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KI gehört ganz weit oben auf die Agenda

Intelligenter, individueller, effizienter, schneller, vernetzter: Mit der Digitalisierung vollzieht sich ein grundlegender Wandel in der Industrie.

Denn KI hilft, Prozesse in der Produktion zu analysieren, Produkte mit smarten Funktionen zu ermöglichen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.    

Foto: Hartmut Rauen, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA)    

Im Zuge dieser Entwicklung verändern sich nicht nur Technologien und Produktionsabläufe. Auch die Arbeitswelt wird sich wandeln. „Für den Maschinen- und Anlagenbau bedeutet dies zahlreiche Herausforderungen. Beispielsweise gilt es zu verinnerlichen, dass die Zusammenarbeit immer interdisziplinärer wird, Technologien aus Maschinenbau und IT mehr und mehr zusammenwirken und dies auch Auswirkungen auf neue Geschäftsmodelle und Produkte hat“, sagt Hartmut Rauen, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA).

Der VDMA erwartet für die kommenden Jahre weitere große Schritte im Bereich der sogenannten M2M‐Kommunikation (Maschine zu Maschine), die in der vernetzten Produktion eine entscheidende Rolle spielt. Immer mehr Geräte und Maschinen werden mit Sensoren ausgestattet und kommunizieren untereinander. Vernetzte Maschinen tauschen Informationen aus, steuern sich autark und sammeln Informationen für die Optimierung der Produktion. „Die zunehmende Digitalisierung in den Unternehmen verlangt nach leistungsstarken Internetanschlüssen und der 5G-Technologie. Denn nur mit einer angemessenen digitalen Infrastruktur kann die intelligente Produktion im Sinne von Industrie 4.0 funktionieren“, betont Rauen. 

OPC-UA ermöglicht die Industrie 4.0-Kommunikation von morgen

Ein Meilenstein in der Industrie 4.0-Welt ist die Festlegung von einheitlichen Kommunikationsschnittstellen in der Produktion. Sie definieren die „Sprache“ der Zusammenarbeit im industriellen Umfeld. Der VDMA favorisiert hierzu den Schnittstellenstandard OPC UA (Open Platform Communications Unified Architecture), der sich zunehmend für die Industrie-4.0-Kommunikation im Maschinen- und Anlagenbau etabliert. „Durch den offenen Standard können Maschinen und Komponenten unterschiedlicher Hersteller innerhalb der Produktion digital vernetzt werden und miteinander kommunizieren,“ betont Rauen. Dies befähige die Unternehmen ihre Produktion noch flexibler und effektiver zu organisieren. Was im Büro mit dem USB-Standard hinsichtlich Plug & Play schon lange möglich sei, werde in Zukunft auch in der Produktion in Form von Plug & Work Realität.

Auch andere Technologien haben für den Maschinenbau Schlüsselfunktion, um weltweit wettbewerbsfähig und erfolgreich zu bleiben, dazu zählt insbesondere die Künstliche Intelligenz (KI). „Denn KI hilft, Prozesse in der Produktion zu analysieren, Produkte mit smarten Funktionen zu ermöglichen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln“, berichtet Rauen. Damit spielt KI für die Produkte und Prozesse des Maschinenbaus eine maßgebliche Rolle mit Blick auf die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit. Rauen: „Die Einbindung von KI in den Maschinenbau ist daher für Unternehmen, aber auch für Forschung ein absolutes Muss. Das Thema KI gehört auch politisch nach ganz oben auf die Agenda.“

Fakten

Der VDMA ist mit mehr als 3.200 Mitgliedsunternehmen der größte Industrieverband in Europa. Mit gut 1,3 Millionen Erwerbstätigen im Inland und einem Umsatz von 232 Milliarden Euro (2018) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt.

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Journalist

Chan Sidki-Lundius

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