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Gartenarbeit ohne Rückenschmerzen

Frühlingsluft, Garten lockt? Während sich die Einen aufs Sommerhalbjahr mit Gartenarbeit freuen, wissen Manche nicht, wie sie die schaffen sollen. Zwischen Unkrautjähten und Pflanzarbeiten warten häufig Hecken und Rasen auf Beschnitt – regelmässig, immer wieder. Was hilft denen, die die Kraft dazu nicht mehr haben oder unter Rückenproblemen leiden?

Gartenarbeit ist gesund und wirkt auf viele Menschen erholsam. Sie verleiht ihnen frische Energie, gibt ihnen Kraft und Ruhe im hektischen Alltag. Allerdings geht bei Vielen die ungewohnte körperliche Arbeit auch nach hinten los; immer dann, wenn der Rücken durch zuviel sitzende Büroarbeit nicht trainiert oder durch Stress verspannt ist. Moderate Bewegung bei der Gartenarbeit hilft, aber Viele überanstrengen sich dabei auch schnell – insbesondere beim schweren Heckenschneiden und Rasenmähen. Aber auch bückende Arbeit kann schnell zum Problem werden; dafür gibt es z.B. Hochbeete und ergonomische Gartengeräte, mit ausziehbaren Teleskop-Stielen oder handfreulichen, kraft-
sparenden Griffen.

Doch wie sparen Gartenfreude beim Heckenschneiden und Rasenmähen ihre Kraft? Alle 14 Tage? In regenreichen Jahren mit warmen Klima, muss der Rasen deutlich öfter gemäht werden... Immer wieder. Bei kleinen Stadtgärten lohnt das Rausholen des Rasenmähers kaum. Große Flächen brauchen Zeit. Viel Zeit, Ausdauer und Kraft. „Ich erinnere mich gut an meine vorherigen Nachbarn, die vor einigen Jahren ihr großes Doppelgrundstück verkauft hatten, weil sie alleine 3.000 Quadratmeter Rasen zu mähen hatten – und das irgendwann einfach nicht mehr körperlich schafften. Er hatte durch jahrelange Büroarbeit große Rückenprobleme, für sie alleine war es zuviel. Sie wohnten danach mir gegenüber und waren total unglücklich auf ihrer neuen Terrasse mit winzigem Stadtgarten dazu. Gärtner waren denen zu teuer, digitale Geräte, die autark Arbeiten, gab es damals noch nicht oder waren unbezahlbar”, erzählt eine Großhansdorferin aus dem Kreis Stormarn.

Elektronische und digitale Geräte jeder Art haben Zeit, unendlich viel Zeit, und klagen niemals über Rückenschmerzen oder Kraftverlust. Es sieht zwar ein wenig chaotisch aus, wenn zum Beispiel Mähroboter kreuz und quer und scheinbar ohne Logik, nach eigenem Ermessen die Runde drehen, aber: sie mähen den Rasen, ohne sich dabei zu verheben. Es gibt auch Unkraut-Roboter, die selbstständig Ordnung ins Beet bringen und automatische Bewässerungssysteme oder Gartenrollsitze.

Unabhängig von solchen Gartenhelfern: Wechseln Sie oft die Position und arbeiten nicht zulange in der gleichen Haltung. Hocken Sie eher, als dass Sie knien und arbeiten im Rücken aufrecht, anstatt krumm. Ist große Kraft notwendig, zum Beispiel beim Umgraben oder Hecke schneiden, nehmen Sie die Kraft dafür nicht aus dem Rücken, sondern aus den Beinen.

Fakten

Kauftipp

Bei elektronischen Gartenhelfern sollte beim Kauf auf die Geräuschpegel-Angabe und Batterienutzungsdauer geachtet werden. Viele Modelle sind fast flüsterleise, mit 60-70 Dezibel, unterwegs und verursachen keinen ruhestörenden Lärm. Ihrer Sonntagsarbeit steht entsprechend nichts im Wege. Bei digital gesteuerten Geräten ist auf leicht verständliche Bedienungs-Software, bestenfalls in der eigenen Muttersprache, zu achten. 

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Journalist

Susanne Braun-Speck

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