European Media Partner
Dr. Miriam Rehbein, Fachärztin für Dermatologie und ästhetische Medizin WELLBEING

Weniger ist mehr

Dr. Miriam Rehbein ist Fachärztin für Dermatologie und ästhetische Medizin in der Dermatologie am Friedensengel in München. Sich für die Haut stark zu machen, hat sie sich zur Lebensaufgabe gemacht.

Die Haut braucht Zuwendung und insbesondere die  richtige Pflege.

Es existieren viele Mythen rund um die Geheimnisse schöner Haut. Miriam Rehbein hat in ihrer Praxis täglich damit zu tun. „90 Prozent der Frauen schätzen ihre Haut falsch ein, indem sie sie für zu trocken, sensibel oder fettig halten. Dabei gibt es eigentlich nur gesunde und kranke Haut, wobei sich letztere zum Beispiel in Form von Akne oder Neurodermitis zeigen kann“, berichtet die bekannte Dermatologin. 

„Darüber hinaus denken viele Frauen, dass sie sich etwas Gutes tun, indem sie unzählige Pflegeprodukte benutzen. Dabei ist das völliger Quatsch. Denn durch das ständige Cremen kann es passieren, dass man sich echte Probleme heranzüchtet. Und vor dem Altern schützt das Cremen leider auch nicht“, so Dr. Miriam Rehbein weiter. Der einfachste und effektivste Schutz für die Haut sei Sonnenschutz. Denn nichts schade unserer Haut mehr als eine intensive Sonnenbestrahlung, die unter anderem die Elastizität der Haut zerstöre und Hautkrebs verursachen könne. Daher rät die sympathische Münchnerin dazu, sich bewusst und vernünftig der Sonne auszusetzen, möglichst die pralle Mittagssonne zu meiden und vor allem jeden Morgen Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50+ zu benutzen. Und zwar im Sommer wie Winter: Egal, ob man sich viel draußen oder drinnen aufhält. Außerdem empfiehlt sie Kosmetikprodukte, die mindestens ein Prozent Retinol, Vitamin A1 enthalten. Der Wirkstoff regt die Zellteilung an, die Haut erneuert sich dadurch und wird feinporiger.In ihrer Praxis sieht Dr. Miriam Rehbein auch immer wieder Patienten, die regelrecht besessen von Perfektion und Schönheit sind und dies operativ unterstützen wollen. „Grundsätzlich geht der Trend aber hin zu nicht-invasiven Maßnahmen, ‚Better aging’ und Natürlichkeit. Falten dürfen sein und Mimik ist wieder erwünscht“, so die Beobachtung von Dr. Miriam Rehbein. Sind Botox und Hyaluronsäure angesagt, macht sich die Fachärztin für niedrige Dosen stark, weil dies zu natürlichen Ergebnissen führe. Außerdem ist sie ein Fan von CO2-Lasertreatments zur Behandlung von Pigmentstörungen, Falten, Akne-Narben oder grobporiger Haut, vorzugsweise in Kombination mit Säurepeelings. „Am wichtigsten aber ist eine professionelle Schulung der Patienten. Denn die Haut braucht Zuwendung und insbesondere die richtige Pflege. Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, sehe ich als eine meiner wichtigsten Aufgaben an“, so das Credo von Dr. Miriam Rehbein. Microneedling sei beispielsweise ein schonendes und sicheres Verfahren zur Hautstraffung und Verbesserung der Hautstruktur. Und das Beste daran: Die Roll-Kur mit dem Dermaroller ist ohne Weiteres zu Hause selbst durchführbar. Allerdings wirkt sie nicht gegen Cellulite. „Sorry Ladies, es gibt keine Creme, kein Gel und keine Massage, mit der sich diese Bindegewebsproblematik wirklich behandeln lässt. Die tiefen Septen in der Unterhaut können nur operativ entfernt werden.“ Dr. Miriam Rehbein selbst bietet das sogenannte VASER-Smooth-Verfahren an. Mittels einer Ultraschallsonde über einen drei Millimeter großen Zugang durchtrennt sie die Septen und glättet die Haut von innen. Das Ergebnis sei absolut genial und vor allem dauerhaft. 

Apropos dauerhaft: Wenn es darum geht, der Haut Gutes zu tun, kommt das Gespräch auch auf das Thema Ernährung. Die Dermatologin ist auch bei diesem Thema sehr klar. „Zucker ist ein Killer für unsere Haut. Deshalb sollte er so gut es geht vermieden werden, auch in Form von Obst“, so ihre Empfehlung. Außerdem plädiert sie dafür, Kohlehydrate und Alkohol nur in Maßen zu sich zu nehmen und dafür möglichst viel Gemüse und andere an Oxidantien und Ballaststoffen reiche Lebensmittel zu essen. Wichtig sei auch ein gesunder Lifestyle mit viel Bewegung und möglichst wenig Stress. Ein weiteres Tabu: Zigaretten und Drogen. Dass das funktioniert, dafür ist Dr. Miriam Rehbein mit ihrem tollen und strahlenden Aussehen das beste Beispiel. 

Bleibt die Frage, woran man gute Kosmetikprodukte erkennt. „Sicherlich nicht an einer schönen Verpackung“, warnt Miriam Rehbein. „Und es ist auch nicht alles gut, was teuer ist oder wo Naturkosmetik draufsteht.“ Wichtiger als die Verpackung oder der Duft eines Kosmetikprodukts seien seine Inhaltsstoffe (Retinol!). Diese sollten im Idealfall vegan, frei von Parabenen (Konservierungsstoffen), Mikroplastik und künstlichen Duftstoffen sein. Dr. Miriam Rehbein: „Eine gute Creme ist mild, verträglich und versorgt die Haut optimal. Und wie so oft im Leben gilt: Weniger ist mehr.“

Fakten

Über die vielen Aspekte schöner und gesunder Haut informiert  Dr. Miriam Rehbein auch auf YouTube und Instagram (#doctormi). Als Antwort auf die stetigen Fragen nach der optimalen Hautpflege hat sie die DOCTOR Mi! medical skincare entwickelt (www.doctormi.de). Um sich fit zu halten, treibt die Dermatologin viel Sport und ernährt sich gesund. 

Teile diesen Artikel

Journalist

Chan Sidki-Lundius

Weitere Artikel