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Seit mehr als zwanzig Jahren ist der britische Kreuzfahrtexperte Douglas Ward auf den Weltmeeren unterwegs. REISEN & ERLEBEN

Ein passendes Kreuzfahrtschiff gibt es für jeden

Schiffsreisen sind so populär geworden, weil die Cruising Lines vor über 20 Jahren damit begonnen haben, modernen Lifestyle zu adaptieren. 

Kreuzfahrtexperte Douglas Ward, der seit 34 Jahren Kreuzfahrtschiffe bewertet, erläutert die Gründe: „Heute gibt es für jedes Bedürfnis das passende Kreuzfahrtschiff – kleine und sehr große, Schiffe mit sehr einfachen Ansprüchen an Ausstattung und Kulinarik und solche mit außerordentlich hohen. Besonders beliebt sind Reisen in die Arktis und in die Antarktis, denn die Menschen haben eine große Sehnsucht danach, diese faszinierenden Gebiete zu sehen, bevor sich das Klima zu stark ändert.“

Manches wie die „Telephone Operators“ und die elegant uniformierten Liftboys sind heute von Kreuzfahrtschiffen verschwunden, viel Neues ist dazugekommen. „Doch die größte Veränderung betrifft die Kinder. Viele Linien bieten Kindern mittlerweile ein tolles Programm. Sie werden rund um die Uhr betreut, können spielen, lernen, finden Freunde, haben Spaß. Und die Eltern schätzen das Gefühl außerordentlicher Sicherheit, da ihre Kinder stets in geschützter Umgebung sind“, sagt Douglas Ward, der jedes Jahr um die 200 Tage auf Kreuzfahrtschiffen verbringt. Neben dem Fokus auf Kinder haben sich viele Cruise Lines mit Wellness beschäftigt und Spas bauen lassen, die es teilweise mit den besten Ressorts der Welt aufnehmen können.

Der britische Gentleman legt großen Wert darauf, Kreuzfahrtschiffe aller Art ohne jegliche persönliche Vorliebe zu bewerten und dabei völlig neutral vorzugehen. Auch wenn er mittlerweile über 900 Kreuzfahrten unternommen hat, überraschen ihn immer wieder besonders beeindruckende Details. „Gestern war ich auf Island auf einem kleinen, französischen Kreuzfahrtschiff  mit einer ganz bezaubernden Unterwasserlounge namens Blue Lounge. Sie hat eine große gläserne Außenwand und wird nur mit blauem Licht beleuchtet. In der richtigen Umgebung kann der Blick in die Tiefen des Meeres wirklich atemberaubend sein.“

Deutsche und deutschsprechende Menschen liebten das Reisen und seien gern so viel wie möglich draußen, so Ward. Sie seien es zudem größtenteils gewöhnt, täglich mehrere Sprachen zu hören und oft auch zu sprechen. Ganz anders Passagiere aus Japan und China, die nur Schiffsreisen mit muttersprachlicher Begleitung und gewohntem, landestypischem Essen buchten. Das gebe es zwar auch unter Deutschen, aber eher selten, denn die Deutschen und Deutschsprachigen schätzten nicht nur bei ihren Mitreisenden eine gewisse Internationalität, sondern auch bei der Menüauswahl.

„Denn auch wenn sich vieles auf Kreuzfahrtschiffen verändert hat, ist und bleibt die Küche eines der wichtigsten Themen“, schmunzelt der Experte. „Trotz aller Angebote, Ausflüge und Expeditionen drehen sich 70 Prozent der Konversation an Bord um das Essen.“

Wie Douglas Ward bei seiner Bewertung vorgeht erfahrt ihr in folgendem Video.

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Journalist

Katja Deutsch

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