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Michael Minis, Gründer fleetbutler.de UNTERNEHMERTUM

Spaß an Entscheidungen

Als Michael Minis 2016 die Plattform fleetbutler.de gründete, hatte der damals 30-Jährige schon einige Erfahrungen gesammelt – und zwar sowohl als Gründer wie auch als Unterstützer von Startups. Denn nach seinem Studium – Wirtschaftsingenieur und Maschinenbau – hatte er fünf Jahre zuvor eine Plattform aufgebaut, die es privaten Autobesitzern ermöglichte, ihre PKW an andere Privatleute zu vermieten.

Nach einiger Zeit musste er feststellen, dass das Geschäftsfeld so, wie er und seine damaligen Mitstreiter es sich ursprünglich ausgedacht hatten, nicht wirklich ausbaufähig war. Damals stieg er zugleich in das örtliche Gründerzentrum in der deutsch-belgischen Grenzregion ein, um andere Unternehmensgründer zu beraten. In dieser Zeit baute er auch gemeinsam mit der katholischen Kirche und einem Privatmann einen Digital Hub auf – in einem Kirchengebäude.

Wirklich fehlgeschlagen war der erste Versuch einer Unternehmungsgründung aber keineswegs, denn Michael Minis konnte darauf aufbauen. Und so entwickelte er fleetbutler. „Das Ziel ist es, Privatpersonen und Unternehmen per App eine Möglichkeit zu geben, PKW, die ansonsten unbenutzt in der Tiefgarage oder auf dem Firmenparkplatz stehen, zu vermieten“, erklärt er. „So ein privates Carsharing funktioniert sowohl unter Nachbarn in einer Wohnimmobilie als auch für Mitarbeiter eines Unternehmens.“ 26 Mitarbeiter hat fleetbutler.de inzwischen. Auf die Frage, ob er all die Strapazen von Unternehmensgründungen noch einmal auf sich nehmen würde, hat Minis eine klare Antwort parat, die er auch zweifelnden Anfängern gibt, die vor der großen Aufgabe, ein eigenes Unternehmen hochzuziehen, zurückschrecken: „Ja, denn das Leben als Selbstständiger ist so, dass man täglich selbst entscheiden kann, ob man bestimmte Dinge tun möchte oder nicht.“

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Journalist

Armin Fuhrer

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