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Wir nehmen unser Engagement für die Umwelt sehr ernst

Uwe Kleinert, Leiter Nachhaltigkeit bei Coca-Cola, über das erfolgreichste Getränk der Welt und die anspruchsvollen Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens. 

Unsere Glasflaschen, die übrigens seit rund 90 Jahren über ein freiwilliges Pfandsystem gesammelt werden, werden rund 25 Mal wiederbefüllt.

Always Coca-Cola! 3,9 Milliarden Liter eines der über 80 zum Coca-Cola Imperium gehörenden alkoholfreien Getränke tranken die Bundesbürger im letzten Jahr, was der täglichen Menge eines kleinen Glases für jeden entspricht. Das bedeutet Millionen an Flaschen, Glas- wie Plastikflaschen, Einweg- wie Mehrwegflaschen sowie Weißblechdosen, die The Coca-Cola Company rund um die Uhr auf den Markt bringt. Inwieweit ist das US-amerikanische Unternehmen mitverantwortlich für die rasant gestiegene Menge des weltweiten Plastikmülls? Diese steigt Jahr für Jahr, besonders im Deutschland, wo gerne stolz auf die hervorragende Mülltrennung verwiesen wird. Doch mit 11,7 Millionen Tonnen Plastikmüll aller Art im Jahr 2016 sind die Deutschen Plastikmüll-Spitzenreiter in Europa, und nur 42 Prozent davon werden recycelt. Zum Vergleich: Dänemark schafft 90 Prozent. 

Fest steht: Die Welt vermüllt. Was können Unternehmen, von denen vor allem die großen gerne als Umweltsünder par exellence abgestempelt werden, dagegen tun? Ohne Verpackung würden viele Nahrungsmittel verderben, Getränke könnten gar nicht gelagert, transportiert und verkauft werden. Die Herausforderung besteht darin, Verpackungen nicht als Müll sondern als Wertstoff zu betrachten, und diese Sicht und Notwendigkeit den Menschen zu vermitteln – auch in Deutschland.

Bei Coca-Cola legt man großen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz und zwar innerhalb der gesamten Lieferkette. „Schon jetzt haben wir eine sehr hohe Rücklaufquote bei unseren Flaschen“, sagt Uwe Kleinert, Leiter Nachhaltigkeit bei Coca-Cola Deutschland. „Unsere Glasflaschen, die übrigens seit rund 90 Jahren über ein freiwilliges Pfandsystem gesammelt werden, werden rund 25 Mal wiederbefüllt. PET-Mehrweg-Flaschen, die besonders im Lebensmitteleinzelhandel gekauft werden, werden im Schnitt rund 15 Mal wiederbefüllt. Und Einwegflaschen, die ihrerseits dank Einwegpfand am Flaschenautomat zurückgegeben und dort sofort zerquetscht werden, sind ja auch kein Müll, denn der Wertstoff wird recycelt und für neue Flaschen oder andere Gegenstände wieder verwendet. PET-Flaschen werden zu 97 Prozent über das deutsche Pfandsystem eingesammelt und wiederverwertet.“ 

Aus ihnen lässt sich relativ reines Recyclingmaterial gewinnen. Coca-Cola setzt bei der Herstellung seiner neuen PET-Flaschen knapp 30 Prozent Recyclingmaterial ein.  Ziel ist es, in Europa diesen Anteil auf 50 Prozent im Jahre 2025 zu steigern. Dosen spielen mit einem Anteil von unter vier Prozent nur eine kleine Rolle und sind seit 2003 ebenfalls mit Pfand belegt. Auch sie werden heute fast vollständig wieder eingesammelt und recycelt. 

Neue Wege werden bei der zu Coca Cola gehörenden Linie der ViO-Mineralwässer gegangen: Sie werden in Einweg-PET-Flaschen abgefüllt, die zu 14 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen, nämlich aus Zuckerrohr-Resten, stammen und zu 35 Prozent aus Recycling-PET, sodass pro Flasche insgesamt nur etwa 50 Prozent Neumaterial benötigt wird. 

Bis 2030 will das Unternehmen mit 8750 Mitarbeitern in Deutschland weltweit für jede verkaufte Flasche oder Dose eine zurücknehmen und recyceln, auch, wenn sie von einem anderen Unternehmen stammt – denn das große Ziel ist eine saubere Welt. „Menschen auf der ganzen Welt sind in Sorge um unseren Planeten. Sie erwarten von einem Unternehmen wie unserem eine Führungsrolle auf dem Weg zu einer Welt ohne Müll“, sagt James Quincey, CEO der The Coca-Cola Company. „Wir werden in unseren Planeten und unsere Verpackungen investieren, um das Müllproblem zu überwinden. Denn wir glauben, dass jede Verpackung einen Wert hat, der über ihren einmaligen Gebrauch hinausgeht.“ 

Am Standort Genshagen bei Berlin beweist das Unternehmen, dass dieses Engagement auch über Verpackungen hinaus geht. „Genshagen ist eine Art Prototyp für ein äußerst ausdifferenziertes Sammel- und Sortiersystem und schafft eine stoffliche Verwertungsquote der Produktionsabfälle von 99,5 Prozent. Hier haben wir  Sammelbehälter für rund 50 verschiedene Materialfraktionen“, sagt Uwe Kleinert. 

Schon heute arbeitet Coca-Cola außerdem mit Organisationen wie dem WWF, der Ocean Conservancy/Trash Free Seas Alliance und der Ellen MacArthur Foundation zusammen und sponsert Ocean Conservancy’s International Coastal Cleanup, einen riesigen Zusammenschluss freiwilliger Helfer, der Müll an den Meeresküsten einsammelt. Coca-Cola European Partners (CCEP) stand letztes Jahr auf Platz 48 im Global 100 Index der nachhaltigsten Unternehmen der Welt, wurde erneut im Dow Jones Sustainability Index aufgenommen und in den A-Listen der Bereiche Wasser und Klima des Carbon Disclosure Projects geführt. 

„Auf eine Armeslänge erreichbar“ sollte das braune Kultgetränk sein, hatte Robert W. Woodruff, Coca Cola Präsident, 1923 erklärt. Sechs Jahre später wurden die ersten knapp 6.000 Kisten in Deutschland verkauft, zehn Jahre später waren es bereits viereinhalb Millionen Kisten. Auch in der Deutschlandzentrale in Berlin stehen viele Kühlschränke, in denen das gesamte Coca-Cola-Sortiment angeboten wird. „Mittlerweile greife ich jedoch öfter zu Erfrischungsgetränken von ViO“, sagt Uwe Kleinert. „Aber auf der Autobahn ist eine gut gekühlte Coca-Cola für mich immer noch unschlagbar. Sie erfrischt mich einfach viel mehr als ein heißer Kaffee.“ Dessen Wegwerf-Becher außerdem eine weit schlechtere Recycling-Quote hat als die ikonische Coca-Cola-Flasche.

Was Cola noch besonders macht seht ihr in diesem Video mit 5 Life-Hacks.


Fakten

Uwe Kleinert, geboren und aufgewachsen in der DDR, trank seine erste original Coca-Cola erst im Alter von 27 Jahren, vorher kannte er die dort  erhältlichen Marken wie zum Beispiel Club Cola und Disko Cola. Im Herbst 1990 wechselte er dann als erster Ostdeutscher nach der Wende in die  Coca-Cola Zentrale in Essen im Ruhrgebiet. Mit Verpackungen hatte er damals schon zu tun. 

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Journalist

Katja Deutsch

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