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Coworking auf dem Land

Die Herausforderung ist, für modernste Arbeitsplätze auf dem Land zu sorgen. Felicitas Gobbers, Gründerin des bislang einzigen ländlichen Coworking-Cafés in Mecklenburg-Vorpommern wagt den Anfang.

Frau Gobbers, Sie sind die erste und noch einzige in Mecklenburg-Vorpommern, die Coworking auf dem platten Lande anbietet. Wollen Sie das Dorf mit der digitalen Arbeitswelt versöhnen? 

Felicitas Gobbers: Ja und mit meinem Coworking-Café ein Signal setzen, damit Menschen aus den überquellenden Städten wieder zurück in ihre Heimat umsiedeln – und damit neues Leben in die Dörfer kommt. Der Trend, die Sehnsüchte sind ja da: die Natur, die bessere Luft, weniger Hektik und preiswertere Mieten. Die Herausforderung ist, für modernste Arbeitsplätze auf dem Land zu sorgen.

Und da bieten Sie auf ihrem Rittergut Damerow Arbeitsplätze für Freiberufler und Start-ups, und vor allem auch für die wachsende Zahl der digitalen Nomaden an, die ihren Ort zum Arbeiten ja frei wählen können?

Für die haben wir eine moderne Infrastruktur mit sehr guter Internetanbindung, mit einem großen Monitor für Meetings, Flipchart, Whiteboard, Pinnwänden und allem, was dazu gehört, geschaffen. Insbesondere darf guter Kaffee bei diesen Einrichtungen nicht fehlen.


Felicitas Gobbers, Gründerin, Foto: Presse

Wie sind Ihre ersten Erfahrungen?

Da kommen drei junge Start-up-Gründer aus Berlin und stellen fest: „Wie cool ist das denn, mitten auf dem Lande im Grünen zu arbeiten!“ Das inspiriert, sorgt für frische Kreativität. Aber sie kommen immer nur für ein paar Tage. Noch ist es doch so, dass die Pendler hier aus der Region die Woche über in Berlin arbeiten und leben und nur die Wochenenden Zuhause verbringen. Mein Ziel ist, für flexibles Arbeiten hier in Mecklenburg-Vorpommern zu sorgen. Es reicht dann, wenn Mitarbeiter sich einmal in der Woche in ihren Firmenzentralen sehen lassen.

Müssen die großen Konzerne da nicht auch umdenken?

Ja, natürlich. In diesen Zeiten wird so viel von Homeoffice gesprochen. Das ist ja der Vorteil in unserer digitalen Welt, das im Grunde immer mehr ihren Arbeitsplatz frei wählen können. Wenn dazu in meinem Café oder auch auf der Gutsanlage Menschen mit unterschiedlichsten Aufgaben zusammenfinden, befruchten die sich doch auch gegenseitig.

Haben Sie für Ihre Pionierarbeit Förderung bekommen?

Ja, eine Anschubförderung durch den Vorpommern Fond, mit dem ich ein paar grundlegende Investitionen tätigen konnte. Ich habe mich an die regionale Wirtschaftsförderung gewandt. Diese war sofort begeistert. Genau das fehle uns hier auf dem Lande. 

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Journalist

Helmut Peters

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