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Automatisierte Alleskönner

Prof. Dr. Ulrich Schäfer und Prof. Dr. Gerald Pirkl sind an der Fakultät Elektrotechnik, Medien und Informatik der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden, Standort Amberg, tätig.

Bei den Angewandten Ingenieurswissenschaften entwickelt sich der Markt im Turbotempo. Wie können Hochschulen den Bedarf der Industrie vorhersehen und ihren Ingenieurnachwuchs adäquat darauf spezialisieren? 

Prof. Schäfer: Als Technische Hochschule stehen wir in engem Kontakt mit den Industrieunternehmen in unserer Region, unter denen sich zahlreiche „Hidden Champions“ und auch Weltmarktführer befinden. Außerdem sind wir in der Forschung (z. B. Künstliche Intelligenz) gut vernetzt. Unsere Rolle ist in gewisser Weise die eines Mittlers zwischen Industrie und Forschung. Als relativ kleine Hochschule können wir unsere Studiengänge schnell an neue Entwicklungen anpassen.

Welche neuen Aufgaben machen den Menschen bei der zunehmenden Automatisierung besonders unverzichtbar?

Prof. Pirkl: Ähnlich wie ein Kleinkind benötigen diese automatisierten Systeme sehr viel Aufmerksamkeit – der Ingenieur sorgt für das korrekte Zusammenspiel von Hard- und Software, der Bediener bringt der Maschine Abläufe bei, überwacht die korrekte Funktion und wartet die Maschine.

Warum spielen cyberphysische Systeme für die Zukunft des Ingenieursberufs eine so zentrale Rolle?

Prof. Pirkl: Immer mehr alltägliche Systeme werden durch digitale Elemente aufgewertet (z. B. der Staubsaugerroboter), um autonome Funktionen zu erreichen. Sensoren erfassen die Umwelt, intelligente Algorithmen verarbeiten diese Informationen und steuern die Aktorik (z. B. Motoren). Und genau das sind die drei wesentlichen Bestandteile von cyberphysischen Systemen.

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Journalist

Helmut Peters

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