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Indoor-Rudern – das Ganzkörpertraining

Indoor-Rudern ist aus den deutschen Fitness Studios nicht mehr weg zu denken. Immer mehr nutzen diese Art um fast alle Muskeln zu trainieren und sich fit zu halten.

1,4 Milliarden Menschen weltweit bewegen sich zu wenig, so das Ergebnis einer aktuellen Studie der WHO (Weltgesundheitsorganisation). Auch die Deutschen sind nicht ausreichend körperlich aktiv, so leidet jede Dritte Frau und jeder Vierte Mann unter Bewegungsmangel. Vorwiegend sitzende Tätigkeiten am Arbeitsplatz, zu kalorienreiches Essen und kein Sport führen zu Übergewicht und ernsthaften Erkrankungen wie Herz-Kreislaufbeschwerden, Diabetes oder Rückenproblemen. Über 60 Prozent der deutschen Bevölkerung klagen mindestens einmal im Jahr über Rückenschmerzen. „Man geht davon aus, dass jeder vierte 15- bis 16-Jährige bereits Rückenschmerzen hat. Dann nehmen die Beschwerden wie bei einer Sinuskurve zu und haben ihren höchsten Punkt um die 50“, erklärt Dr. Martin Marianowicz, Spezialist für Orthopädie & Wirbelsäule in München in einem Interview mit European Media Partner. 

Wer dem vorbeugen will, sollte Sport treiben, der nicht nur fit und schlank macht, sondern auch gleichzeitig die Rückenmuskulatur stärkt. Die Trends sind zum Beispiel das HIIT (High Intensity Intervall Training). Hier wechseln sich hochintensive Einheiten mit Pausen und ruhigen Einheiten ab. Einem Powerintervall, wie sprinten oder Jumping Jacks, folgt ein entspanntes Gehen. Hier wird die Fettverbrennung besonders angeregt. Ganz trendy ist Hyrox, eine Fitness-Competition. Hier misst man sich mit anderen oder im Team. „Hyrox wird 2019 auf jeden Fall vorgreifen, weil die Community rasant wächst“, sagt Coach Seyit. „Außerdem geht der Trend stark in Richtung Events und Functional Training für jedermann“, so der Experte.

Auch das Indoor-Rudern, ein neuer Hype, der zu Recht in den Fitnessstudios auf dem Vormarsch ist, bietet ein Ganzkörpertraining (85 % der gesamten Körpermuskulatur) ohne größere Verletzungsgefahren oder Belastungen der Bänder und ist deshalb sowohl für junge als auch für ältere Menschen bestens geeignet. Dabei ist es völlig unwichtig, ob man bereits trainiert oder eher untrainiert ist. Indoor-Rudern auf Ruderergometern verbessern die Ausdauer, kräftigen die Rumpf- und Tiefenmuskulatur und beugen so Rückenschmerzen vor, stärken das Herz-Kreislaufsystem und ganz nebenbei sind sie die wahren Schlankmacher. Bei regelmäßigem Training wird man schon bald ein ganz anderes Köpergefühl und Selbstbewusstsein erhalten. Durch die sportliche Betätigung werden Stresshormone ab- und Glückshormone aufgebaut, so wird man entspannter und ausgeglichener. Eine gesteigerte Kondition bringt nicht nur mehr Kraft und Ausdauer, sondern erhöht auch die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeiten. 

Doch auch beim Rudern gilt, dass der richtige Umgang mit dem Gerät erlernt werden muss. Neueste professionelle Rudergeräte bieten daher eine Bewegungsanalyse und einen integrierten Trainer. Sensoren am Rudergerät erfassen die Bewegung, virtuelle Trainer analysieren die Bewegungsabläufe und verbessern so den Trainingsfluss. Das unterstützt  einen gesunden und körperschonenden Bewegungsablauf. Und dabei benötigen die kleinsten professionellen Rudergeräte gerade mal so viel Platz wie zwei Kisten Wasser und lassen sich so auch in kleinen Räumen problemlos aufstellen.

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Journalist

Jörg Wernien

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