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Mit simplen Mitteln Kosten senken

Ein Fuhrpark kostet viel Geld, ist jedoch für viele Unternehmen unverzichtbar. Es gibt aber Möglichkeiten, die Verbrauchskosten herunterzufahren.

Eine regelmäßige Wartung scheint nur auf den ersten Blick die Kosten zu erhöhen.

Viele Firmenchefs kennen das: Die laufenden Kosten für das Unternehmen sind zu hoch und müssen dringend gesenkt werden. Da fällt der Blick schnell auch auf den Fuhrpark. Bevor man aber an der Ausstattung der Flotte die Schere ansetzt, sollte man sich zunächst überlegen, ob es nicht andere Möglichkeiten gibt. Denn die Flotte ist für viele Unternehmen immens wichtig, oder, wie bei Transportunternehmen, sogar die Grundlage ihres Geschäfts.

Es gibt Schritte, die sind denkbar einfach – aber zur Umsetzung müssen vor allem die eigenen Mitarbeiter sensibilisiert werden. Beispiel Fahrverhalten. Viele Fahrer lassen den Motor ihres Firmenwagens gern im Stand laufen. Für das einzelne Fahrzeug vielleicht kein großes Ding – rechnet man die dadurch zusätzlich entstehenden Kraftstoffkosten aber auf die gesamte Flotte hoch, kommt einiges Sparpotenzial zusammen. Experten berichten, dass es Unternehmen gibt, die mit solch einer einfachen Maßnahme sechsstellige Summen einsparen konnten. Um einen solchen Spareffekt zu erzielen, müssen die Mitarbeiter darüber jedoch von Experten geschult werden, wann der Leerlauf notwendig ist und wann nicht.

Sehr hilfreich ist es, einen Überblick über die jeweiligen Kraftstoffverbrauchsdaten der Fahrer zu haben. Mit diesen Daten kann individuell auf falsches Verhalten hingewiesen, den Mitarbeitern richtiges Verhalten beigebracht und auf diese Weise der Kraftstoffverbrauch im gesamten Fuhrpark verringert werden. Ein positiver Nebeneffekt stellt sich auch noch dadurch ein, dass die Motornutzung der Fahrzeuge verringert und dadurch die Kosten für Reparaturen und von Verschleiß-
erscheinungen ebenso gesenkt werden können wie die Kosten für die Wartung. Am Ende wird auch die Lebenszeit des Fahrzeugs verlängert.

Ebenso sind die Fahrer in puncto wirtschaftliches Fahren angesprochen. Nach Erkenntnissen des US-amerikanischen Energieministeriums kann durch wirtschaftliches Verhalten bis zu ein Drittel der Kosten für den Kraftstoff eingespart werden. So wirkt sich beispielsweise aggressives Fahrverhalten ebenfalls negativ auf den Verbrauch aus. Spezialisierte Software-Anbieter haben inzwischen Apps im Programm, mit denen das Fahrverhalten der Fahrer überprüft werden kann. Möglich ist, im Unternehmen einen kleinen Wettbewerb zwischen den Fahrern zu veranstalten: Wenn vielleicht der Fahrer, der sich als der effizienteste beim Kraftstoffverbrauch herausstellt, am Ende einen Bonus erhält, hat das Unternehmen immer noch viel Geld gespart, aber zugleich die Fahrer zu sparsamerem Verhalten animiert. Ebenso gibt es heute die Möglichkeit, über ein Audiosystem die Fahrweise des Fahrers zu überprüfen. Sie kann dann direkt korrigiert werden.

Aber nicht nur die Fahrer sind gefragt, auch das Unternehmen kann zur Kraftstoffeffizienz und zum Sparen beitragen. Beispiel Tankkarte: Wer eine solche Karte besitzt, kommt oft in den Genuss von Preisnachlässen beim Kraftstoff. Auch gibt es Möglichkeiten, die korrekte Abrechnung zu überprüfen. Auch Tankkarten bieten zudem die Möglichkeit, Einblick in den Kraftstoffverbrauch zu erhalten und Verschwendung zu erkennen.

Wichtig ist auch, gerade bei längeren Fahrten, eine gute Planung der Route. Wer seinen Fahrweg schlecht plant, fährt vielleicht Umwege, die wiederum dafür sorgen, dass der Verbrauch aufgrund der längeren Strecke steigt. Zusätzlich wirkt sich jeder unnötig gefahrene Kilometer auf den Verschleiß des Fahrzeugs aus und erhöht die Wartungskosten. Auch können mögliche Kosten, durch Überstunden, die der Fahrer wegen des Umwegs und der damit verbundenen längeren Fahrtzeit machen muss, vermieden werden. Zur Routenplanung gehört übrigens auch, Staus rechtzeitig zu erkennen und zu umfahren. Denn Staus bedeuten mehr Stehen im Leerlauf und eine längere Fahrtzeit. Nach Untersuchungen soll die Kilometerleistung des Fuhrparks um rund zehn Prozent zurückgehen, wenn das Unternehmen über eine fähige Fuhrparkmanagementsoftware verfügt.

Stichwort Wartung: Eine regelmäßige Wartung scheint nur auf den ersten Blick die Kosten zu erhöhen. Viel teurer kann es aber werden, wenn der Fuhrparkchef sie nachlässig behandelt. Denn tatsächlich kosten Wartungen Geld – aber im Vergleich zu hohen Reparaturkosten, die möglicherweise aufgrund mangelnder Wartung entstehen, kann die Summe am Ende viel niedriger sein als im Schadensfall. Zudem erhöht sich bei schlecht gewarteten Fahrzeugen auch der Kraftstoffverbrauch, beispielsweise durch alte Zündkerzen. Intelligente Software kann über die Zahl der Betriebsstunden des Fahrzeugmotors oder die Laufleistung informieren oder über die Frage, welche Wartung notwendig ist, aufklären. Diese Informationen geben dem Fuhrparkchef die Möglichkeit, sich bereits im Vorfeld an eine Werkstatt zu wenden und einen Termin zu vereinbaren und so unnötige Wartezeiten auf den Werkstatttermin und überflüssige Ausfallzeiten des Fahrzeugs zu vermeiden. Apropos Werkstatt: Die Auswahl einer Werkstatt in der Nähe sorgt für Zeitersparnis. Und Zeit ist Geld.


Und schließlich kann auch die Wahl der richtigen Reifen für Kostenersparnis sorgen, denn ein guter Reifen kostet zwar vielleicht etwas mehr, sogt aber im besten Fall dafür, dass der Kraftstoffverbrauch sinkt. So ist das wichtigste Kriterium für Fuhrparkbetreiber von Transportunternehmen bei der Auswahl des Reifen laut einer Befragung des Reifenherstellers Goodyear, der Rollwiderstand.

Fakten

Ein Fuhrpark kostet Geld, und ein nicht geringer Anteil der Kosten geht in den Kraftstoffverbrauch. Durch verschiedene Maßnahmen können Fuhrparkchefs an dieser Stelle viel Geld sparen. So sollten sie auf eine effiziente Fahrweise der Fahrer achten und regelmäßig die Fahrzeuge warten lassen.

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Journalist

Armin Fuhrer

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