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Reinhold von Eben-Worlée, geschäftsführender Gesellschafter der E.H. Worlée & Co. KG MANAGEMENT

Starke Stimme des Unternehmertums

Seit nunmehr 70 Jahren repräsentieren DIE FAMILIENUNTERNEHMER die wirtschaftspolitischen Interessen der mittlerweile rund 180.000 Familienunternehmer in Deutschland.

Freiheit, Eigentum, Wettbewerb und Verantwortung: Für diese Werte stehen wir ein.   

Wie keine andere Organisation in Deutschland vertreten DIE FAMILIENUNTERNEHMER die Interessen familiengeführter Betriebe. Das Prinzip der Einheit von Risiko und Haftung, ein fairer Wettbewerb und die Übernahme von Verantwortung stehen für die 6.000 Mitglieder weit oben auf der Agenda. Was viele nicht wissen: Rund 90 Prozent der Unternehmen in Deutschland sind Familienunternehmen. Diese beschäftigen etwa 8 Millionen Mitarbeiter, das entspricht 60 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze. Auch in der Ausbildung sind Familienunternehmen ganz weit vorn – immerhin stellen sie rund 80 Prozent aller Ausbildungsplätze. 

Anlässlich des letzten Parlamentarischen Abends kamen Familienunternehmer und Vertreter der Bundestagsfraktionen in Berlin zu Diskussion und Austausch zusammen. Präsident Reinhold von Eben-Worlée eröffnete mit seiner Rede die Kampagne zum 70-jährigen Jubiläum des Verbands. Dieser wurde 1949 gegründet, um Ludwig Erhards Kampf für die Soziale Marktwirtschaft zu unterstützen. Seitdem setzen sich DIE FAMILIENUNTERNEHMER konsequent für eine ordnungspolitische Wirtschaftspolitik ein. In seiner Rede kritisierte Reinhold von Eben-Worlée folglich nicht nur die Sozialausgaben, die seiner Meinung nach drohen, das Solidarprinzip der Sozialen Marktwirtschaft zu sprengen, sondern auch die Vorstöße des Bundeswirtschaftsministers für eine neue staatliche Industriepolitik. Nationale Champions entstünden im Wettbewerb, nicht durch staatliche Subventionen, so sein Credo.

Deutliche Worte fand er zuletzt auch für die Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums, das offenbar plant, die Hürde des Meisterzwangs für viele Handwerksberufe wieder zu errichten. „Dies ist der nächste Baustein in der wettbewerbsfeindlichen Agenda von Bundeswirtschaftsminister Altmaier. Bereits mit seiner nationalen Industriestrategie hat er versucht, den Wettbewerb in Deutschland zu torpedieren. Nun tritt er dafür ein, erfolgreich von der Meisterpflicht befreite Gewerke zurück in dies Zwangskorsett zu drängen“, kritisiert Reinhold von Eben-Worlée. Für viele erfolgreiche Handwerker bedeute dies ein derber Schlag für ihre Selbständigkeit und für viele Auftraggeber ein Hindernis für Investitionen. Schon jetzt müssten Privatkunden und Betriebe oft wochenlang auf geeignete Handwerker warten. „Die Wiedereinrichtung dieser Hürde für eine Selbstständigkeit von Handwerkern, gerade in Zeiten des Fachkräftemangels, zeigt, wie weit sich unser Wirtschaftsministerium von wettbewerblichen Strukturen entfernt hat“, so der Verbandspräsident weiter. Das Thema Europa beschäftigt DIE FAMILIENUNTERNEHMER ebenfalls. Daher setzen sich diese dafür ein, dass national gewählte Regierungen nicht aus der politischen Verantwortung entlassen werden, Risiko und Haftung sollten auch für Staaten gelten.

Seine Ideen, Forderungen und Positionen trägt der Verband von Berlin aus in die Landesverbände und Regionen. Zu den politischen Forderungen für den Bereich des Arbeitsmarktes gehört: Vorfahrt für Beschäftigung. Hier macht sich der Verband für mehr unternehmerische Freiheit, Bürokratieabbau und Flexibilität am Arbeitsmarkt stark. In puncto Energiewende setzen sich DIE FAMILIENUNTERNEHMER für eine marktwirtschaftliche Energiepolitik ein, die keinem Unternehmen den Stecker zieht. Zur Bildungspolitik vertritt der Verband die Auffassung: Nachwuchs ist die beste Fachkräftesicherung. Für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben bräuchten Kinder eine gute Bildung und lebensnahe – auch wirtschaftliche – Lerninhalte, so eine der zentralen Forderungen. Im Bereich der Steuerpolitik kämpft der Verband für eine krisenpräventive Steuerpolitik, die die Eigenkapitalbasis von Unternehmen stärkt und ihnen Anreize bietet, in Deutschland zu produzieren und zu investieren. Einheit von Risiko und Haftung: So lautet die Devise für den Finanzmarkt und die Bankenregulierung. Und schließlich ist es den Familienunternehmer ein wichtiges Anliegen, die Digitalisierung zu befeuern.

Das Jubiläum soll bei den Familienunternehmer-Tagen am 9. und 10. Mai in Berlin ausgiebig gefeiert werden. Ein rauschendes Fest soll es werden. Nicht minder rauschend wird es danach mit Sicherheit weitergehen: Denn da stehen noch viele Missionen an.

Fakten

Der geschäftsführende Gesellschafter der E.H. Worlée & Co. KG ist seit 2017 Präsidenten des Verbands. Die Worlée-Unternehmensgruppe mit Sitz in Hamburg veredelt und verarbeitet Grundstoffe für die Lebensmittelindustrie. Reinhold von Eben-Worlée (Jg. 1957) führt das Unternehmen in fünfter Generation. Nach einer Ausbildung zum Industriekaufmann studierte er Lebensmitteltechnologie. Eben-Worlée hat drei Töchter.

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Journalist

Chan Sidki-Lundius

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