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Dr. Rita Hermann, Oecotrophologin ESSEN&TRINKEN

Ernährung als Prophylaxe und Medizin

Osteoporose und Rheuma sind für viele Begleiterscheinungen des Alters. Durch eine gesunde Ernährung können sie vorgebeugt bzw. gelindert werden.

Viele ältere Menschen unterschreiten die empfohlene tägliche Calciumzufuhr.

Das Alter schenkt einem nichts. Müssen Frauen erst die Wechseljahre erleiden, mangelt es ihnen danach am knochenschützenden Geschlechtshormon Östrogen. In Kombination mit dem altersbedingten Abbau von Knochensubstanz führt dies häufig zu Osteoporose. Von solch einem Knochenschwund spricht man, wenn zu viel Knochensubstanz und -struktur abgebaut wird. Das Risiko von Frauen, an Osteoporose zu erkranken, ist doppelt so hoch wie das von Männern. Doch auch bei Männern können Knochenbrüche die Folge einer Osteoporose sein. Neben Alterungsprozessen und Geschlecht begünstigen familiäre Veranlagung und der Lebensstil den Knochenschwund. Bewegungsarmut, Rauchen sowie Vitamin D- und Calcium-Mangel sind jedoch im Gegensatz zu den anderen Risikofaktoren beeinflussbar. „Ein gesunder Lebensstil und die ausreichende Versorgung des Körpers mit Vitaminen und Mineralstoffen ist die beste Vorsorge gegen Osteoporose“, erläutert die Oecotrophologin Dr. Rita Hermann.

So ist Calcium der Baustoff für starke Knochen und Zähne. Da der Körper diesen Mineralstoff nicht selber herstellen kann, muss er mit der Nahrung zugeführt werden. Ein Gramm sollte es laut offizieller Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) täglich für Erwachsene sein, bei Kindern und Jugendlichen liegt der Bedarf sogar noch höher. Milchprodukte, grünes Blattgemüse sowie verschiedene Nüsse sind gute Calciumlieferanten. Auch ein calciumhaltiges Mineralwasser ist zu empfehlen, um den Körper mit dem lebenswichtigen Mineralstoff zu versorgen. „Das natürliche und kalorienfreie Getränk ist zudem ideal für eine kalorienbewusste Ernährung, bei Milchallergie, Laktoseintoleranz sowie für Veganer“, betont Ernährungsexpertin Dr. Hermann.

Auch rheumatische Erkrankungen sind im Alter nicht selten. Immerhin leiden laut Deutscher Gesellschaft für Rheumatologie rund 530.000 Menschen in Deutschland unter rheumatoider Arthritis, der häufigsten Form von über 200 Rheuma-Erkrankungen. Mit der chronischen Entzündung der Gelenke gehen starke Schmerzen einher. Heilbar ist entzündliches Rheuma nicht, kann aber durch eine Kombination aus entzündungshemmenden Medikamenten und anderen Therapien gestoppt oder verlangsamt werden, sofern es frühzeitig erkannt wird. Auch eine pflanzenbetonte Ernährung kann Beschwerden lindern und helfen, Medikamente einzusparen. „Für Rheuma-Patienten ist außerdem eine ausreichende Versorgung mit Calcium überaus sinnvoll, denn weniger Bewegung aufgrund von Schmerzen und die regelmäßige Einnahme von Kortison können das Risiko für Osteoporose erhöhen,“ so Dr. Rita Hermann.  „Calciumhaltiges Mineralwasser hat den Vorteil, dass das darin enthaltene Calcium für den Körper gut verwertbar ist. Außerdem erleichtert das regelmäßige Trinken über den Tag hinweg die Aufnahme von Calcium.“

Fakten

Calcium

• Calciummangel ist in Deutschland nicht selten, insbesondere bei Jugendlichen und älteren Menschen.

• Ein Vitamin-D-Mangel hemmt die Calciumaufnahme. 

• Ein Mineralwasser gilt als calciumhaltig, wenn es mehr als 150 Milligramm (mg) Calcium pro Liter enthält. Manche liefern sogar über 600 mg (aufs Etikett achten).

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Journalist

Kirsten Schwieger

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