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Fernsehmoderatorin Eva Brenner verrät, wie man Küchenzonen und Elemente sinnvoll plant und durch verspielten Materialmix originell aufpeppt. HAUSBAU & ENTWICKLUNG

Profitipps für die Küchenplanung

Fernsehmoderatorin Eva Brenner verrät, wie man Küchenzonen und Elemente sinnvoll plant und durch verspielten Materialmix originell aufpeppt.

Oberschränke sind out, kräftige Farbtöne in.

„Nichts nervt mehr in einer Küche, als wenn tägliche Routinen aufgrund von Planungsfehlern nicht rundlaufen, weil man beispielsweise immer um einen Küchenblock herumlaufen muss“, weiß der „Zuhause im Glück“-Star Eva Brenner. Die Fernsehmoderatorin und Diplom-Ingenieurin für Innenarchitektur gibt deshalb jedem, der eine neue Küche plant, mit auf den Weg, alle Arbeitsabläufe gründlich zu durchdenken. Denn auch wenn der Wohnfaktor heutzutage große Bedeutung hat, sind Küchen immer noch Arbeitsräume. Eine sinnvolle Anordnung der verschiedenen Küchenzonen, insbesondere des berühmten Küchen-Dreiecks „Kühlen, Spülen & Kochen“ ist deshalb oberstes Gebot.

Doch auch abseits dieses berüchtigten „Bermudadreiecks“ hält die Küchenplanung viele Fehlerquellen bereit: Küchenformen, Anschlüsse, Geräte, Licht, Stauraum – all das will bedacht und auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten sein. Sollte man also besser gleich einen professionellen Küchenplaner zurate ziehen oder darf man selber einen planen? „Beides“, rät Brenner. „Am besten man macht sich erst einen Plan und gleicht diesen dann mit einem Küchenplaner hinsichtlich Praktikabilität und finanziellem Rahmen ab. Schließlich gibt es diesen professionellen Service bei jedem Anbieter kostenfrei dazu, und auf gute Idee wäre man allein vielleicht gar nicht gekommen.“ Insbesondere bei kleinen Küchen sollte immer ein Fachmann im Boot sein, rät Brenner. Wer nicht ganz so stilsicher ist oder die neuesten Trends in seine Traumküche integrieren will, ist damit ebenfalls gut beraten.

Apropos Trend: „Kräftige Farben wie Grau und Schwarz sind momentan absolut in“, verrät Brenner. Und: „Der Trend geht weg von Oberschränken hin zu offenen Regalen oder anderen luftigeren Stauraum-Möglichkeiten.“ Allerdings spielt hierbei auch die Küchengröße eine Rolle, weiß Brenner: „Kleine Küchen können aus Stauraum-Gründen eigentlich nicht auf Oberschränke verzichten, und bei richtig großen Küchen sollte der Schwerpunkt auch auf geschlossenen Fronten liegen, da sie optisch sonst zu unruhig werden.“

Und was ist sonst noch zu beachten? „Sämtliche Arbeitsflächen sollten perfekt ausgeleuchtet sein, atmosphärisches Licht bildet dann das i-Tüpfelchen. Bei der Farbgestaltung kann man sich an Wänden, Accessoires und Utensilien austoben – allerdings sollte man dabei eher monochrom bleiben, sprich nicht zu bunt werden.“ Und: „Mit Materialien spielen! Es gibt so viele interessante Optionen für Arbeitsflächen, Armaturen und auch den Fußbodenbelag.“ Ihre eigene Wohnküche ist übrigens eine Mischung aus klassischen Einbauten mit offenen Elementen wie beispielsweise einer alten Küchenbar und einem Solitär-Kühlschrank.

Und wie sieht die Küche der Zukunft aus? „Multifunktionalität und die Auflösung klassischer Arbeitsbereiche werden im Vordergrund stehen“, meint Brenner. Schon jetzt gibt es Küchen ohne Kochfelder, bei denen Induktion in die Arbeitsfläche integriert ist oder Spülmaschinen, die automatisch neue Tabs bestellen. Küchen werden wesentliche Bestandteile von „Smart Homes“ sein und dank künstlicher Intelligenz immer smarter, effizienter und pflegeleichter werden. Doch bei allem Fortschritt wird die Küche immer ein erlebbarer Ort bleiben, an dem Kommunikation und Genuss hohe Priorität haben – da ist sich Eva Brenner sicher.

Fakten

Küchenplanung

• Arbeitsabläufe und individuelle Bedürfnisse durchplanen

• Küchendreieck „Kochen, Spülen & Aufbewahren“ beachten

• Auf genügend Stauraum und gute Ausleuchtung achten

• Energieeffizienz von Küchengeräten recherchieren

• Persönlichen Plan mit professionellem Küchenplaner abgleichen

• Finanzierungsmöglichkeiten eruieren

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Journalist

Kirsten Schwieger

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