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Intralogistik: Neue Tendenzen KI und kollaborative Robotik

Autonome Transportfahrzeuge, Robotik und intelligente Regale sind heute Bestandteile der Logistik. 

Eine moderne Logistik ist für Deutschland als Exportnation und rohstoffarmes Land entscheidend und bietet für das Ruhrgebiet eine Zukunftsperspektive als attraktiver und wettbewerbsfähiger Standort.

„Eine moderne Logistik ist für Deutschland als Exportnation und rohstoffarmes Land entscheidend und bietet für das Ruhrgebiet eine Zukunftsperspektive als attraktiver und wettbewerbsfähiger Standort“, sagt dann auch Bundesforschungsministerin Anja Karliczek, doch wie werden Materialflüsse in der Logistik vor dem Hintergrund Künstlicher Intelligenz und des Internet of Things aussehen?

Schon heute beeinflussen digitalisierte Produktionstechnologien und Logistiklösungen Geschäftsmodelle und verändern Marktstrukturen. Die Beispiele sind vielfältig. Nehmen wir ein Potsdamer Unternehmen, das jüngst eine Plattform vorstellte, mit deren Hilfe Logistikunternehmen besser vorhersehen können, wann die Ware tatsächlich ankommt. In der Software werden Daten wie Wetter, Verkehr oder Wartezeiten an Grenzübergängen berücksichtigt, sodass sich in Echtzeit eine Statusmeldung ermitteln lässt, ob sich eine Ladung verspätet, pünktlich ist oder im Modal Split den Anschluss verpasst.

Beispiel Intralogistik: So wurden jüngst Lösungen für die Herausforderungen durch den globalen Boom im E-Commerce vorgestellt, denn der Onlinehandel erfordert angesichts des immer intensiveren Wettbewerbs eine schnellere, präzisere und kostengünstigere logistische Bestellabwicklung. Vertikale und horizontale E-Commerce-Industrien, die mit einer sehr breiten und heterogenen Artikelvielfalt arbeiten, benötigen kürzeste Zeiten im Fulfillment mit einer Artikelkommissionierung höchster Präzision.

Ermöglicht wird dies unter anderem durch eine schnelle und präzise Erkennung der einzelnen Artikel in den Lagerregalen. Dabei arbeitet der kollaborative Roboter im Lager direkt neben einem Lagerarbeiter an der Kommissionierung, Konsolidierung und Abwicklung der Bestellungen. In Zusammenarbeit mit dem Menschen können so 500 bis 600 Picks pro Stunde erreicht und so der Durchsatz einer Kommissionierstation leicht verdoppelt werden.

Dazu Akash Gupta, Chief Technology Officer, der das System entwickelt hat: „Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden erkennen wir, dass der Kommissionierprozess innerhalb des E-Commerce-Fulfillments einen hohen Prozentsatz der Personalressourcen im Lager bindet. Da Unternehmen sich zunehmend steigenden Herausforderungen bei der Rekrutierung von Mitarbeitern gegenübersehen, eröffnet eine Automatisierung Lösungen, um die Produktivität zu steigern, Kosten zu reduzieren und die Auftragsdurchlaufzeit zu verbessern.“

Gupta ist der Ansicht, dass dem Markt für kollaborative Roboter in den nächsten Jahren ein rasantes Wachstum bevorsteht. Dabei wird das stärkste Wachstum bei den kollaborativen Robotern im Warenumschlagssegment erwartet, da immer mehr Unternehmen diese neue Technologie in ihre Prozesse implementieren.

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Journalist

Frank Tetzel

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