European Media Partner

Tipps und Tricks für die Zahn- und Mundhygiene im Alter

Zahn- und Mundhygiene für die Dritten

Das Zähneputzen im Alter fällt oft schwerer, weil die Feinmotorik nachlässt.

Dennoch ist es wichtig, dass Implantate, Prothesen oder Gebiss gründlich gereinigt werden. Die Zahnärztekammer Bayern rät dazu, die folgenden Tipps zu beachten:

Prothesen nach jeder Mahlzeit mit flüssiger Handseife und lauwarmem Wasser waschen, um Beläge gründlich zu entfernen.

Zur Prothesenreinigung das Waschbecken mit einem Handtuch auslegen oder mit Wasser befüllen. Sollte die Prothese ins Wasser fallen, zerbricht sie nicht.

Spezielle Griffaufsätze für Zahnbürsten verwenden, wenn die Feinmotorik nachlässt

Zweimal täglich mit fluoridierter Zahnpasta Zähneputzen

Zweimal jährlich Vorsorgetermine beim Zahnarzt einhalten

Professionelle Zahnreinigung

Süßes nur im Anschluss an Hauptmahlzeiten essen

Belag auf der Zunge mit einem Zungenschaber entfernen

Kaugummikauen regt den Speichefluss an, hilft gegen Mundtrockenheit und Zähne werden vom Speichel gereinigt

Zahnzwischenräume mit Zahnseide und Zwischenraumbürsten reinigen.



Foto: Anna Shvets/pexels

Im Trend: Veneers

Lücken, Schäden oder Verfärbungen an den Zähnen machen sich auch im Alter nicht gut. Eine Lösung sind Veneers. Die dünnen Verblendschalen bestehen aus Kunststoff oder Keramik und lassen sich an den Farbton der Zähne anpassen. Haftung bekommen sie durch einen speziellen Klebstoff. Daher ist diese Methode etwas schonender als eine herkömmliche Krone, da weniger Zahnschmelz verloren geht. Eingesetzt werden Veneers vor allem im vorderen Zahnbereich. Allergische Reaktionen kommen so gut wie niemals vor. Um ein perfektes Ergebnis zu erzielen, sollte ein Zahnarzt auf-gesucht werden, der mit Veneers Erfahrung hat. Denn das Anpassen und die Färbung erfordern Fingerspitzengefühl.


Foto:  Jonathan Borba/unsplash

Stabil und dauerhaft: Zahnimplantate

Zu den gängigsten und wirkungsvollsten Methoden für Zahnersatz gehören Implantate. Deren Besonderheit besteht darin, dass nicht nur eine Krone gesetzt wird, sondern auch künstliche Zahnwurzeln. Die-se bestehen oftmals aus dem biokompatiblen Metall Titan. Der Gesundheitszustand der Zähne und der Mundhöhle sowie das eigene Mundhygieneverhalten sind von erheblicher Bedeutung für die Auswahl und den Erfolg der Therapie. Auch allgemeingesundheitliche Erkrankungen wie Diabetes, Herz- und Kreislauferkrankungen, Rheuma oder Osteoporose spielen eine Rolle. Rauchen kann sich ungünstig auf die Einheilung von Implantaten auswirken. Zahnimplantate sind eine Privatleistung und nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen enthalten. Den Festzuschuss zur Regelversorgung erhalten Patienten aber auch bei Implantaten.


Foto:  Ravi Patel/unsplash

Gesund im Mund bei Handicap und Pflegebedarf

In Deutschland leben rund 7,8 Millionen Menschen mit Schwerbehinderung und rund drei Millionen Pflegebedürftige. „Es ist viel zu häufig zu beobachten, dass ein Pflegegrad oder ein körperliches Handicap gleich-bedeutend mit einer schlechten Mundgesundheit sind. Werden Patienten, die vormals einen recht guten Mundgesundheitsstatus hatten, pflegebedürftig, gibt es einen regelrechten Einbruch. Auch sind zahlreiche Regelungen der ambulanten Betreuung nicht auf die spezifischen Belange von Menschen mit Behinderungen ausgerichtet“, sagt Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer. Vor allem das Risiko für Karies, Parodontal- und Mundschleimhauterkrankungen sei bei Menschen mit Behinderung und Pflegebedürftigen deutlich erhöht. Einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Zahngesundheit leisten präventive Maßnahmen, auf die diese Menschen Anspruch haben. Dazu gehören Erhebung des Mundgesundheitsstatus, die Erstellung eines Mundgesundheitsplans, die Aufklärung über die Bedeutung der Mundhygiene und das Entfernen harter Zahnbeläge. Diese Leistungen können zweimal jährlich in Anspruch genommen werden.  

Teile diesen Artikel

Journalist

Jakob Bratsch

Weitere Artikel