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Drei beliebte Residenzorte

Lebensabend unter der Sonne

Die Winter sind kalt und lang, und überhaupt hat es einen schon immer in die Ferne gezogen? Immer mehr Senioren, die ein betreutes Wohnumfeld brauchen, zieht es dahin, wo es warm ist – zum Beispiel unter die Sonne Spaniens. Das Land auf der iberischen Halbinsel ist der Klassiker für deutsche Senioren. Zwar liegen die Kosten hier nur geringfügig unter denen in Deutschland. Doch wer ein mildes Klima sucht, ist hier gut aufgehoben. Menschen, die Hitze nicht so gut vertragen können, sollten allerdings ein anderes Land wählen. 

Viele Residenzen liegen in der Nähe reizvoller Städte mit typisch spanischem Flair. In den Einrichtungen gibt es in den meisten Fällen deutschsprachige Angestellte und Ärzte. Auch auf der Kanareninsel Teneriffa gibt es betreutes Wohnen für Deutsche. Spanien ist Mitglied der EU, und das hat Vorteile, was die Anerkennung von Pflegegeldleistungen oder den Rentenanspruch angeht. Auch Mitglieder einer deutschen Krankenkasse können die Ruheständler bleiben, allerdings gelten dann die Leistungen des spanischen Gesundheitssystems.


Foto: Fotolia

Seniorenresidenz zum Wohlfühlen

Wer sich Gedanken darüber macht, wie er seinen Lebensabend verbringen möchte, landet schnell beim Thema Seniorenresidenzen. Viele dieser Residenzen bieten ein ansprechendes Ambiente zum Wohnen und Wohlfühlen und erinnern eher an ein Hotel als an ein Seniorenheim. Oftmals kann man beim Einzug sogar eigene Möbel mitbringen. Das Freizeitangebot erstreckt sich von Sportmöglichkeiten über eine hauseigene Bibliothek bis hin zum Restaurant. Selbst über einen eigenen Friseur verfügen die meisten Häuser.

Genauer hinschauen sollte man vor dem Einzug allerdings beim medizinischen Service, falls man einen solchen benötigt. Denn laut einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Servicequalität verfügt immerhin ein Fünftel der Einrichtungen hierzulande nicht über einen ambulanten Pflegeservice. Und bei weniger als der Hälfte der Häuser ist dauerhaft ein Arzt vor Ort. Eine eigene Apotheke haben sogar nur ein Viertel der Residenzen. Gleichwohl sind die Seniorenresidenzen in Deutschland insgesamt auf einem hohen Niveau. Und bei alldem darf man nicht vergessen, dass Seniorenresidenzen ihren Preis haben. 

Niedrige Preise, hoher Standard

Vorteile durch den EU-Status genießt man auch in einigen osteuropäischen Ländern, die sich zunehmend großer Beliebtheit unter deutschen Senioren erfreuen. Allen voran Polen, wo Residenzen im Grenzgebiet zu Deutschland in den vergangenen Jahren in großer Zahl gebaut wurden. In Polen ist das Klima zwar nicht besser, dafür sind die monatlichen Preise zwischen 1200 und 1800 Euro für ein Zimmer deutlich niedriger als in Deutschland. Das liegt vor allem an den viel niedrigeren Personalkosten im östlichen Nachbarland. Serviceleistungen und Anspruch gelten als hoch, die Residenzen befinden sich auf dem neuesten Stand.

Viele Pflege- und Seniorenheime sind speziell auf die Pflege von deutschen Patienten eingerichtet. Viele Pflegekräfte sprechen deutsch. So gibt es das deutsche Fernsehprogramm und die Bewohner können deutsche Telefonnummern erhalten, um günstig in die Heimat zu telefonieren. Besonders wichtig: Auch in Polen gilt, dass den deutschen Senioren in Deutschland erworbene Ansprüche wie das Pflegegeld oder die Rente in den meisten Fällen erhalten bleiben.

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