die Fahrzeuge nur dem Unternehmen vorbehalten bleiben.

Mit einer Nutzung öffentlicher Carsharing-Angebote, können Firmen zu einer besseren Auslastung dieser Fahrzeuge und somit zum Erfolg dieser Verkehrsart beitragen., welche nachweislich zu einem ökologischeren Mobilitätsverhalten der Nutzer*innen führt.


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Mobilitätslösungen für den Fuhrpark

Marc-Oliver Prinzing, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Fuhrparkmanagement e. V. (BVF)

Wenn es um technologische Entwicklungen geht, haben Fuhrpark- und Mobilitätsverantwortliche mehr und mehr zu lernen. Im Fuhrpark geht es im Schwerpunkt um Wirtschaftlichkeit und Technik, also um Antriebsarten und die optimalen Einsatzmöglichkeiten der einsatzbereiten Technologien, sowie um Telematik, IT-Unterstützung und Assistenzsysteme. Ob Elektromobilität, Shared Mobility oder eine Car-Allowance passen, hängt individuell von den Bedürfnissen und Einsatzarten des jeweiligen Unternehmens ab. Es geht letztlich um die Balance zwischen Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, Bedarfsgerechtigkeit, Kostentransparenz, Motivation und Sicherheit. Aus Sicht des Fuhrparkverbandes ist der unternehmensübergreifende Blickwinkel der wichtigste Erfolgsfaktor für ein umfassenderes und innovatives Mobilitätsmanagement. Dazu zählt auch die Organisation der betriebsbedingten Mobilität: Wie kommen meine Mitarbeiter zu ihrem Arbeitsplatz? Strategien für eine bessere Mobilität müssen ressort- und abteilungsübergreifend entwickelt und optimiert werden. Und das muss auch in der beruflichen Qualifizierung berücksichtigt werden. Neu für Fuhrpark- und Travelmanager*innen ist beispielsweise der Zertifikatslehrgang zum BVF-Mobilitätsmanager (zur Mobilitätsmanagerin), der eine umfassende Sicht auf betriebliche Mobilität und die Fähigkeit, Mobilitätsmanagementprojekte fachlich zu leiten, bietet.

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Journalist

Helge Stroemer

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