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Dr. Christine Reiler, Ärztin, zweifache Mutter, Fernsehmoderatorin und Model LIFESTYLE

Selbstpflege ist für mich sehr wichtig

Dr. Christine Reiler, Ärztin, zweifache Mutter, Fernsehmoderatorin und Model über seelische und körperliche Gesundheit.

Wenn man sein Immunsystem stärken will, greift man am besten zu Knoblauch und Zwiebeln.

Endlich kommt der Sommer. Doch Freunde, Nachbarn, Kollegen, und vor allem die eigene Familie sind nach mehr als 15 Monaten pandemiebedingter Einschränkungen mit ihrer Kraft am Ende. Umso wichtiger ist es, jetzt im Sommer seine Kraftreserven zu füllen und darauf zu achten, sein inneres Gleichgewicht zu stärken. Dr. Christine Reiler, Ärztin und Mutter zwei kleiner Kinder moderiert seit Jahren Gesundheitssendungen und kennt sich sehr gut mit natürlicher Pflanzenheilkunde aus. In ihrem Buch „Meine besten Hausmittel aus Küche und Garten“ (Kneipp Verlag), das im September letzten Jahres erschienen ist, hat sie anhand von 40 häufig auftretenden Krankheiten und Beschwer-den beschrieben, welche Zutaten aus dem heimischen Garten schnell und wirksam helfen können. Spielt die Ernährung eine so wichtige Rolle fürs Wohlbefinden? 

„Wenn man sein Immunsystem stärken will, greift man am besten zu Knoblauch und Zwiebeln – also den Dingen, die man zuhause hat“, sagt die Ärztin. „Wer sich damit etwas Feines kocht, hat das Gefühl, sich etwas Gutes zu tun. Gerade auch die gute, alte Hühnersuppe ist eine super Sache und wirkt Wunder. Nicht umsonst wird sie beispielsweise auf der ganzen Welt Frauen nach der Geburt verabreicht. Eine Hühnersuppe verbindet man auch immer mit Heimeligkeit, mit den behüteten, alten Zeiten, als die Oma oder die Mama eine Hühnersuppe gekocht haben, wenn man krank war.“ Ausreichend Zink hemme die Bildung der weißen Blutkörperchen, wodurch sich im Körper weniger Entzündungsvorgänge bildeten, die dafür relevanten Kräuter könne man gerade Kindern sehr gut schmackhaft machen. Leider gehe das Wissen um diese alten Heilmittel zuhause oder aus dem eigenen Garten Schritt für Schritt  verloren, bedauert sie.

Die letzten Monate schien es keinen Licht-blick am Horizont zu geben. „Doch ich glaube, dass der Sommer jetzt eine ganz neue, besondere Möglichkeit für uns alle ist. Nicht nur, weil sich unser Vitamin D-Speicher wieder füllt und wir dadurch wacher und kraftvoller werden, sondern auch, weil wir endlich wieder viel rausgehen können, und auch andere Menschen treffen. Und auch die Gastronomie hat endlich wieder geöffnet. All das sind Dinge, auf die man sich wahnsinnig freuen kann und die einem einen riesigen Push geben können! Ich glaube, die härtesten Zeiten sind jetzt vorbei.“

Selbstpflege ist der jungen Ärztin sehr wichtig. Bewegung, Ernährung, und Zeit für sich selbst, ob in Form eines guten Buchs oder Meditation. Was vielleicht abgedroschen klinge, erweise sich im stressigen Alltag doch oft als schwierig. Auch auf die psychische Hygiene müsse man achtgeben, Kontakt zu geliebten Menschen halten, ganz gleich, wie.

Während der Pandemie habe sich gezeigt, wie sehr auch gerade Kinder und alte Menschen unter der erzwungenen Isolation leiden. Christine Reiler erholt sich selber am besten beim Bergsteigen – körperlich wie auch psychisch. Die Anstrengung des Aufstiegs, die frische Luft, die Weite der unberührten Bergwelt geben ihr Kraft und Leichtigkeit. 

Da die ehemalige Miss Austria vor der Geburt ihrer Kinder pausenlos unterwegs war, hat sie gar keinen überschäumenden Drang mehr, ständig zu verreisen oder fort zu müssen. Sie genießt die Familienzeit, in der sie mit ihren Kindern Kräutersalz herstellt oder backt. 

Die Moderatorin lebt auf einem Bauernhof und hat einen großen Bauerngarten angelegt, der aus Kräutergarten, medizinischer Abteilung, Gemüsegarten und großem Obstgarten besteht. „Es gibt mir eine große Ruhe, den Pflanzen beim Wachsen zuzuschauen“, erzählt sie. „Mein Garten gibt mir Kraft. Es gibt ja auch tatsächlich eine Gartentherapie.“ 

Was muss ihr Garten haben? „Keinen Schnickschnack, ich bin kein Freund von Deko. Jetzt im Sommer genieße ich es sehr, draußen mit meiner Familie zusammenzusitzen! Wir haben dazu einen schönen Platz auf der Terrasse mit einer Grillstelle. Denn mit kleinen Kindern reduziert sich der Radius doch ganz gewaltig, aber da ich früher so viel unterwegs war, genieße ich das „weniger“ sehr und habe das Eingesperrt sein gar nicht so bemerkt, nur die geschlossene Gastronomie empfand ich als mühsam. Unser Leben hier auf dem Bauernhof mit so viel Platz, Ruhe und guter Luft erscheint mir immer noch als purer Luxus. Und für Tapetenwechsel reicht mir ein Wochenende im Südburgenland oder in der Steiermark.“ 

Endlich kommt der Sommer. Dieses Jahr wird er zu etwas wirklich ganz Besonderem: Die Leichtigkeit und das Unbeschwerte kommen zurück, und noch nie waren wir uns dessen so bewusst und sehnen es so sehr herbei wie in diesem Sommer.

Buchtipp

Es müssen nicht immer gleich Pillen sein, oft tun es auch die guten alten Hausmittel! Publikumsliebling Christine Reiler, Allgemeinmedizinerin und Moderatorin der ORF-Gesundheitssendungen, nimmt sich eines uralten Wissens an und sorgt mit ihrem ersten Buch „Meine besten Hausmittel aus Küche und Garten“ dafür, dass dieser Schatz nicht verlorengeht: Anhand der häufigsten alltäglichen Krankheiten und Beschwerden zeigt die Ärztin, welche „Zutaten“ aus Küche und Garten ganz ohne Nebenwirkungen schnell und nachhaltig helfen – vom Saft des schwarzen Rettichs bis zum Salbei. Dass auch ein liebevolles Kümmern und Umsorgen heilsam ist, weiß die junge Mutter ebenso, wie dass eine Selbstbehandlung ihre Grenzen hat.

Fakten

Dr. Christine Reiler isst zuerst die Dinge, die sie nicht so mag. Bei den Gummibärchen hebt sie sich deshalb ihre Lieblingsgummibärchen, die weißen, bis zum Schluss auf.

Vor Prüfungen oder großen Herausforderungen hört sie immer „Good Life“ von OneRepublic.

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Journalist

Katja Deutsch

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