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Gut für die Bewegung

Es ist ein Trend, der offenbar nicht zu brechen ist: Immer mehr Menschen schaffen sich kleine Geräte, sogenannte Fitnesstracker, an, mit denen sie ihre Gesundheit, ihre Mobilität und ihre Fitness im Auge behalten möchten. Sie werden als Smartwatch am Handgelenk wie eine Armbanduhr getragen und es genügt ein kurzer Blick, um auf dem aktuellen Stand zu sein. Gemessen und angezeigt werden beispielsweise die Zahl der zurückgelegten Schritte, die Dauer der Bewegung und der Kalorienverbrauch.

Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass sie sich jeden Tag zu wenig bewegen.

Studien haben ergeben, dass Nutzer solcher Wereables sich mehr bewegen. So ergab beispielsweise die Untersuchung ei-nes US-amerikanischen Forschungsteams unter der Leitung von Professor Josée Porier aus dem Jahr 2016, dass sich die Probanden, die mit einem Fitnesstracker ausgestattet waren, durchschnittlich 309 Schritte mehr zurücklegten, als die Probanden ohne Tracker. Bei Probanden, die ihre Aktivitäten zusätzlich aufzeichneten, waren es sogar 970. Die Forscherinnen und Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass eine solche Steigerung der Bewegung die Gesundheit Erwachsener entscheidend beeinflussen kann. 

Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass sie sich jeden Tag zu wenig bewegen – mit Folgen für die Gesundheit. Wer seineSchritte mit einem Fitnesstracker zählt, wird auf das Problem aufmerksam und kann etwas dagegen tun. Zum Beispiel kann man für sich selbst ein bestimmtesMinimum an Schritten festlegen. Hat man dieses Ziel noch nicht erreicht, kann man vielleicht am Abend noch eine Runde um den Block gehen oder einen Teil des Weges vom Büro nach Hause laufen. Immerhin 81 Prozent der Probanden, die an der oben erwähnten Studie teilnahmen, waren der Ansicht, dass sie sich mit einem Tracker mehr bewegen als ohne. Wer es sportlicher mag als „nur“ gemütlich zu gehen, kann natürlich seinen Tracker auch zum Joggen nutzen, sich Ziele setzen und zu neuen Anstrengungen anspornen – und dabei stets die eigenen Leistungen im Blick haben. Man sollte aber immer auf dem Schirm haben, dass die Angaben der Tracker Annäherungswerte sind – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Fitnesstracker ermöglichen aber nicht nur die Kenntnis des eigenen Bewegungslevels, sondern bieten auch die Möglichkeit, den eigenen Schlaf zu messen und das Schlafverhalten zu überwachen. Und schließlich verfügen sie auch über Features für die Optimierung der Ernährung. Teurere Modelle können auch andere Werte wie beispielsweise den Blutsauerstoff anzeigen.

Die Nutzung von Fitnesstrackern kann allerdings auch problematisch werden. Wer es mit der Nutzung übertreibt, kann sich auch abhängig machen. Sein Leben bestimmen lassen sollte aber man nicht von ihnen. Aber grundsätzlich sind Fitnesstracker eine gute Sache, die helfen, Gesundheit und Fitness zu fördern.

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Journalist

Armin Fuhrer

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