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Gute Planung zahlt sich aus

Um ein Traumheim zu schaffen, fokussieren Innenarchitekten die Bedürfnisse der Bewohner und berücksichtigen alle Aspekte professioneller Gestaltung.

Unser Zuhause ist die wichtigste Kraftquelle in unserem Leben.

Wer ein Boot bauen möchte, geht zum Bootsbauer. Und wer sich ein Traumheim einrichten oder umbauen will? Kauft sich eine Wohnzeitschrift und macht sich an die Arbeit. Als wäre die Gestaltung des wichtigsten Lebensortes ein Kinderspiel. Fragt sich nur, ob auf diese Weise das Potential der Räume optimal genutzt und sämtliche Funktionalitäten optimiert und auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Oder technischer Komfort mit Energieeffizienz gepaart wurde. Wahrscheinlich eher nicht. Nicht umsonst absolvieren talentierte Gestalter eine jahrelange Ausbildung in Planungsmethodik, Entwerfen, Konstruktion und Werkstofflehre – und vielem mehr. 

Beim „bund deutscher innenarchitekten“ (bdia) ist man sich dieser Diskrepanz und Vorbehalte bewusst. Und wird nicht müde darauf hinzuweisen, dass Innenarchitektinnen und Innenarchitekten die richtigen Partner für eine Vielzahl von Bauaufgaben und räumlicher Gestaltung sind - für jedes Budget! Welch Facettenreichtum und Spielraum die fachmännische Gestaltung ermöglicht, beweist eindrucksvoll dessen neues Online-Portal Atlas unter www.atlas.bdia.de. Mit mittlerweile über 370 realisierten Projekten unterschiedlicher Nutzung wird damit erstmalig die von bdia-Mitgliedern gestaltete Innenarchitektur auf einer Landkarte sichtbar und öffentlich.


Im Interview erläutert Vera Schmitz, bdia Präsidentin, warum der Berufsstand so wichtig für unsere Lebensqualität ist.

Frau Schmitz, was können Innenarchitekten alles?

Innenarchitekten sind umfassend ausgebildet und arbeiten sehr vielfältig und variantenreich mit allen Räumen unseres täglichen Lebens. Sie sind Berater, Gestalter, Planer, Konstrukteure, Materialkenner, Konzeptentwickler und Detaillöser - aber auch Koordinierungsprofis und Ideengeber. 

Und deren Hauptaufgabenfelder und Einsatzgebiete?

Innenarchitektinnen sind spezialisierte Gestalter und Planer für Innenräume sowohl in privaten als auch in öffentlichen Gebäuden. Sie stellen immer den Menschen und dessen Bedürfnisse in den Mittelpunkt der Bauaufgabe. Klassische Hauptaufgabenfelder sind Maßnahmen im Bestand, Um- und Ausbau, Modernisierung oder Umnutzung, Sanierung oder Instandhaltung von Gebäuden und Räumen. Sie kennen sich außerdem sehr gut aus mit Materialien, Ausstattung, Licht und Farbe und erkennen sofort, welche Potenziale in einem Raum stecken. 


Foto: Eibe Soennecken

„Für jedes Budget“ - können Sie das konkretisieren?

Für jedes Budget die bestmöglichste Lösung zu entwickeln, gehört mit zu den Hauptaufgaben unseres Berufstandes. Bauherrn und Interessierten rate ich immer, einfach unverbindlich anzufragen und die Kosten direkt zu thematisieren. Innenarchitekten beraten auch stundenweise. So kann man in ersten Gesprächen gemeinsam abschätzen, welchen Maßnahmen sinnvoll und realistisch sind. 

Sind Innenarchitekten auch Ansprechpartner für den Bereich „Smart Home“?

Innenarchitekten integrieren natürlich jede technische Gebäudeausrüstung in ihre Konzepte und beraten auch im Vorfeld. Sie zeigen auf, welche Möglichkeiten der Bauherr hat und helfen bei der Entscheidungsfindung. Gemeinsam mit den Nutzern des Hauses analysieren sie Lebens- und Alltagsgewohnheiten und recherchieren sorgfältig, welche Ausstattung und welche Produkte sinnvoll sind und auch zu den Räumen passen.

Foto: Kay + Winkel Fotografie Berlin 

Fakten

Innenarchitekten

Nur wer in eine Architektenkammer aufgenommen ist, kann sich „Innenarchitektin“ oder „Innenarchitekt“ nennen. Die Berufsbezeichung ist gesetzlich geschützt. Die Kammern führen eigene Listen und der bdia bietet mit der Mitgliedersuche und dem bdia Atlas umfassende Recherchemöglichkeiten. www.bdia.de

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Journalist

Kirsten Schwieger

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