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Schulprojekt führt in die Selbstständigkeit

Mit 15 nahm Charlotte Klimmek an einem Projekt in der Realschule teil – das Ziel war, einen Businessplan für ein neues Produkt zu entwickeln. Die Idee „Switchini“ wurde geboren. 

„Ein Switchini ist ein Bikinioberteil, das nach Belieben zusammengesetzt werden kann. Zusätzlich können die Träger als Halskette oder Armband verwendet werden. Als besonderen Service können auch vorhandene Bikinis eingesendet werden, die dann von uns in einen Switchini umgewandelt werden“, erklärt die jetzt 17-jährige Schülerin ihr Konzept.

Weil das Produkt in der Schule gut ankam, sich Kundinnen meldeten und auch die ersten Aufträge eingingen, beschloss Charlotte das Geschäft professionell aufzustellen. „Meine Idee kommt bei den Kunden sehr gut an und ich habe schon sehr viel positiven Zuspruch bekommen. Außerdem bekomme ich viel Lob von anderen (erfolgreichen) Unternehmen. Momentan ist ausschließlich ein Onlinegeschäft vorhanden. Wir überlegen aber zurzeit auch ein Vor-Ort-Geschäft einzurichten“, sagt die junge Unternehmerin selbstbewusst.

Sie gründet ihr Geschäft mithilfe ihrer Eltern, die ihr eine Summe zur Verfügung stellen, zusätzlich investiert sie 1000 Euro von ihren Ersparnissen. „Das noch fehlende Kapital hoffe ich von einer Bank zu bekommen“, sagt die junge Unternehmerin. Sogar Personal will sie gleich von Beginn an einstellen. Zwar nur auf der Basis eines Mini-Jobs, aber immerhin. Jetzt muss nur noch der Sommer richtig heiß werden, damit viele Kundinnen mit einem Switchini im Freibad oder am Strand eine gute Figur machen wollen.


Switchini ist nicht das einzige Startup, welches seinen Ursprung in Diepholz hat. Miriam Wichmann ist seit vier Jahren Polizistin und seit dem letzten Jahr Kommissarin. Doch die toughe junge Frau ist auch Gründerin. Weil Sie oft mit ihrem Hund allein unterwegs war, kam ihr eines Abends die Idee für die App „my o’dog“. 

Zuerst beriet sie sich mit ihrer Familie und ihren Freunden, dann wollte sie es wissen. „Ich bin dann mit meiner Idee losgezogen. So eine App zu entwickeln, kann ja nicht so schwer sein. Ich habe zum Glück die Firma Experia gefunden. Die bauen jetzt das Soziale Netzwerk für alle Hundehalter.“ Auch ihr Arbeitgeber, die Polizei, war damit einverstanden. Sie schrieb einen Businessplan, holte sich Hilfe zum Thema Gründungen von kundigen Beratern. Inzwischen ist die erste Beta-Version für Android-Handys fertig, und wenn die iOS-Version auch fertig ist, will Miriam sie veröffentlichen. „Hier kann sich dann jeder Hundehalter ein Profil anlegen. Über die vielen Filtermöglichkeiten könnte man sich dann zum Beispiel alle weiblichen Hundehalter mit einem kleinen Hund im Umkreis von 10 Kilometern anzeigen lassen und sofort Kontakt aufnehmen“, erklärt Miriam Wichmann die Funktionsweise. „Für Hundehalter gibt es so etwas überhaupt nicht auf dem Markt.“ Das Ganze möchte sie mit Werbung in der App finanzieren, ein Shop soll später auch dazukommen. „Noch haben wir keine Kunden, wir wollten erst die App fertig haben. Ich hatte Angst, da würde dann jemand meine gute Idee selbst umsetzen. Aber jetzt suchen wir nach Kunden für die Werbung“, erklärt die junge Polizistin.

Die App wird gratis sein und soll in ganz Deutschland funktionieren. „Frauen suchen gern nach Frauen für einen Gassi-Spaziergang, ich kann mir aber auch Männer anzeigen lassen. Vielleicht treffen sich dann ja Single-Hundefreunde und werden ein Paar fürs Leben“, sagt Miriam Wichmann.

Sie selbst wird dann mit ihrem sechs Monate alten Rhodesian Ridgeback „Max“ natürlich auch in der App zu finden sein. Für die Appsuche: „my o’dog“.

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Journalist

Jörg Wernien

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