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Sauer? Nein danke!


Etwa ein Fünftel der Bevölkerung in den westlichen Industriestaaten leidet an Sodbrennen (Reflux). Hierbei fließt saurer Magensaft in die Speiseröhre zurück. Die aggressive Magensäure kann die Schleimhaut der Speiseröhre angreifen und langfristig schädigen. Die Ursachen für Sodbrennen können unterschiedlicher Natur sein. Meistens jedoch befindet sich die Regulation der Magensäureproduktion nicht im Gleichgewicht und der Magen übersäuert, insbesondere aufgrund einer ungünstigen Ernährung. Fette Speisen, Alkohol, Süßes, Kaffee und Nikotin regen die Säureproduktion im Magen zum Beispiel besonders an.

Symptome einer chronischen Übersäuerung sind Antriebsschwäche, rasches Ermüden, Gereiztheit, Appetitlosigkeit, Muskel-, Gelenk- und Verdauungsbeschwerden. Häufig dauert es Jahre, bis erste Anzeichen einer Übersäuerung sichtbar werden. Das liegt daran, dass unser Körper über Ausgleichsprozesse verfügt, um Probleme kurzfristig zu überbrücken. Doch irgendwann läuft das Fass – bildlich gesprochen – über und der für den Körper so wichtige Säure-Basen-Haushalt ist nicht mehr im Gleichgewicht. Zur Feststellung einer Übersäuerung bieten pH-Teststreifen aus der Apotheke erste Anhaltspunkte. Allerdings ist eine Messung des Urins immer nur eine Momentaufnahme. Daher sind mehrere, über den Tag verteilte Urinmessungen notwendig. Bei Verdacht auf eine Übersäuerung empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen, in jedem Fall aber die Lebens- und Nahrungsweise umzustellen. Auf den täglichen Speiseplan gehören dann vor allem mineralstoffreiche pflanzliche Produkte wie Kräuter, Gemüse, Obst und Kartoffeln. Vollkornprodukte sind Produkten aus Weißmehl vorzuziehen. Wenn sich bereits eine chronische Übersäuerung entwickelt hat, können spezielle Basenpräparate die Entsäuerungstherapie unterstützen.

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Journalist

Chan Sidki-Lundius

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