European Media Partner
Henning Hünerbein UNTERNEHMERTUM

Entrepreneurship muss verstärkt in den Schulen gelehrt werden

Where is damned Osnabrück? Diese Frage musste sich Henning Hünerbein im März während seines New York Aufenthaltes häufiger anhören. Der jetzt 16jährige, ist Gründer von Osnalive, einem Newsportal für Osnabrück und dem dazugehörigen Landkreis.

Wichtig war aber für mich, dass ich nicht irgendetwas angestellt machen wollte, sondern selbst etwas auf die Beine stellen wollte.

Henning ist aber auch der Bundessieger des größten Netzwerkes für Enrepreneure, das sich zur Aufgabe gesetzt hat, Mithilfe von Lehrerfortbildungen mehr Verantwortungsbewusstsein und nachhaltiges, lösungsorientiertes Denken in die Schulen Deutschlands zu bringen. Inzwischen beschäftigt der quirlige Jungunternehmer fünf freie Mitarbeiter, die für ihn auf Newssuche in der Region gehen, während Hennig vormittags die Schule besucht und für seine letzten Prüfungen büffelt. 

„Das war gar nicht so einfach, als 14jähriger ein Unternehmen zu gründen“, blickt er auf die letzten beiden Jahre zurück. Nicht nur seine Eltern mussten zustimmen, auch das zuständige Familien- und das Amtsgericht mussten gefragt werden, bevor Henning die Erlaubnis bekam, sein erstes Unternehmen zu gründen. „Ich habe schon immer gern gehandelt“, erzählt der Jungunternehmer, der gleichzeitig Journalist ist. „Wichtig war aber für mich, dass ich nicht irgendetwas angestellt machen wollte, sondern selbst etwas auf die Beine stellen wollte.“

„Der Wirtschaftsunterricht in meiner Schule hat mich da nicht viel weitergebracht, der war zu wenig praxis- und anwendungsorientiert. Doch als ich einen freiwilligen Kurs an meiner Schule bei meiner Lehrerin, die eine Fortbildung im Bereich der Vermittlung von Entrepreneurship-Ideen angeeignet hatte, belegte, hat es bei mir Klick gemacht“, sagt der Schüler, der sich derzeit auf seine Prüfungen vorbereitet und weiter aufs Wirtschaftsgymnasium gehen will. „Unternehmerisches Denken heisst ja nicht, dass jeder gleich ein Startup gründen muss.“ Unternehmerisches Denken bedeutet eine bestimmte Herangehensweise an das Lösen von Aufgabenstellungen und Herausforderungen.

 „Ich habe schon vorher eine Idee für eine Nachrichtenplattform für junge Zielgruppen in Osnabrück entwickelt, der Kurs in meiner Schule hat mir gezeigt, wie man einen Businessplan schreibt und eine Geschäftsidee entwickelt.“

Hünerbein, der mit seiner Plattform, monatlich rund 50.000 bis 80.000 page impressions verzeichnen kann, nahm zunächst am niedersächsischen Landeswettbewerb der Organisation teil, dort konnte er sich gegen zehn andere Schüler durchsetzen. Als Gewinner nahm er in Berlin am Bundesentscheid teil. „Der Jury war es wichtig, dass sich die teilnehmenden Unternehmen sozial engagieren und umweltbewusst handeln. Da war ich mit meinem Onlineportal genau richtig“, berichtet der Jungunternehmer. Trotz vieler guter Ideen, setzte er sich gegen seine starken Konkurrenten durch und gewann ein Preisgeld und eine weitere Einladung diesmal nach New York. Hier fand dann der „Global Show Case 2018“ statt, bei dem die weltbesten Gründer-Schüler und Schülerinnen ihre Unternehmen einer internationalen Jury vorstellen.

Teile diesen Artikel

Journalist

Frank Tetzel

Weitere Artikel