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Wo sich Investitionen im Bau noch wirklich lohnen

In Deutschland fehlen 1,9 Millionen Wohnungen. Die Länder und Gemeinden bauen zu wenig, Investoren klagen über zu komplizierte und aufwendige Bauvorschriften und 16 unterschiedliche Genehmigungsverfahren.

Dabei könnten sehr schnell viele Gebäude erreichtet werden. Doch nicht nur der Wohnungsbau könnte durch die modulare Bauweise beschleunigt werden. Krankenhäuser, Kindergärten und Schulen, Bürokomplexe und Forschungseinrichtungen – die Anwendungsmöglichkeiten für eine Modul-Bauweise sind vielfältig. Die Investoren profitieren von einer großen Transparenz beim Bauen, sehr hohen Qualitäten, minimalen Risiken bei der Bauausführung und nicht zuletzt durch verlässliche Termine und Kosten.

Die Modulbauweise mit einer freitragenden Stahlskelettstruktur und nichtragenden Wänden bietet durch die hohe Flexibilität eine große Zukunftssicherheit. Ändert sich der Bedarf der Mieter, kann zügig reagiert werden. Wenn der Inhaber wechselt, kann, wie in einem Baukasten, alles grundlegend geändert werden.

Die Kosten für die Errichtung eines Objektes in Modulbauweise sind mit denen eines konventionell gebauten Gebäudes vergleichbar. Doch durch die Vorfertigung der unterschiedlichen Module haben Wetter und Witterung keinen Einfluss auf die Qualität und, noch wichtiger, der Bauzeitenplan kann eingehalten werden. Bis zu 70 Prozent können die Module inzwischen vorgefertigt werden, ob sanitäre Einrichtungen, Fenster, Türen oder Bodenbeläge – das Modul kommt schon fast fertig und nach Wunsch auf die Baustelle. Der Kostentreiber Nummer Eins, die Mängel am Bau, werden so fast ausgeschlossen. Für Investoren ist dies ein nicht zu vernachlässigender Vorteil.

Ein weiterer Vorteil der Modulbauweise sind die niedrigen Life Cycle Costs. Investoren rechnen oft mit einer Nutzungsdauer von 50 Jahren. Innerhalb dieser Zeit müssen die Gebäude zwei oder sogar dreimal kernsaniert werden, was für die Modulbauweise perfekt ist. Hier können eigentlich alle Materialien ausgetauscht oder erneuert werden. Bis zu zwölf Prozent sind die Instand- und Unterhaltungskosten bei den Modulgebäuden günstiger als bei massiv errichteten Gebäuden.

Auch die Verfahren der Baugenehmigungen werden durch typgeprüfte Statiken und einem bestehenden Brandschutz erheblich beschleunigt. Dadurch verkürzt sich die Zeit der Finanzierung, das spart dem Investor eine Menge an Zinsen. Fast 50 Prozent der Planungs- und Finanzierungskosten lassen sich so gegenüber der Standardbauweise einsparen.

Die Vorteile der Modulbauweise für Investoren liegen auf der Hand. Immer mehr Gemeinden und Städte setzten bei ihren Investitionen auf die neue Bauweise. Der Modulbau wird nicht die Wohnungsmisere alleine lösen können, aber mit der Bauweise könnte ein Weg in die richtige Richtung beschritten werden.

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Journalist

Jörg Wernien

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