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Intralogistik 4.0, läuft!

Intelligente Technologien und Prozesse machen die Intralogistik zu einer zukunftsweisenden Branche, die sich fortwährend optimiert und wandelt.

Automatisierung, Digitalisierung und moderne Antriebstechnologien werden künftig in der Intralogistik eine noch bedeutendere Rolle spielen.

Gordon Riske, Vorstandsvorsitzender des Fachverbandes Fördertechnik und Intralogistik im VDMA; Foto: Presse

Innovative Gabelstapler und fahrerlose Transportsysteme, die eigenständig entscheiden, wohin sie fahren oder welcher Arbeitsschritt als nächstes sinnvoll ist. Vollautomatisierte Förderanlagen und Warenlager mit Paletten und Behältern, die untereinander kommunizieren. Datenbrillen, die es Menschen ermöglichen, Waren schnell und fehlerfrei zu kommissionieren. Die Intralogistik, also die Steuerung von innerbetrieblichem Materialfluss und Informationsströmen in Industrie, Handel und öffentlichen Einrichtungen, bedient sich bereits heute innovativer Technologien und Prozesse. Ausgeklügelte Technik und integrierte Software haben deren Lieferketten in den vergangenen Jahren massiv verbessert – Bestellungen sind heutzutage oft schon am selben oder nächsten Tag beim Kunden. 

Mit einem jährlichen Produktionsvolumen von rund 24 Milliarden Euro zählt die Intralogistik zu den Wachtumstreibern im deutschen Markt. Triebfeder dieses Wachstums sind die Digitalisierung und der boomende E-Commerce. Wobei das Optimierungspotenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist. „Automatisierung, Digitalisierung und moderne Antriebstechnologien werden künftig in der Intralogistik eine noch bedeutendere Rolle spielen. Ebenso wie alternative Antriebsformen der Flurförderzeuge und Staplerflotten, wie beispielsweise Brennstoffzellenantriebe oder E-Mobilität mit modernen Lithium-Ionen-Batterien“, prognostiziert Gordon Riske, Vorstandsvorsitzender des Fachverbandes Fördertechnik und Intralogistik im VDMA. Das Internet der Dinge, moderne Sensorik, Virtual Reality, mobile Robotik, Machine Learning und zukunftsweisende Software und Cloudlösungen sind die Grundlagen dieser Entwicklung.

Eine Entwicklung, die zugleich ganze Branchen verwandelt: „Die Industrie verändert sich derzeit dramatisch. KION beispielsweise entwickelt sich mehr und mehr von einem Hardware- zu einem Software-Unternehmen. Innovative Software ist für den zukünftigen Erfolg in der Intralogistik entscheidend, denn Daten sind der Rohstoff der Zukunft. Mit dem Zusammenspiel von führender Hard- und Software schaffen Komplettlösungsanbieter enorme Wettbewerbsvorteile für die Kunden. Damit kommen aber natürlich auch neue, zusätzliche Wettbewerber ins Spiel, die für ‚klassische Maschinen-bau-Unternehmen‘ in der Intralogistik bisher keine große Rolle gespielt haben“, skizziert Riske, der auch Vorstandsvorsitzender der KION GROUP AG ist, diesen Wandel mit seinen Chancen und Risiken.

Der VDMA begleitet seine 250 deutschen und europäischen Mitgliedsunternehmen auf diesem spannenden Weg. „Deshalb haben wir beispielsweise die Fachabteilung‚Fahrerlose Transportsysteme‘ gegründet“, berichtet Riske und fügt hinzu: „Die Coro-na-Krise führt uns eindringlich vor Augen, welch große Bedeutung Digitalisierungsinitiativen haben und dass wir diese künftig noch intensiver vorantreiben müssen.“

Fakten

Deutsche Intralogistikhersteller sind Technologie- und Exportwelt-meister. 2019 wuchs der Export von Staplern, Kranen, Lager- und Fördertechnik „Made in Germany“ um sechs Prozent auf einen Ge-samtwert von 16,8 Mrd. Euro. Die wichtigsten Kunden sind die euro-päischen Nachbarn sowie die USA.

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Journalist

Kirsten Schwieger

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