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Bis ins hohe Alter geistig und körperlich fit zu bleiben ist das Ziel vieler Menschen. WELLBEING

Von wegen Ruhestand

Lebenslanges Lernen und soziales Engagement sind die besten Voraussetzungen für ein aktives, selbstbestimmtes Leben im Alter bei bester Gesundheit.

Senioren in Deutschland werden nicht nur immer älter, sie bleiben auch wesentlich länger fit.

Senioren in Deutschland werden nicht nur immer älter, sie bleiben auch wesentlich länger fit – und zwar körperlich wie geistig. Nach ihrem Ausscheiden aus dem Berufsleben erwarten viele von ihnen noch 20 bis 30 Jahre bei bester Gesundheit. Ihren Wunsch nach einem aktiven, selbstbestimmten Leben setzen Ruheständler auf vielfältigste Weise um. Neben Reisen, sportlichen Aktivitäten und verschiedensten Hobbys ist es vielen ein großes Bedürfnis, weiter-hin an der Gesellschaft teilzuhaben und sozial integriert zu sein. Heutige Best Ager wollen gesellschaftliche Entwicklungen aktiv mitgestalten und suchen sich dafür sinnvolle Aufgaben, bei denen sie ihr Wissen und ihre (Berufs-)Erfahrungen nutzbringend einsetzen können. Sie engagieren sich in Kunst und Kultur, gründen Vereine oder lokale Netzwerke und unter-stützen ehrenamtlich Stadtteil-Initiativen, soziale Bewegungen und Organisationen.

Dieses wertvolle Engagement für die Gesellschaft fördert die soziale Interaktion und gibt den Senioren das wichtige Gefühl, auch im dritten Lebensabschnitt gebraucht zu werden. Es birgt zudem viele neue Herausforderungen, wie das Überdenken eingespielter Verhaltensweisen oder die Überwindung persönlicher Barrieren. Neue Rollen und Fähigkeiten werden gelernt und vertieft und der persönliche Horizont erweitert. Die Gestaltung eines aktiven, selbstbestimmten Lebens bedeutet lebenslanges Lernen. Das gilt auch für den Bereich des technischen Fortschritts. Kenntnisse im Umgang mit digitalen Medien tragen dazu bei, im Alter lange selbstständig zu bleiben. 

Die Bereitschaft zum Lernen ist auch eine wichtige Voraussetzung für gesundes Altern. So optimiert beispielsweise geistige Stimulation die Merkfähigkeit und wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Einseitige Betätigungen, wie Kreuzworträtsel oder Sudoku-Aufgaben, reichen auf Dauer nicht aus, um die geistigen Fähigkeiten zu erhalten. Die Wissenschaft geht davon aus, dass sich sowohl persönlicheFähigkeiten als auch kognitive Verluste in jedem Alter verbessern beziehungsweise kompensieren lassen. Neben mentaler Anregung fördern auch soziale Kontakte das Gehirn. Der Umgang mit anderen Menschen hält geistig fit: Zuhören, mit-fühlen und diskutieren aktiviert verschiedene Hirnareale. Genauso wie Bewegung. Neben einer besseren Durchblutung des Gehirns stärkt Bewegung zudem das Herz-Kreislauf-System sowie den Bewegungsapparat. Im Vereinssport können zusätzlich soziale Kontakte geknüpft und vertieft werden, was sich wiederum positiv auf das Befinden auswirkt.

Ein selbstbestimmter Alltag und die aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie sozialer Austausch wirken sich also positiv auf die mentale und körperliche Fitness von Best Agern aus. Was wiederum positive Auswirkungen auf einen aktiven dritten Lebensabschnitt hat. Ein perfekter Kreislauf, von dem sowohl der Einzelne als auch die Gesellschaft als Ganzes profitiert.

Fakten

Laut der Generali-Altersstudie von 2019 engagieren sich 45 Prozent der 65- bis 85-Jährigen in gesellschaftlichen Bereichen. Fast jeder Vierte hat mit seinem Engagement erst nach Renteneintritt begonnen. Den größten Einfluss auf die Frage, ob man sich engagiert, haben Bildung und Gesundheit.

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Journalist

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