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Dr. Istvan Szabados, Founding Partner von DSC Legal, eine Rechtsanwaltsgesellschaft aus Berlin INVESTMENTS

Gewerbeimmobilien im Ausland; Investmentchance mir Restrisiko

Seitdem die Zinsen niedrig sind, legen immer mehr Menschen ihr Geld in sogenanntes „Betongold“ sprich Immobilien an.

Anleger sollten sich vorab einmal die relativ neue Gesetzeslage für offene Fonds anschauen.

Neben Investitionen in Wohngen, können unter Umständen auch Investitionen in Gewerbeimmobilienfonds von Interesse sein. Sie können durchaus interessante Renditen abwerfen. Vor allem Gewerbeimmobilien in den USA werden hierzulande angeboten, während in vielen anderen Staaten der Erwerben Immobilien durch Ausländer erschwert wird, ist dies in den Vereinigten Staaten recht einfach.

Nachgefragt sind Einkaufszentren und Gewerbeimmobilien weil diese als renditestärker gelten, allerdings auch risikoreicher, weil die Vermietung von Gewerbeimmobilien stärker konjunkturabhängig ist. Wobei natürlich bei jeder Investition der weltweit gleiche Grundsatz gilt: Entscheidend sind Lage, Lage, Lage. Zudem sollte die Investitionssumme entsprechend hoch sein, „Unter 500.000 Dollar sollte man nicht einstiegen“, erklärt ein Fachmann, „und dann sollte man zudem - aufgrund des Risikos nicht alles auf eine Karte setzen - und sein Portfolio möglichst breit fassen. Damit ist dies eher eine Anlage für institutionelle Anleger oder Familie Offices.

Doch als Alternative für „Otto Normalverbraucher“ bieten sich Immobilienfonds an, in die man teilweise schon ab 50 Euro im Monat einsteigen kann. Ob man in einen geschlossenen oder einen offenen Immobilienfonds einsteigen will, liegt dann an der Risikobereitschaft des Anlegers. Das Risiko im geschlossenen Immobilienfonds, in dem meist nur eine Immobilie vorhanden ist, liegt höher als bei einem offenen Immobilienfonds, wenn allerdings der Emittent solvente Mieter benennen kann, die langfristige Mietverträge abgeschlossen haben. Die Renditen im Ausland sind meist höher als in Deutschland, so dass sich - wenn man as angelegte Geld nicht vorzeitig braucht - durchaus interessante Gewinne erzielen lassen. 

Normalverdiener sollten eher in einen offenen Immobilienfonds investieren, bei dem die Fondsmanager in der Regel in gewerbliche Bürokomplexe, Hotels oder Einkaufszentren auch im Ausland investieren, aber das Risiko spreizen. „Anleger sollten sich vorab auch noch einmal die relativ neue Gesetzeslage für offene Fonds anschauen“, rät Dr. Istvan Szabados, Founding Partner von DSC Legal, eine Rechtsanwaltsgesellschaft aus Berlin,  die sich unter anderem mit internationalen Transaktionen im Immobilienbereich beschäftigt. Aus den Erfahrungen der letzten Jahre und der Immobilienkrise in den USA und Spanien habe die die Regierung im Kapitalanlagegesetzbuch festgelegt, dass Anleger ihre Anteile mindestens zwei Jahre halten müssten und die Kündigungsfrist beispielsweise zwölf Monate betrage. Das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) reguliere umfassend sämtliche als Investmentvermögen verfasste Kapitalsammlungen. Neben offenen Investmentfonds betreffe dies auch geschlossene Investmentfonds und alternative Formen der kollektiven Kapitalanlage.

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Journalist

Frank Tetzel

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