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Fertighäuser sparen Zeit und retten Ehen

Stressfreie, termingerechte und überschaubare Planungsarbeiten klingen für Bauherren reizvoll. In Süddeutschland ist bereits jeder 3. Neubau (29,7% *) ein Fertighaus! Die Qualität ist top und erfüllt oft mehr als gesetzliche Standards vorgeben, zum Beispiel in Sachen Energieeffizienz. Der Traum vom Eigenheim kann also kurzfristig wahr werden?

Der Trend zum Fertighaus ist kein neuer – aber er wächst stetig!

Der Familie Hoffmann* wurde beispielsweise vom Vermieter zum Jahresende gekündigt. Parallel gab die Gemeinde ein neues Baugebiet frei; es sollte direkt erschlossen werden und damit im Herbst bebaubar sein. Der richtige Zeitpunkt für die Familie, ins Eigenheim zu ziehen? Die Finanzierungvoranfrage bei der Bank lief gut. Aber: Stein-auf-Stein so schnell zu bauen, ist nicht möglich. Die Alternative?

Ein Fertighaus! Die Hoffmanns schauten sich auf Online-Katalogen die verschiedensten Hausvarianten an. Es klang wie ein Traum. Die Herstellung von Fertighäusern erfolgt größtenteils im Werk, weshalb die Bauzeit vor Ort kurz ist – je nach Ausbaustufe. Neben bezugsfertigen Komplett- und halbfertigen Ausbauhäusern in allen Varianten gibt es auch noch Baukasten-Modelle, die mitwachsen können. Grundsätzlich haben Fertighäuser feste Liefertermine. Es klingt einfach und stressfrei; viele Ehen sind bereits am Massivhausbau gescheitert… Bei Fertighäusern entfallen dagegen viele Gewerke und damit auch der Ärger. Sie sind modern, haben „Style“ und oft große Fensterfronten, die für Licht im Haus sorgen. Auch technisch sind sie weit voraus und auf Wunsch „Smart-Homes“.

Christoph Windscheif vom Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Foto: Pressefoto

Christoph Windscheif vom Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF) erläutert: „Alle unsere Mitglieder gehören zur Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDf) und haben sich zu höheren Standards verpflichtet, als sie der Gesetzgeber vorschreibt. Zum Beispiel in puncto Energieeffizienz (KfW-förderfähig), Wohngesundheit und Präzision – vorgefertigte Teile passen immer und ermöglichen die gute Zeitplanung. Wichtig in dem Zusammenhang: Individuelle Wünsche können durch Konfigurationen erfüllt werden. Jedes Haus soll einzigartig werden!“

Familie Hoffmann war emotional in freudiger Erwartung, bewarb sich um ein Grundstück, wurde beim Losverfahren ausgewählt und reichte schnellstens ihren Bauantrag bei der Gemeinde für ein Flachdach-Fertighaus ein. Bis hierhin hatten sie gelernt, dass die Leistung des Fertighausherstellers erst ab der „Oberkante Bodenplatte“ beginnt und ein eventueller Keller sowie die Bodenplatte extra bezahlt und beauftragt werden müssen. Auch Anschlüsse wie Wasser und Strom sind extra – alles war schon grob geplant. Und dann folgte die böse Überraschung: Die Gemeinde sagte „nein“ zum Flachdach; in diesem Baugebiet müssen Dächer mindestens eine Neigung von 15% haben. Und jetzt? Selbst wenn Familie Hoffmann von ihrem Traum mit Dachterrasse abweichen würde, war bereits zuviel Zeit verstrichen. Denn: Fertighäuser liegen absolut im Trend und Hersteller sind oft auf viele Monate ausgebucht. Der Termin zum Jahreswechsel konnten sie jetzt definitiv nicht mehr einhalten. 

Das Grundstück blieb noch monatelang für die Familie reserviert. Schlussendlich sagten sie es aber ab. Denn: Sie hatten, nur ein Baugebiet weiter, ein Fertighaus aus den 70ern gekauft. Ein Flachdach aus Beton – atmungsaktiv und mit riesigen Fensterfronten – topmodern. Der Trend zum Fertighaus ist kein neuer – aber er wächst stetig!

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Journalist

Susanne Braun-Speck

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